2. Webinar zur Studie „Die Marktplatzwelt 2020“

In unserem Webinar zur Studie „Die Marktplatzwelt 2020“ diskutieren wir mit verschiedenen Experten zu aktuellen Fragen rund um das Thema Marktplätze.

Webinar zur Studie „Die Marktplatzwelt 2020“

In unserem Webinar zur Studie „Die Marktplatzwelt 2020“ diskutieren wir mit verschiedenen Experten zu aktuellen Fragen rund um das Thema Marktplätze.

Studie „Die Marktplatzwelt 2020“

Unser globales Landscape-Poster erfasst mehr als 480 Marktplatz-Anbieter. Im DACH-Raum verzeichnen wir per Anfang 2020 mehr als 170 verschiedene Marktplätze. Im Vergleich dazu waren es vor 2015 nur 81 Player.

Amazon für Entscheider: Unser Buchtipp für Hersteller und Händler

„Amazon für Entscheider“ ist unser Tipp für alle Hersteller und Händler, die ihre Produkte über Amazon verkaufen wollen oder dies bereits tun. 13 Experten, darunter 7 aus dem Team von ecom consulting, erläutern im Detail wie man Amazon richtig implementiert und das Amazon-System effektiv nutzt.

Corona-Pandemie: Was tun, damit die Online-Logistik funktioniert?

Die Corona-Krise macht vor dem Online-Handel nicht halt. Größte Achilles-Ferse ist die Logistik. Oliver Lucas, Mitgründer der Unternehmensberatung ecom consulting und Experte für Logistikprozesse im digitalen Handel, weiß, was Händler jetzt beachten sollten.

Das ABC des Online-Handels

In der Ausgabe 12/2019 erläutern wir den Lesern der Möbelkultur die wichtigsten Begriffe des Online-Handels um in der digitalen Vermarktungswelt auf dem aktuellen Stand zu sein.

Looking back (two decades) clears the sight for the New Golden 20’s

Fortunately, I have the privilege to have spent more than one decade in Business around Digitalisation and ecommerce. So many things are constantly and rapidly changing. It shows how incredibly challenging it is to forecast the future, even though some developments are somewhat obvious and inevitable. Here`s a short reflection of my journey.

Team Assistent bzw. Office Manager, Teilzeit (m/w/d)

Für unser wachsendes Team in der Unternehmensberatung und unsere Vielzahl an Ideen und namhaften Kunden suchen wir ab sofort zur Verstärkung unseres Teams im Raum München einen Team Assistent bzw. Office Manager in Teilzeit.

Ihre Aufgaben:

  • Hintergrundrecherchen im Bereich E-Commerce / Marktplätze / IT-Systeme / Strategie für Artikel, Whitepaper, Präsentationen oder Studien
  • Unterstützung bei Kunden-Workshops oder Vorträgen
  • Vobereitung von Veranstaltungen
  • Organisation und Strukturierung unserer (Standard-)Dokumente und digitalen Ablage für die Nutzung durch uns und unser Experten-Netzwerk

Die Übernahme spannender Themen ist bei uns je nach Vorkenntnissen, Eigeninitiative und zeitlicher Verfügbarkeit willkommen und nahezu unbegrenzt möglich, wie z.B.:

  • Management und Pflege von Website, Landing Pages und Social Media Kanäle
  • Weiterentwicklung Bestandskundenbetreuung und Partner-Netzwerk, incl. Newsletter
  • Schulung von Kunden und Partnern auf neue Systeme oder Prozesse
  • Aktive Mitarbeit in oder Übernahme von Beratungsprojekten

Das bringen Sie mit:

  • Mind. 5 J. relevante Berufserfahrung (längere Pausen im CV sind kein Hindernis)
  • Spaß an Organisation, Optimierung und Kommunikation
  • Verlässlichkeit, sowie selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Analytisches Denken und textsichere Ausdrucksweise in Deutsch
  • Sehr gute Kenntnisse in MS-Office
  • Erfahrung im Projektmanagement von Vorteil

Das bieten wir:

  • Eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit
  • Flexible Arbeitszeiten (Mind. 10 Std./Wo.) sowie Homeoffice Option
  • Ein professionelles, partnerschaftliches Team mit flachen Hierarchien
  • Überdurchschnittliche Vergütung

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung an info[at]ecom-consulting.de und bereichern Sie unser Team!

DIY DIGI DAY 2019

Das BarCamp zur Digitalisierung!

26.11.2019 | 09:00 – 17:30 Uhr Design Offices Köln-MediaPark | Erftstraße 15-17 | 50672 Köln

In einem aktuellen Event-Format wird der HHG in Zusammenarbeit mit ecom consulting die wichtigen Fragen und Herausforderungen zu konkreten Themenfeldern der Digitalisierung behandeln. 18 Impulsgeber stellen ihre Lösungen und Erfahrungen vor und bringen diese in die offene Diskussion ein. Namhafte Unternehmen, Start-ups und erfahrene Manager stellen dazu in drei parallelen Tracks ihre Erfahrungen und Ideen vor und stehen für den persönlichen Austausch zur Verfügung. Die BarCamp-Idee sieht dabei vor, dass zu Beginn und nach der Mittagspause jeweils Kurzvorstellungen der Impulsgeber erfolgen, sodass sich die Teilnehmer dann entscheiden können, in welche Sessions sie gehen wollen. Das Format und die gebotenen Inhalte richten sich dabei an verschiedene Funktionsträger im Unternehmen, so dass es empfehlenswert ist, dass neben der Geschäftsführung auch verantwortliche Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb, Marketing, Kundenservice, Personalwesen, IT am DIY DIGI DAY 2019 teilnehmen, um so das wichtige „Big Picture“ zu erhalten.

Folgende Themenfelder werden diskutiert:

Track 1: Markplatz & Internationalisierung mit Ralph Hübner von ecom consulting

Marktplätze gewinnen immer mehr an Bedeutung und dadurch steigt auch die Chance für Hersteller, sich und ihre Produkte direkt beim Konsumenten oder B2B-Kunden zu platzieren sowie in neue Länder vorzudringen. Für Hersteller stellt sich dabei die Frage, mit welchen Teams, Prozessen und IT- sowie Logistik-Lösungen sie das effizient und skalierbar bewerkstelligen können. In diesem Track werden Praxisbeispiele aufgezeigt und diskutiert. Die Impulse kommen von Marktplätzen, Technologie- und Dienstleistungsanbietern sowie anderen Herstellern, die ihre positiven und negativen Erfahrungen teilen. Als Ergebnis der ausgewählten Referenten wird das Thema greifbar und es werden konkrete Lösungs- und Umsetzungsansätze aufgezeigt.

Track 2: Kultur & Organisation mit Oliver Lucas von ecom consulting

Die Hauptversammlung hat gezeigt, dass den HHG Mitgliedsunternehmen insbesondere dieses Thema „unter den Nägeln“ brennt. Es gibt hier keinen Königsweg, der für jedes Unternehmen die besten Ergebnisse bringt. Schließlich sind die individuelle Kultur-Ausgangssituation eines jeden Unternehmens sowie dessen Zielstellungen zu unterschiedlich. Aber es gibt erprobte Methoden und Instrumente, um das Thema systematisch und konsequent anzugehen. Hierzu zählen die Aspekte wie Personalgewinnung und -entwicklung, Führung und Lernen, Kulturarbeit und Kommunikation. Spezialisierte Anbieter aus dem Bereich Change und Kultur stellen dabei, teilweise zusammen mit ihren Kunden, ihre Vorgehensmodelle vor. Zudem zeigen Hersteller, Händler und Manager aus ihrem Unternehmensalltag, was sie bereits „gechanged“ haben, warum etwas funktioniert und was nicht funktioniert.

Track 3: Datenmanagement & Systems mit Martin Himmel von ecom consulting

Sowohl für das bisherige Business als auch für alle neuen Kanäle wie E-Commerce, Social Media und Marktplätze bedarf es eines adäquaten bzw. neuen Umgangs mit Daten und teilweise auch neue Systemkonzeptionen. Flexibilität und Offenheit von Systemen und Daten ist für sich ändernde Business Modelle hoch relevant. Technologie-Anbieter verschiedener Domänen stellen vor, welche Lösungen die bisherigen Systemlandschaften erweitern oder unterstützen können. Dabei geht es sowohl um Produktdaten, Auftragsdatenverarbeitung, Webshop und Marktplatzmanagement, aber auch um Kundeninteraktion und wie man dadurch in neue Geschäftsmodelle oder USPs vorstoßen kann.

Melden Sie sich jetzt für das Barcamp an und diskutieren Sie mit!

DAS HERSTELLER-DIENSTLEISTER-DILEMMA

Wenn Markenhersteller in „Direct-to-Customer“ einsteigen, stehen sie vor zwei großen Problemen: Sie verstehen den Endkunden nicht – und ihre Agenturen und Dienstleister verstehen sie oft nicht.

Interview mit Volkmar Etzel

Das Thema Daten spielt für unsere Kunden eine wichtige Rolle. Wer seine Daten nicht pflegt und versteht, erkennt die Bedürfnisse seiner Kunden nicht oder zu spät. Als Daten- und BI-Experte unterstützt Volkmar Etzel seit 2015 viele unserer Projekte und begleitet unsere Kunden dabei Daten zu strukturieren und Kundendaten zu analysieren. Als erfahrener E-Commerce Projektmanager unterstützt er unsere Kunden zudem auch in den Bereichen Fulfilment, Prozessanalyse und Interimsmanagement.

Sein Softwareunternehmen 240miles eSolutions hat eine innovative, cloudbasierten Softwarelösung entwickelt, mit der E-Commerce Daten aus verschiedenen Systemen in einem Smart-Data-Center konsolidiert und in Zusammenhang gebracht werden. Durch den Einsatz verschiedener Business-Logiken erhält der Kunde sinnvolle Datenauswertungen mit nachvollziehbaren Handlungsempfehlungen für einen echten Mehrwert im E-Commerce Geschäft.

In unserem Interview unterhalten wir uns über seinen beruflichen Werdegang, seine Zusammenarbeit mit ecom consulting und auch über ganz private Themen.

ecom consulting: Was haben Sie gelernt/studiert und wohin ging Ihre berufliche Reise dann?

Volkmar Etzel:  Ich habe Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn studiert und bin dann für ein Praktikum zum E-Commerce Fulfillment Dienstleister Dohmen Solutions nach München gegangen. Dort habe ich Oliver Lucas kennengelernt, der damals Geschäftsführer bei Dohmen war.

Aus dem Praktikum ist eine Festanstellung geworden und nach gut 10 Jahren bei Dohmen und dann bei der damaligen Tochtergesellschaft NEKOM in Graz/Österreich habe ich mich 2015 mit einem eigenen Unternehmen, der 240miles eSolutions GmbH, selbstständig gemacht.

Wir haben eine Datenplattform entwickelt, die dem Mittelstand ermöglicht, Prozesse zu digitalisieren und neue, digitale Geschäftsmodelle umzusetzen, ohne in bestehende IT Infrastruktur einzugreifen.

ecom consulting: Können Sie eine spannende Herausforderung Ihrer bisherigen Berufskarriere (und Ihre Aufgabe darin) beschreiben?

Volkmar Etzel: Es gab viele spannende Projekte in meiner Zeit bei Dohmen und Nekom, die ich als Key Account Manager oder Projektleiter begleitet habe. Die spannendste Herausforderung ist sicher die Gründung und der Aufbau meines eigenen Unternehmens.

ecom consulting: Seit wann arbeiten Sie mit dem Team von ecom consulting zusammen und was macht die Zusammenarbeit aus?

Volkmar Etzel: Mit Oliver Lucas und einigen anderen aus dem ecom Team arbeite ich bereits seit Dohmen Zeiten (2005) zusammen. Wir kennen uns sehr gut, vertrauen einander und die Zusammenarbeit klappt problemlos und macht Spaß. Wir sind einfach ein eingespieltes Team.  An ecom consulting schätze ich die lösungsorientierte, projektbezogene Beratung – ganz anders als klassische Beratungshäuser das tun. Durch das ecom-Team mit unterschiedlichen Spezialisten aus verschiedenen Bereichen hat man selbst die Chance bei jedem Projekt immer wieder etwas dazuzulernen. 

ecom consulting: Welche speziellen Themen / Branchen betreuen Sie hauptsächlich?

Volkmar Etzel: Mit meinem Unternehmen betreuen und begleiten wir hauptsächlich Mittelständler bei der digitalen Transformation.

ecom consulting: Was fasziniert Sie an der Branche?

Volkmar Etzel: Besonders faszinierend ist es Mittelständler, die oft seit Jahrzehnten absolute Spezialisten in ihrem Gebiet sind und gewachsene und eingespielte Abläufe haben, in für sie unbekanntes Terrain zu begleiten.

ecom consulting: Wie wird die Digitalisierung unser Leben in 10 Jahren verändern?

Volkmar Etzel: Die Digitalisierung wird in 10 Jahren ein fester Bestandteil unseres alltäglichen Lebens sein – weit mehr als das schon heute der Fall ist. Alles wird ständig mit allem interagieren, Daten sammeln und austauschen.

Eine der größten Herausforderungen wird sein, aus dieser Menge an neuen Möglichkeiten und Informationen die sinnvollen herauszufiltern.

ecom consulting: Jetzt möchten wir noch ein paar persönliche Dinge über Sie erfahren. Welche Adjektive/Eigenschaften beschreiben Sie am besten?

Volkmar Etzel: Neugierig, authentisch, ausdauernd, begeisterungsfähig und ich besitze ein gutes Urteilsvermögen

ecom consulting: Welche Sprüche / Weisheiten sind bei Ihnen zu Leitmotiven geworden?

Volkmar Etzel: „Never be afraid to say what you really feel“

Das setze ich übrigens auch bei Kundenprojekten ein. Ich bin kein JA-Sager sondern sehr direkt und stelle dem Kunden auch mal unangenehme Fragen.

ecom consulting: Für welchen Sport (aktiv/passiv) oder welches Hobby begeistern Sie sich?

Volkmar Etzel: Wenn die Zeit es zulässt, fahre ich eine Runde mit dem Rennrad oder lese ein Buch – dann aber ein gedrucktes und nicht auf einem Reader – das ist quasi mein persönliches digital detox.

Wir bedanken uns für das Interview und freuen uns auf weiterhin viele spannende Projekte mit Volkmar Etzel!

Mehr zum Thema Daten gibt es in unserem Artikel über die 10 Gebot der Datenliebe.

Liebt Eure Daten wie Euch selbst!

Unser Beitrag im Handelsblatt zum Thema „Daten lieben, pflegen, nutzen“ erklärt, warum jeder Unternehmer eine Leidenschaft für seine Daten entwickeln sollte. Kunden suchen heutzutage nicht mehr nach Produkten sondern nach Lösungen. Nur Unternehmen, die ihre Daten pflegen und verstehen, erkennen frühzeitig was ihre Kunden wollen. Wer also langfristig am Markt bestehen bleiben will, sollte seine Daten sammeln, lieben und nutzen.

Die folgenden 10 Gebote der Datenliebe helfen dabei:

  1. Liebe braucht Offenheit. Dafür notwendig sind neue Prozesse, neue Technologien, eventuell auch neue Mitarbeiter. Der Kunde entscheidet auf welchem Kanal er angesprochen werden möchte.
  2. Liebe erfordert Kommunikation. Nur wer seiner Zielgruppe direkt zuhört, versteht was die Kunden wollen. Das Bauchgefühl wird durch eine Kennzahlenanalyse ersetzt.
  3. Liebt erkennt die besonderen Eigenschaften. Wer durch die Brille der Kunden blickt und Produktdaten online entsprechend mit Informationen anreichert, schafft zufriedene Endkunden.
  4. Liebe hat viele Facetten. Kundendaten entstehen an vielen verschiedenen Orten und müssen konsolidiert werden.
  5. Liebe bedeutet Verzicht. Die Versuchung ist groß, aber konzentrieren sie sich auf messbare und für ihr Unternehmen relevante Daten.
  6. Liebe erfordert Freiraum. Nicht alle Daten passen in dasselbe System. Lassen Sie alternative Datenquellen zu.
  7. Liebe ist ein Geben und Nehmen. Bieten sie den Kunden einen Mehrwert dafür dass er ihnen seine Daten anvertraut.
  8. Liebe wächst mit der Zeit. Datenliebe braucht Erfahrung. Probieren sie verschiedene Kanäle, Aktionen usw. aus.
  9. Wahre Liebe ist nicht käuflich. Fangen sie klein an, mit günstigen Tools. Aber sparen sie nicht an der Pflege der Daten.
  10. Liebe macht glücklich. Wer Daten richtig einsetzt erhöht Wiederverkaufsraten und steigert den Profit.

Und – sind Sie schon datenverliebt?

Den kompletten Gastbeitrag im Handelsblatt können sie hier nachlesen.

eLogistics World Conference 2019

Am 16. und 17. Juli 2019 treffen sich in München wieder viele Logistik-Experten auf der eLogistics World Conference. Neben den neuesten Trends und Innovationen geben die 30 Referenten auch Tipps wie man die Herausforderung Fulfillment heutzutage am besten meistert. Die Erwartungshaltung der Kunden die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Lieferungen betreffend steigt immer mehr. Bei vielen Händlern verursachen vermehrte Ein-Artikel-Bestellungen Verzögerungen in der logistischen Abwicklung. Beides ergibt sich aus dem sog. Prime-Effekt. Dies stellt viele Händler vor ungeahnte Herausforderungen. Auf der eLogistics World Conference lernen Händler neue Lösungen kennen, profitieren vom Wissen der zahlreichen Logistik-Experten und haben reichlich Zeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Oliver Lucas von ecom consulting wird als einer der Speaker dabei sein mit folgendem Vortrag um 9:15 Uhr am 17. Juli:

„Fulfillment im Omnichannel Handel – die Make or Buy-Entscheidung plus Tipps zur Auswahl der Dienstleister“

Bei Interesse an einem 50% ermäßigtem Konferenz-Ticket bitte direkt bei uns melden.

Infos und Anmeldung bei der eLogistics World Conference.

Seminar zu Online-Marktplatz-Strategien und -management

Unsere Experten Ralph Hübner und Adrian Jaroszynski präsentieren Ihnen in diesem Seminar des Bundesverbands der Deutschen Sportartikel-Industrie BSI die passenden strategischen Herangehensweisen für einen erfolgreichen Umgang mit den TOP-Online-Marktplätzen, wie Amazon oder Zalando. Zudem geben sie Ihnen das praktische Know-How für eine eigene Umsetzung an die Hand. Ergänzend wird Ihnen Dr. Jochen Schäfer alle rechtlichen Aspekte und Hürden, die für Hersteller auf Online-Marktplätzen relevant sind, verständlich darstellen.

Inhaltes des Seminars

1. Strategische Fragen und Handlungsoptionen

  • Vorstellung Ergebnisse Ecom & SAZ -Marktplatzstudie 2018
  • Andere Länder, andere Marktplätze, andere Chancen!
  • Vorstellung TOP-Marktplätze und passende Marktplatzstrategien
  • Internationalisierung mittels Marktplätze
  • Alleine oder mit dem Händler?

 2. Juristische Aspekte für Hersteller im Marktplatzkontext (Dr. Jochen Schäfer)

  • aktuelle rechtliche Entwicklungen auf deutscher und europäischer Ebene
  • die gewandelte Sicht der Kartellbehörden auf Marktplatzbetreiber, deren Rolle und Haftung
  • Datenschutz und Marktplätze

3. Das kleine „how-to“ im Marktplatzbusiness

  • Organisation und Personal
  • Sortimentsaufbau und Produktdaten
  • Wichtige IT-Systeme & Tools
  • Logistik, Fullfilment und After Sales Service

4. „Inside Online-Marktplätze”

  • Wie funktioniert Amazon / Zalando / Otto?
  • Chancen und Risiken (in D, in EU?)
  • Wie funktioniert Marketing auf Online-Marktplätzen?
  • Eigenregie vs. Outsourcing?

Termin:

6. Juni 2019, 10:30 – 17.00 Uhr

Hotel Herting, Europaplatz 16, 53721 Siegburg

Seminargebühr:

BSI-Mitglieder: 490,- EUR zzgl. MwSt.

Teilnahme-Aktion: Jeder weitere Teilnehmer aus einem Unternehmen: 350,- EUR zzgl. 19 % MwSt.

Nicht-Mitglieder: 690,- EUR zzgl. MwSt.

Zur Anmeldung

Oliver Lucas als Jurymitglied des LogiVisor Awards

Der LogiVisor Award wird dieses Jahr erstmalig an den besten Kontakt-Logistik-Dienstleister Deutschlands verliehen. Der moderne und innovative Award ermittelt den Gewinner unabhängig von Bekanntheit und Größe des Unternehmens auf Basis einer neutralen Einschätzung des LogiVisor Kernteams.

Das Kernteam der Jury besteht aus 6 unabhängigen Logistik-Experten (ausgesuchte Profis), darunter auch Oliver Lucas von ecom consulting. Zur Unterstützung stehen dem Kernteam eine Reihe von weiteren Logistik-Experten je Branche zur Verfügung.

Die Jury ermittelt neutral und unabhängig aus 4 Branchen-Segmenten jeweils die/den Beste/n. Es werden die Branchen „Retail & eCommerce“, „Industry“, „Fashion & Lifestyle“ sowie „Consumer Products“ bewertet.

Die Bewertungen der Jury basieren auf realisierten und in der Praxis nachprüfbaren Lösungen. Mit diesem Award werden gezielt Projekt von Unternehmen bewertet, deren Umsetzungsqualität, Komplexität, Innovativität und Verantwortung im Detail betrachtet, nachgeprüft und bewertet werden.

Bewerber können bis zum 30.04.2019 ihre Unterlagen einreichen. Zur Bewerbung

Verliehen wird der neue LogiVisor Award parallel zur transport logistic Messe in München im Rahmen der Abendveranstaltung am 05.06.2019.

Wie Online-Händler saisonale Peaks abfedern

Lastspitzen im Online-Shop kennt fast jeder Händler. Mit neun Profi-Tipps lassen sich Peak-Zeiten im Saisongeschäft abfedern.

Mit dem Start in die Gartensaison beginnt für Online-Händler von Gartenmöbeln die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Doch auch die meisten anderen Online- Händler kennen saisonale Peak-Phasen, die Technik, Prozesse und die Organisation jedes Jahr aufs Neue auf die Bewährungsprobe stellen.

Martin Himmel, Mitgründer der E-Commerce-Beratung ecom consulting und Experte für die Umsetzung von eCommerce-Strategien, hat neun Tipps zusammengestellt, wie Händler die Peak-Zeiten im Saisongeschäft am besten organisieren.

Automatisieren Sie im Vorfeld, was geht

Produkte, Bestände, Aufträge und Abwicklung – oft herrscht hier in der Zusammenarbeit mit den Lieferanten Handarbeit vor. Sprechen Sie mit Ihren Lieferanten frühzeitig und in ruhigen Phasen und nicht erst kurz vor dem Start des Saisongeschäfts über Automatisierungsmöglichkeiten.

  1. Stellen Sie Ihre Technik auf Lastspitzen ein

Führen Sie frühzeitig Lasttests durch und entscheiden Sie im Bedarfsfall rechtzeitig, ob das bestehende Setup aufgebohrt werden muss oder ein Wechsel in die Cloud eine Alternative wäre.

  1. Integrieren Sie externe Dienstleister rechtzeitig

Wer in Spitzenzeiten auf externe Call-Center zurückgreifen will, muss seine Daten und Systeme darauf vorbereiten. First-Level-Fragen wie „Gibt es zu dem Grill auch einen Deckel“ sollten auch vom Dienstleister beantwortet werden können.

  1. Sichern Sie sich frühzeitig Logistikkapazitäten

Medienberichten zufolge fehlen in Deutschland bis zu 100.000 LKW-Fahrer. Händler sollten daher nicht erst in letzter Minute mit ihren Spediteuren oder Logistikdienstleistern verhandeln, sondern sich gute Konditionen mit langen Laufzeiten rechtzeitig sichern.

  1. Verlagern Sie das Warenrisiko auf Dritte

Über Dropshipment lässt sich die Bestellabwicklung zu Spitzenzeiten enorm entlasten. Allerdings muss hierbei gewährleistet sein, dass der Hersteller beziehungsweise der Lieferant dieselben Qualitätsmaßstäbe an die Kundenbelieferung anlegt wie der Händler selbst. Denn wird zu spät geliefert, rufen die Kunden den Händler an, was zu Peak-Zeiten zu weiteren Belastungen führt. Außerdem gilt die Maxime der Automatisierung (siehe Punkt 1).

  1. Pflegen Sie Ihre Produktdaten

Nutzen Sie die ruhigen Phasen des Jahres, um Ware mithilfe von 3D-Planern, AR-Tools, Videos, Bildmaterial, Vergleichsmaßstäben und Textinformationen so gut zu beschreiben, dass Kunden sich ein gutes Bild davon machen können. Im Zweifel gilt die Regel: Besser nicht bestellt als retourniert.

  1. Nutzen Sie Ihre Kundendaten

Pflegen Sie Ihre Bestandskunden-Datenbank und nutzen Sie alle Hebel, die zur Entzerrung beitragen. Mithilfe von Gutscheinen und Incentivierungen kann es beispielsweise gelingen, Käufe in ruhigere Perioden zu verlagern.

  1. Reduzieren Sie Retouren

Die Bearbeitung von Retouren kostet in Peak-Zeiten zusätzlich wertvolle Kapazitäten. Werden Sie im Fall der Fälle den Kunden gegenüber in der Hochsaison kulanter als sonst. Häufig fährt man günstiger, wenn man dem Kunden Rabatte einräumt, damit er die Ware behält.

  1. Stellen Sie Ihre Organisation rechtzeitig auf die Hochsaison ein

Kommunizieren Sie von Anfang an, dass in der Ausnahmezeit für alle Kräfte eine Urlaubssperre gilt. Das funktioniert allerdings nur mit einer entsprechenden Unternehmenskultur, in der die Beschäftigten am selben Strang ziehen. Machen Sie sich gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern Gedanken, wie in Lastspitzen aufgebaute Überstunden abgegolten werden können.

Kostenfallen im eCommerce

In der aktuellen Serie „Kostenfallen im eCommerce“ der Internet World Business berichtet Martin Himmel über die Rendite im Onlinehandel, interne Kostenfallen und reele Kostenkalkulationen.

Kostenfallen durch effizientere Prozesse und strategisches Marketing beheben

Die meisten Onlineshops geben viel Geld für die Neukundengewinnung aus, vernachlässigen jedoch die Kundenbindung. Dabei weiß man inzwischen, dass eine einzige Online-Bestellung nicht unbedingt rentabel ist. Erst der wiederkehrende Kunde bringt den Gewinn. Mit der richtigen Kundensegmentierung kann man zielgruppengesteuerte Marketing-Maßnahmen einsetzen und erzielt damit mehr Erfolge für weniger Kosten. Auch beim Suchmaschinenmarketing kann man sich viel Zeit und Geld sparen, wenn man vorher klare Ziele für die Kampagnen definiert.

Hat man den Kunden letztlich in den Online-Shop geleitet ist das wichtigste Ziel diesen Kunden zu einem Käufer zu konvertieren. Über 60% kaufen im Jahr 2018 über das Smartphone ein, daher muss ein digitales Konzept unbedingt auch mobile tauglich sein. Eine weitere Chance, den Warenkorb gut zu füllen sind Up- und Cross-Selling Angebote. Viele Kunden nutzen die Chance passende Zusatzartikel gleich mit zu erwerben.

Der eigentlich Renditefresser für Online-Shops sind die Retouren. Auch wenn sie sich nicht ganz vermeiden lassen, mit guten Produktinformationen, Bildern, Videos und Bewertungen lassen sich viele Retouren im Vorfeld vermeiden. Auch im Fulfilment und Logistik Bereich gibt es viele Kostenfresser. Schlecht abgestimmte Daten mit Lieferanten erhöhten den Aufwand im Wareneingang unnötig. Falsche gepackte Sendungen verursachen unnötige Prozesskosten. Geht das Paket dann auf den Weg zum Kunden kann gerade im internationalem Versand kann viel Geld gespart werden, wenn mit verschiedenen Dienstleistern zusammengearbeitet wird.

Generell sollten Online-Händler darauf achten möglichst viele Prozessschritte von der Bestellung bis zur Auslieferung zu automatisieren. Jeder Online-Händler der sich seine Prozesse im Detail anschaut, wird schnell feststellen wo die Kostentreiber zu finden sind. Sind diese erst mal ausgemerzt, steigt die Marge und die Kosten sinken.

Unsere 7 Tipps für höhere Profitabilität im Online-Shop:

  1. Bestandskundenmarketing forcieren und kanalübergreifend denken
  2. Warenbestände und Logistik optimieren
  3. Produktdaten optimal aufbereiten
  4. Preisvergleiche der Carrier vor allem international
  5. Automatisieren Sie Ihre Prozesse soweit möglich
  6. Setzen Sie klare Ziele im Online-Marketing
  7. Behalten Sie einen langem Atem bei allen Entwicklungen

Die Serie finden Sie in der Print-Ausgabe vom 08. Oktober 2018 der Internet World Business.

ebay Seller Konferenz 2019

Am 22. Januar 2019 startet die eBay Seller Konferenz in Köln. An diesem Tag warten auf die 1.500 Besucher 30 Speaker aus verschiedenen Branchen, darunter ein Stargast aus der Sendung „Die Höhle der Löwen“, 12 interaktive Workshops, über 40 Aussteller und viele interessante Kontakte aus der digitalen Welt.

Dieses Jahr ist Martin Himmel als Speaker dabei und berichtet in seinem Vortrag über ERP Systeme. Wie findet man das richtige System für sein Unternehmen und wie führt man es richtig ein? Welche Fragen sollten sich Unternehmen bei der Auswahl des richtigen Systems stellen? Lieber eine All-in-one Lösung oder doch eine Individualllösung? Welche Schnittstellen werden benötigt und gibt es Empfehlungen von anderen Händlern? Auf was muss ich achten bei Verträgen mit den Anbietern? Soll ich mir von eine Agentur helfen lassen oder es alleine versuchen? Diese und viele andere Fragen zum Thema ERP System beantwortet Martin Himmel auf der eBay seller Konferenz.

Wer die Konferenz verpasst hat, kann sich hier das Video ansehen.

 

Webinar-Reihe mit der IHK München

Pünktlich zum neuen Jahr starten wir eine Webinar Reihe mit der IHK für alle E-Commerce Interessierten zu den Themen Strategien für den Einzelhandel, Shopsysteme und Bestandskundenmarketing.

E-Commerce Strategie für den Einzelhandel

Los geht es mit dem Webinar „E-Commerce Strategie für den Einzelhandel“ am 10. Januar 2019 um 10:30 Uhr. Bei der eigenen E-Commerce Strategie spielen Marktplätze inzwischen eine wichtige Rolle bei vielen E-Commerce Einsteigern und Profis. Doch passen Marktplätze eigentlich zur eigenen E-Commerce Strategie und wie bindet man Marktplätze sinnvoll ein? Eine Vertriebsstrategie die Online und Offline Kanäle gleichermaßen einbindet kann nur funktionieren, wenn man das richtige Geschäftsmodell gefunden und umgesetzt hat. Dabei spielen die eigene Zielgruppe, Branchentrends und interne Prozesse und Systeme eine wichtige Rolle. Martin Himmel gibt Einblicke in die wichtigsten Fragestellungen und Werkzeuge beim Finden der passenden E-Commerce Strategie und zeigt ihnen wie sie diese pragmatisch umsetzen können.

Das Webinar ist kostenfrei. Zur Anmeldung

 

Shop-Software – Ohne System kein Shop

Als nächstes folgt ein Webinar zum Thema „Shop-Software – Ohne System kein Shop“ am Mittwoch, 16. Januar 2019 um 10:30 Uhr. Der Markt für Shopsoftware ist umfangreich und unübersichtlich. Große und kleine Unternehmen bieten die verschiedensten Lösungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Wie findet man das passende Shopsystem und welche Anforderungen ergeben sich aus dem eigenen Business Modell? Nur wer seine eigenen Anforderungen klar definiert und konkrete Features daraus abgeleitet hat, kann sich aus dem Dschungel der Shopanbieter die passenden heraussuchen. Auch dann gilt es viele Details zu beachten und Stolperfallen zu vermeiden. Martin Himmel gibt ihnen einen klaren Fahrplan zum Finden des passenden Shopsystems und einen Überblick über die wichtigsten Webshop-Anbieter und deren Features. Ziel dieses Webinars ist es, ihnen die Suche nach dem passenden Shopanbieter zu vereinfachen und sie für wichtige Fragestellungen zu sensibilisieren.

Das Webinar ist kostenfrei. Zur Anmeldung

 

Was kann ich als Online-Händler aus meinen Kundendaten ablesen?

Als drittes Webinar am Dienstag, 22. Januar 2019 um 10:30 Uhr gibt Martin Himmel Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten des Bestandskundenmarketing. Neukundenakquise ist gerade in gesättigten Märkten immer schwieriger. Bestandskunden langfristig zu binden ist nicht nur einfacher, sondern auch deutlich günstiger. Wie man verlorene Kunden reaktivieren und abwanderungswillige Kunden halten kann verrät Martin Himmel in diesem Webinar. Durch die langfristige Bindung von Bestandskunden können mittel- und langfristig Umsatz und Profitabilität des Unternehmens erhöht werden. An Hand von konkreten Beispielen zeigt Martin Himmel Nutzen und Mehrwerte des Bestandskundenmarketing auf. Erhöhen sie ihre Kundenbindung und machen sie ihr Business langfristig profitabler.

Das Webinar ist kostenfrei. Zur Anmeldung.

 

Wie werden Marktplätze von Händlern und Herstellern genutzt?

Gemeinsam mit der SAZsport haben wir analysiert auf welchen digitalen Kanälen Händler und Hersteller aktuell ihre Produkte verkaufen. Erste Ergebnisse der Studie veröffentlichte die SAZsport bereits in der Ausgabe 20 vom 22.10.2018. Sie können den Artikel hier herunterladen.

Längst ist es nicht mehr ausreichend seine Produkte bei einem Marktplatz zum Verkauf anzubieten. Die Vielzahl an Marktplätzen und deren ganz eigenen Mechanismen zur Erfolgsmessung machen es schwierig für Hersteller und Händler eine passende digitale Strategie aufzustellen.

In unserer Umfrage lagen die Hersteller weit vor den Händlern. Über 40% der Händler haben derzeit noch keine Online-Präsenz und planen dies auch für 2019 nicht. Bei den Herstellern sind dies lediglich 14 Prozent.

Während Hersteller vorwiegend auf einen eigenen Online-Shop setzen versuchen viele Händler ihr Glück eher auf Marktplätzen. Von den Herstellern sind vor allem diejenigen mit einem Umsatz < 50 Mio. Euro vermehrt auf Marktplätzen aktiv. Dadurch treten sie erstmals in direkten Kontakt mit dem Endkunden und haben die Möglichkeit eine Kundenbeziehung aufzubauen. Die wenigsten nutzen derzeit die Möglichkeit die Waren über Marktplätze auch auf internationalen Märkten zu verkaufen. Derzeit sind es ca. 50% der Hersteller und 33% der Händler. Die beliebtesten Länder sind dabei Österreich und England.

Viele Händler geben zu, sich mit dem Marktplatz-Business im Detail bisher wenig beschäftigt zu haben. Sie verkaufen Ihre Produkte über diverse Marktplätze ohne eine richtige Strategie im Hintergrund zu haben. Wenige haben einen konkreten Mitarbeiter, der für die Thematik zuständig ist und den Vertriebskanal steuert. Artikeldaten und Preise werden häufig per Excel geführt und nicht über ein eigenes System. Gerade bei Artikeldaten und Preise ist es wichtig die Daten zentral zu verwalten und damit die einzelnen Vertriebskanäle zu bespielen um Kanalkonflikte zu vermeiden. Auswertungs-Tools zur Analyse der Marktkennzahlen werden sowohl von Herstellern als auch von Händlern wenig genutzt. Gerade diese Kennzahlen sind für eine richtige Steuerung des Marktplatzbusiness aber sinnvoll und wichtig.

Hersteller und Händler haben unterschiedliche Präferenzen bei Marktplätzen

Als Liebling der Händler und Hersteller zeichnete sich der Marktplatz Amazon ab, der von 57% der befragten Hersteller und 50% der Händler genutzt wird. Auf Platz 2 steht bei den Herstellern der Marktplatz Zalando, dicht gefolgt von Karstadt. Bei den Händlern wird Ebay genauso viel genutzt wie Amazon, Platz 3 belegt der Marktplatz Rakuten.

Obwohl Amazon bei den Hersteller am häufigsten genutzt wird, ist die Mehrzahl mit der Umsatzentwicklung und auch mit der Zusammenarbeit mit Zalando am zufriedensten. Bei Amazon berichtet fast jeder zweite Händler von Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit.

Beim Sporthandelskongress der SAZsport am 14.11.2018 in München diskutierte Oliver Lucas mit Vertretern von Ebay, Zalando, Alibaba und Otto über das Thema Marktplätze. Eine Zusammenfassung des Sporthandelskongresses finden Sie hier.

Warum Einzelbestellungen jede E-Commerce-Logistik in die Knie zwingen

Fünf Maßnahmen, wie Online-Händler ihr Fulfillment optimieren müssen, um profitabel zu bleiben

Unser Artikel ist auch erschienen in der iBusiness und der Internet World Business.

Wenngleich die Vorweihnachtszeit den Umsatz beflügelt, bremst der durch Einzelsendungen generierte Mehraufwand das generelle Wachstum aus. Sinkende Warenkörbe im Online-Handel sorgen daher für neue Herausforderungen im Fulfillment. Welche Weichen Online- Händler jetzt stellen müssen, um mit dem veränderten Kundenverhalten Schritt halten zu können, skizziert Oliver Lucas, Experte für Prozess-Optimierung und Fulfillment bei der Digitalisierungsberatung ecom consulting.

Ausgerechnet der „Schrei-vor-Glück“-Versender Zalando gab vor kurzem bei der Veröffentlichung seiner aktuellen Quartalszahlen zu, mit Problemen entlang der Lieferkette zu kämpfen. Schuld seien die sinkenden Warenkörbe, die retourenbereinigt aktuell bei durchschnittlich 57,50 Euro liegen. Im dritten Quartal 2014 kauften die Kunden im Schnitt noch für 64,40 Euro pro Bestellung ein. Aber wie kann ein derart datengetriebenes Unternehmen eigentlich logistisch in so eine Situation gelangen? Wer ehrlich zu sich selbst ist, sieht, dass die Online-Händler die Misere der sinkenden Warenkörbe seit Jahren selbst befeuert haben. Jede Marketing- Abteilung ist darauf fokussiert, sich mit dem Kunden in Echtzeit zu bewegen und ihn im Moment des Bedarfes direkt zum Kaufabschluss zu überführen. Alternativ werden über Schnäppchenangebote oder limitierte Aktionen ständig Impulse geschaffen, die zu einzelnen Käufen führen.

Der Prime-Effekt fördert Einzelbestellungen

Zusätzlich befeuert der von Amazon gewohnte Prime-Effekt Kunden dazu, Einzelbestellungen zu tätigen, ohne über Sinn und Wirtschaftlichkeit ihres Handelns nachzudenken. Statt wie früher bewusst eine Auswahlbestellung von sieben bis acht Artikeln in verschiedenen Größen in den Warenkorb zu packen und dann auf sein Paket zu warten, sieht man heute ein Produkt, will es haben und klickt auf „Jetzt kaufen“. Der Versand ist schließlich kostenlos und funktioniert in der Regel reibungslos. Doch aus logistischer Sicht sind Versandkosten-Flatrates eine falsche Maßnahme, weil sie die Hemmschwelle senken, um einen Online-Kauf zu tätigen. Das IFH kam im Frühjahr dieses Jahres in seiner Studie „Amazonisierung des Konsums“ zu dem Schluss, dass durch Amazon Prime die Zahl der durchschnittlichen Amazon Bestellungen pro Jahr von 27 im Jahr 2013 auf 61 im Jahr 2017 gestiegen ist. Allerdings landeten 2004 noch 1,8 Artikel im Warenkorb, inzwischen nur noch 1,3. Der One-Click-Buy bei Amazon wird immer mehr zum Alltag. Schlussendlich führt auch die zunehmende Smartphone-Nutzung für den Online-Einkauf dazu, dass sich Kunden zwar schneller zu Impulskäufen verführen lassen als am Desktop, aber dafür auch niedrigere Kassenbons produzieren.

In der Logistik wird der Aufwand durch Transaktionen verursacht

Zu welchem Dilemma das führt, zeigt eine einfache Rechnung: Nehmen wir an, ein Unternehmen verschickt pro Monat eine Million Sendungen mit drei Artikeln pro Versand. Damit dreht das Unternehmen mit einer Million Transaktionen drei Millionen Stück. Bei einer Retourenquote von 50 Prozent kommen 500.000 Pakete mit 1,5 Millionen Artikeln wieder zurück.

Jetzt verändert sich der Markt dahingehend, dass der Händler nicht mehr eine Million Sendungen mit drei Artikeln pro Paket verschickt, sondern 1,5 Millionen Pakete mit zwei Artikeln. Der Umsatz bleibt in diesem Beispiel gleich, doch die Zahl der Aufträge steigt um 50 Prozent. Weil in der Logistik der Aufwand durch Transaktionen verursacht wird, bedeutet das mehr Bedarf an Packplätzen, höhere Arbeitskosten, 50 Prozent mehr Verpackung, 50 Prozent mehr Frachtkosten und auch 50 Prozent mehr Systemlast für die IT. Zudem führt es auch prozessseitig zu Problemen. Denn wenn die Logistik nicht in die Planung und die datengetriebene Auswertung proaktiv mitberücksichtigt wird, dann wissen zwar Marketing, Sales und Controlling, wie sich das Bestellaufkommen verändern wird, in der Logistik allerdings kommt das alles zeitversetzt an. Die meisten Läger allerdings sind schon heute relativ gut optimiert und ausgelastet und Logistikkapazitäten in Deutschland ein knappes Gut. Wenn sich nun das Geschäft ändert und ein Händler mit dem gleichen Warendurchsatz 50 Prozent mehr Packplätze und mehr Bewegungsfläche braucht, führt das zu neuen Engpässen in Fläche und Personal.

Amazon reagiert mit dem „Amazon-Day“

Nicht nur bei Zalando scheint ein Umdenken im Wege zu sein, auch Amazon scheint erkannt zu haben, dass es aus Logistikperspektive mehr Sinn macht, dass man nicht 20 Amazon-Pakete pro Tag bekommt, sondern ein Paket mit 20 Aufträgen. Im Vorweihnachtsgeschäft können ausgewählte US-Kunden dieses Jahr erstmals einen so genannten „Amazon Day“ bestimmen, an dem all ihre Amazon-Bestellungen gebündelt geliefert werden. Amazon verkauft dies geschickt als „Service für den Kunden“. Hinter den Kulissen dürfte auch viel Eigennutz eine Rolle spielen. Welche Weichen müssen Online-Händler stellen, um mit dem sich ändernden Kundenverhalten Schritt zu halten?

1. Logistikprozesse flexibler gestalten

Händler sollten beispielsweise verschiedene Kommissionierarten wie ein oder zweistufige Kommissionierung systemseitig und organisatorisch vorbereiten oder nach Einpositions- und Multiorder-Aufträgen trennen. Zudem sollten „atmende“ logistische Kapazitäten geschaffen werden – mit flexibel aufbaubaren und verschiebbaren Pack- und Retourenplätzen. Auch in die Mitarbeiter muss mehr Flexibilität gebracht werden, mit Personaltools oder Zeitarbeitskonten mit Plus- und Minusbudgets. Es ist keine Überraschung, dass Mitarbeiterkapazitäten im Lager nur begrenzt auf Knopfdruck skalierbar sind.

2. Fulfillment nicht durchgängig automatisieren

Wer diese Flexibilität sicherstellen will, darf sein Fulfillment keinesfalls zu 100 Prozent automatisieren. Was dann passiert, zeigte das Beispiel von HSE24 bereits vor über 10 Jahren. Der Teleshopping-Sender baute zusammen mit DHL ein automatisiertes Lager zur Auftragskommissionierung auf und heimste damit in der Planungsphase diverse Logistikpreise ein. Allerdings wurde während der Bauzeit das Geschäftsmodell geändert – weg von Sammelbestellungen hin zu Einzelbestellungen. Es dauerte dann Monate und kostete Millionen, die Prozesse umzustellen, bis das Lager wieder Sendungen in gewünschter Qualität und Quantität taggleich abarbeiten konnte.

3. Mit Stresstests Engpässe identifizieren

Ein weiterer wichtiger Punkt sind sogenannte „Stresstests“. Indem Händler bewusst mehr Transaktionen in kurzer Zeit durch die eigene Logistikorganisation schleusen, können sie ihre Engpässe rechtzeitig aufspüren und Gegenmaßnahmen vornehmen

4. Messen, auswerten und optimieren

Die Logistik muss zahlenbasiert agieren. Ein effizientes Management setzt die Erfassung von sämtlichen relevanten Kennzahlen voraus. Diese müssen kontinuierlich im Auge behalten, ausgewertet und optimiert werden.

5. Kommunikation ist die Basis des Erfolgs

Logistik, IT, Marketing und Sales müssen ein „Team of Operations“ bilden, das miteinander redet und datenbasiert arbeitet. Hierbei ist der Blick nach vorne mit einem kurz-, mittel- und langfristigen Forecast genauso entscheidend wie der Blick in den Rückspiegel. Nur so kann verhindert werden, dass die Logistik am Ende unerwartet ausbaden muss, was andere Abteilungen sich überlegt haben. Über die Logistik redet dann keiner mehr, weil sie einfach im Verborgenen funktioniert wie eine gut geölte Maschine.

Wer unter dem Strich rentabel arbeiten will, kommt aber nicht darum herum, die Warenkorbgrößen zu steigern. Wie lange sich bedingungsloser Gratisversand und Ein-Produkt-Bestellungen noch auf dem Markt behaupten können, bleibt abzuwarten.

 

Eindrücke vom WebSummit 2018

Oliver Lucas war auf dem WebSummit 2018 in Lissabon dabei und hat seine Eindrücke von der größten Tech Konferenz der Welt für uns zusammengefasst:

Quelle: Google

Mit ein paar Tagen Abstand fällt es mir noch immer schwer, den #WebSummit 2018 in Worte zu fassen.
Eine Konferenz, die an drei Tagen für (angeblich) 70.000 Teilnehmer mit einer Frauenquote von 44% durchgängig bis zu 15 parallel Sessions anbietet, lässt sich einfach nicht zusammenfassen! Jeder Teilnehmer nimmt andere eigene Eindrücke mit. Und das will der Web Summit auch: Impulse für eine Vielzahl an Themen setzen, spannende Speaker und Panels organisieren, Raum für Networking und Geselligkeit bieten. Hier sind sowohl junge Startups, Corporates, Investoren und erfolgreiche Gründer auf sehr internationalem Level vertreten. Die Stadt Lissabon ist abseits der Messe für Sunset und Night Summit hervorragend geeignet – noch immer trotz der Vielzahl an Menschen.

Was nahm ich persönlich als Eindruck und Learning mit?

Atmosphäre & Philosophie –better Tech for a better world

Die Welt dreht sich schnell – die IT & Tech Welt dreht sich noch schneller. Viele futuristische Themen und Trends sind isoliert betrachtet bereits wahnsinnig weit. Es bedarf nicht viel Phantasie um sich AI, humanoide Roboter analog Sophia und Bewegungsgenies von Boston dynamics in einer Lösung vorzustellen. Dadurch werden viele alte Science-Fiction Ideen bereits deutlich übertroffen. Diese Intelligenz und Genialität der Maschinen wird auch in Health Themen, Katastrophenumgebungen, connected und autonomous driving sensationelle Dienste leisten können. Dadurch, dass nahezu jeder irgendwie connected ist, können auch große Teile der Welt partizipieren. AI und machine learning wird in großem Maße verändern, was Maschinen leisten können. Auch die Menschen werden sich anpassen müssen, wie und was man lernt. Hier stecken sinnvolle Konzepte noch in den Anfängen.
Leider kann man sich auch viele negative Use Cases ausmalen – aber zumindest auf dem Web Summit herrscht eine dermaßen positive Aufbruchstimmung mit einer positiven Grundtonalität „let‘s do this for something good. Let‘s create better tech for better solutions and a better planet.“ Na klar klingt das idealistisch, aber in der Masse der Beteuerungen klingt das vielversprechend und glaubhaft.

Artificial Intelligence & Robotics auf dem WebSummit

Oft wird AI als Zukunftsthema und Science-Fiction verschrien – aber eigentlich ist AI bereits in so vielen Lösungen live. AI lässt sich sinnvoll in einzelne Prozesse (chatbots, roboter) und Devices (Bilderkennung in Smart Phones) integrieren. Für die Herstellung von Werbeclips wird oft eine Vielzahl von Filmmaterial erstellt. Die Sichtung und Bearbeitung dessen dauert für einen guten Cutter 10 Stunden – eine AI Lösung bringt innerhalb von 1 Stunde ein nahezu vergleichbares Ergebnis. Fallen dadurch Jobs weg? Es kommt immer drauf an! Denn die präsentierenden Agenturen investieren die gewonnen Zeit dafür in bessere Sounds und bessere Platzierungen.

Geflashed haben mich erneut die Roboter (the real Sophia) von Hanson robotics. Es ist möglich Gefühle zu identifizieren und somit individuell auf den Gesprächspartner einzugehen. Die Visualisierung verdient die Bezeichnung humanoid. Es ist leicht vorstellbar, dass es hierfür eine Vielzahl an Anwendungsfällen mit einem super Nutzen gibt. Unsere Kinder wachsen in eine spannende Welt, die sich wahnsinnig dynamisch verändert und weiterentwickelt. Auf der offenen Plattform SingularityNet soll die weitere Software und Produkt-Entwicklung schneller und transparent vorangetrieben werden können.

Nicht weniger beeindruckt hat mich die Weltpremiere von Furhat Technologies mit ihrer humanoiden Roboter-Alexa-Version. Ein extrem multifunktionaler sprechender, sehender Kopf der auf eine weiße Gesichtsmaske von innen verschiedene Gesichtern und Persönlichkeiten projiziert. Dadurch sieht der Roboter tatsächlich menschlich aus. Kombiniert mit derzeit 40 Sprachen ist Furhat der optimale Sprachassistent mit dem jeder leicht und gerne interagieren kann. Über AI kann Furhat auch Gefühle deuten und darauf reagieren – die Art der Bewegung des Kopfes ähnelt menschlichem Verhalten und reduziert Berührungsängste.

Startups & Venture Capital auf dem WebSummit

Jeder Gründer sollte sich gut überlegen, ob und warum er ein Entrepreneur sein will (do some soul research, why you wanna be an entrepreneur). Natürlich ist es entscheidend „to burn for your idea“. Aus Investorenperspektive (Kleiner Perkins, DST Global, Defy.vc) wird noch immer nach „authentic entrepreneurs“ gesucht.
Erfolgreiche Startups machen kein Buzzword Bingo mit den Trendthemen, sondern beschäftigen sich mit echten Problemen von Kunden und bieten relevante neue Lösungen an. Und zwar nicht für die Symptome, sondern die zugrundeliegenden Ursachen der Probleme („Get onto the root need“). Dadurch wird ein guter Startup Entrepreneur automatisch zu einem „change agent“. (Tim Draper, Draper Associates, the year-one survival guide)
Auch für E-Commerce gibt es aus VC Sicht noch großes Potential, da auf globalem Level erst 10% des Handels online erfolgen (DST Global) –besonders mit neuen Themen in aufstrebenden Märkten. Generell spannende Themen sind: Logistik, Media, enterprise security, platform etc.
Beim Pitch gilt mehr als jemals zuvor: Show the product! Describe the problem! Show leadership skills! Visualize!

Individualised data-driven-marketing

Heineken stellte einen „beginners guide“ vor, wie das Unternehmen selber lernt, Big Data zu generieren und zu nutzen. Die Potentiale werden erst durch nachhaltiges Auseinandersetzen mit dem Thema sichtbar. Heineken sieht bereits nach wenigen Monaten Kostenpotentiale von 30% im Marketing durch effizienteres Arbeiten. Schön, dass auch Heineken die Notwendigkeit der bereichsübergreifenden Arbeit auf Top Level sieht und nun umsetzt. Wenn Sales, Marketing, Controlling, IT und Trade Marketing nicht zusammenarbeiten können die wahren Schätze nicht gehoben werden.

Cars in 20 years

Eine Podiumsdiskussion drehte sich um die langfristige Zukunft des Autos. Abgesehen davon, dass keine Hersteller involviert waren, ging es in dem Talk ausschließlich um Access, Customer Experience, Mobility Platforms und ein bisschen um benötigte Infrastruktur. Hier wird unterschieden in big urban Mega Areas und eher wenig besiedelte Regionen. In letzteren wird die traditionelle Industrie noch länger ihre Daseinsberechtigung haben – für die Mega-Areas sind jedoch neue Ansätze gefragt.

Creatiff, Marketing Trends, blockchain, Payment, Crypto, Health, Music, Sports etc.
Wie eingangs gesagt – das Programm erschlägt einen und es ist nicht möglich, alle Themen und Trends mitzunehmen. Es gibt daher Teilnehmer, deren Eindrücke ausschließlich andere Themen behandeln. Das ist einerseits krass – und andererseits gut so.

Ich persönlich werde beim ersten 2for1 early bird für den WebSummit 2019 wohl wieder zuschlagen und mir Tickets kaufen! Sehen wir uns?

Vortrag Viamedici Innovationsday 2018

Wer unseren Vortrag auf dem Viamedici Innovationsday 2018 zum Thema „Die Rendite liegt im Backend“ verpasst hat, kann sich den kompletten Vortrag hier ansehen.

Martin Himmel beschreibt darin die größten eCommerce Kostentreiber wie z.B. Retouren oder Logistikkosten und gibt Tipps, wie man dieses Kostentreiber eliminieren kann. Vor allem durch professionelle Systeme und optimierte Prozessabläufe kann das eCommerce Geschäft schnell wieder rentabel werden.

Schauen Sie sich Martin Himmels Tipps selbst an:

Lebensmittel-Online-Shops: Im Lager entscheidet sich der Erfolg

Rewe arbeitet Online nicht rentabel, entrüstete sich jüngst die deutsche Wirtschaftspresse. Doch ob ein Online-Supermarkt profitabel operieren kann oder nicht, entscheidet sich meistens im Lager. Oliver Lucas erklärt, worauf es bei der Optimierung von Lebensmittel-Lagerhaltung, Fulfillment und Versand ankommt.

Der Online-Handel mit Lebensmitteln stellt die Lebensmittellogistik vor völlig neue Herausforderungen. Der eigentlich erfolgsentscheidende Part ist die Intralogistik. Mit Picking-Kosten pro Artikel von 70 Cent und mehr – von denen Branchenexperten hinter vorgehaltener Hand berichten – werden sich nur schwer Gewinne erwirtschaften lassen. Nur wer seine Prozesse auf höchstmögliche Effizienz trimmt, kann mit dem Online-Versand von Lebensmitteln auf absehbare Zeit schwarze Zahlen schreiben.

Der beste Beweis für diese These ist Ocado. Der britische Internet-Supermarkt ist wohl derzeit der einzige, der wirklich Geld verdient. Mithilfe optimaler Software und Technik wie beispielsweise Robotern, die die Ware zum Picker bringen, lassen sich Bestellungen in weniger als fünf Minuten zusammenstellen und die Kosten pro Order drastisch senken. Allerdings mussten auch die Briten eine 14-jährige Durststrecke überwinden und immer wieder Kapital zuschießen, um den Traum vom Lebensmittellieferdienst nicht frühzeitig platzen zu lassen.

Filial-Picking oder Speziallager – diese Frage stellt sich kaum noch

 Den meisten deutschen Handelsunternehmen dürfte dieser lange Atem fehlen. Umso wichtiger ist es, die eigene Intralogistik gleich von Beginn an so effizient wie möglich abzuwickeln. Hierbei stellt sich als erstes die Frage, wie der Online-Versand der Lebensmittel überhaupt organisiert werden soll. Soll die Ware aus einzelnen Filialen in Kundennähe gepickt und auf den Weg geschickt werden? Oder soll die Belieferung aus einem zentralen Lager heraus erfolgen?

Die meisten Online-Supermärkte entscheiden sich inzwischen für eine speziallagerbasierte Kommissionierung. Dies bedeutet zwar mehr Aufwand bei der Verpackung und höhere Kosten für den Versand. Allerdings kann in einem speziell ausgerichteten Lager ein sehr viel größerer Bestand effizienter gelagert und kommissioniert und ab einer bestimmten kritischen Masse die Logistikkosten gegenüber dem filialbasierten Ansatz drastisch gesenkt werden – vorausgesetzt, alle Prozesse sind effizient aufgesetzt.

Cross-Docking beschleunigt den Wareneingang

Die Optimierung des Lagers fängt schon beim Wareneingang an. Für ultrafrische Lebensmittel wie beispielsweise Salate von regionalen Lieferanten, die am Tag der Anlieferung das Lager auch wieder verlassen, lohnt sich die physische Einlagerung in speziellen Lagerplätzen (offen, gekühlt, hohe Luftfeuchtigkeit, Durchlaufregal etc.) in der Regel nicht. Effizienter ist es, diese Waren in einem eigenen Kommissionierbereich zwischenzulagern und bei der Bestellabwicklung über Cross-Docking mit anderen Produkten aus dem Lager direkt zu verheiraten.

Warum B2B- und B2C-Logistik nicht in einen Topf gehören

Ein weiterer Stolperstein in Sachen Intralogistik ist die Unterscheidung zwischen B2B- und B2C-Lager. Während in der B2B-Lebensmittellogistik Artikel in der Regel als Lagereinheit, Umkarton oder Palette verkauft werden, funktioniert die B2C-Logistik eher kleinteilig und in Einzelstücken. Wer beide Zielgruppen aus einem Lager bedient, macht sich das Leben unnötig schwer.

Getrennte B2B- und B2C-Lager oder zumindest getrennte Bestände umgehen dieses Problem – und profitieren auch beim Fulfillment: Denn während in der B2B-Logistik in der Regel Gabelstapler ganze Paletten durch die Gegend manövrieren, die am besten ebenerdig auf Blockflächen untergebracht sind, sind in der B2C-Logistik Picker zu Fuß mit Kommissionierwagen unterwegs. Sie können sich auch in einem abgeschlossenen Bereich auf Mezzaninebene bewegen und aus Fachböden mit kleinteiligem Inventar picken.

Optimales Kühllager: Jedem das Seine

Eine weitere wichtige Überlegung in Sachen Online-Lebensmittel-Logistik betrifft die Lagerart bei Kühlware. In der Regel ist es nicht wirtschaftlich, ein komplettes Lager auf vier bis acht Grad herunter zu kühlen. Stattdessen sollten Chilled Food (Lagerung und Transport bei 4 bis 8 Grad) und Tiefkühlware (Lagerung und Transport bei -18 Grad) im Logistikzentrum separat gelagert werden. In der Praxis zeigt sich, dass unterschiedliche Versender hinsichtlich Kühlung ganz unterschiedliche Lösungen für sich finden. Für kleinere Online-Lebensmittelshops können schon ausrangierte Kühltheken ausreichen, andere Anbieter arbeiten mit Kühlschränken, die von hinten und vorne zugänglich sind, für wieder andere Unternehmen erweisen sich Kühlzellen als praktikabelste Lösung. Eine wirkliche Best-Practice-Empfehlung gibt es hierzu jedoch nicht. Vor jeder Anschaffung empfiehlt es sich allerdings, eine Hochlaufplanung zur Volumenentwicklung durchzuführen. Auch die Frage, ob man eher in der Sortimentsbreite oder bei den Stückzahlen wachsen will, sollte für die Strategie und Auswahl des besten Kühl-Konzeptes berücksichtigt werden.

Letzte Meile: Auf die Extra-Services kommt es an

Auch beim Versand gekühlter Lebensmittel muss sichergestellt werden, dass die vorgeschriebenen Temperaturzonen bis zur Haustür des Empfängers eingehalten werden. Gerade für den Temperaturbereich von vier bis 18 Grad gibt es standardisierte und auch bezahlbare Lösungen. Kartonagen mit Passivkältespeicherfunktion und Kühlpacks halten Sendungen bei Bedarf bis zu 72 Stunden im vorgeschriebenen Bereich. Auch tiefgekühlte Ware findet ihren Weg zum Kunden: Statt mit Kühlpacks arbeiten die Versender dann mit Trockeneis, das bei wenig Volumen eine sehr lange Kühldauer verspricht.

Ist die Bestellung endgültig kommissioniert, muss ein passender Logistiker beauftragt werden. Tatsächlich stehen inzwischen für fast jede Produktgruppe spezialisierte KEP-Dienstleister parat. Besonders wichtig ist es für Online-Supermärkte, sich das Dienstleistungsportfolio genau anzusehen. In der Praxis hat es sich als extrem hilfreich erwiesen, wenn Kunden Zeitfenster für die Zustellung definieren können. Damit kommen Anbieter der Angst des Kunden zuvor, dass die Butter doch beim Nachbarn im Paket zerfließt, wenn man es selbst zum Zeitpunkt der Zustellung nicht annehmen kann. Wichtig beim Online-Bestellprozess ist es zudem, Feiertage und Wochenenden zu berücksichtigen und Bestellungen beispielsweise nicht unbedingt am Freitag vor Pfingsten noch zu verschicken, wenn die Kühlakkus im Karton nur 72 Stunden durchhalten.

Eigene Lieferdienste als optimales Konzept?

Alternativ zu Standard-Logistikern investieren Online-Lebensmittelhändler auch verstärkt in eigene Lieferdienste, um spezifische Kundenwünsche (z.B. Abendzustellung) zu erfüllen und hierüber möglichst gute Drop-Off Quoten je Stunde zu realisieren. Hier scheint Picnic ein spannendes Konzept entwickelt zu haben, um Kundenwünsche und wirtschaftliche Aspekte optimal zu kombinieren. Auch Rewe verfolgt diesen Ansatz. Skalierbare Modelle, um z.B. bereits bestehende Lieferservices (Kuriere, Pizzaservice, Uber, Taxi, Foodora etc.) einzubinden, werden dank sich stets verbessernder digitaler Steuerungsmöglichkeiten auch noch an Marktrelevanz gewinnen.

In Summe zeigt sich: Wer online mit Lebensmitteln handelt, muss sich viele Gedanken über die Logistik und die Gestaltung und Optimierung seiner Prozesse machen. Auch der Meister aller Prozesse, Amazon, experimentiert noch mit verschiedenen Konzepten und hat den Stein der Weisen noch nicht gefunden. Doch solange es im Getriebe knirscht, wird sich der Versand von Lebensmitteln kaum rentabel gestalten lassen.

Übrigens: Auf der „Next Generation Food“, dem jährlichen Familientreffen der (E-)-Food-Branche, diskutieren namhafte Experten am 15. Oktober 2018 in der Kalkscheune Berlin zum 6. Mal über aktuelle Trends im (Online-)Lebensmittelmarkt. Weitere Informationen zu dem von uns mitveranstalteten event gibt es online unter: www.next-generation-food.de.

Pressemeldung: ecom consulting übernimmt die digitalen Strategen der Suberg Strategy Consultants (SSC)

Ralph Hübner, Gründungsmitglied der Suberg Strategy Consultants (SSC), und Manager Wolfgang Groß erweitern mit ihrer Expertise und Erfahrung das Leistungsspektrum der ecom consulting GmbH in den Bereichen Strategie, Vertrieb und Marketing.
Als Partner der ecom consulting GmbH sind Ralph Hübners Beratungsschwerpunkte insbesondere die Bereiche Strategieentwicklung, Internationalisierung, eCommerce, Marktplatzstrategien und digitale Organisationsentwicklung.
Hübner berät seit vielen Jahren Kunden zum Thema Strategieentwicklung und Internationalisierung im eCommerce. Als Mitbegründer der Suberg Strategy Consultants GmbH und als „Sector Principal“ für die auf Technologie spezialisierte M&A-Boutique Hampleton Partners (London) fungierte Ralph Hübner viele Jahre als Marktexperte für die Bereiche eCommerce und digital Marketing. Er begann seine Karriere in den Neunzigerjahren in der Modeindustrie und war dort sowie in anderen Branchen sowohl in beratender als auch operativer Funktion im Einsatz. Aufgrund seiner Aufgabenstellungen im internationalen Kontext sammelte er in vielen Ländern Europas, Asiens und Amerikas Erfahrungen und konnte ein entsprechendes Netzwerk aufbauen. Die Internationalisierung im eCommerce bildet daher einen Fokus seiner heutigen Arbeit. Weitere Schwerpunkte bilden die strategische Ausrichtung, das Innovationsmanagement und die Digitalstrategie von Herstellern aller Branchen. Zudem ist er beratend für eine Vielzahl von Herstellerverbänden aus Sport, Bau, der Schuhindustrie und vielen mehr tätig. Als Referent bei diversen Verbänden der Industrie (BSI, IVG, HDS/L etc.) sowie als Redner auf Branchen- und Fachsymposien trifft man Ralph Hübner häufig. Er schreibt außerdem als Autor für diverse Medien Fachbeiträge und Kolumnen.

Wolfgang Groß verstärkt die ecom consulting GmbH in den Feldern Strategieentwicklung und -implementierung, Marketing und Vertrieb und in der grundlegenden Marktausrichtung von Unternehmen. Sein Augenmerk liegt dabei auch auf den dynamischen Chancen der Digitalisierung sowie des eCommerce. Groß verfügt über umfangreiche Expertise im operativen Management: Unter anderem war er in dieser Funktion bei der METRO Group sowie der VEDES AG angestellt, wo er sieben Jahre lang als Vorstand erfolgreich das Unternehmenswachstum vorangebracht hat. Darüber hinaus war Groß über 10 Jahre für renommierte Unternehmensberatungsgesellschaften tätig, mit einem Schwerpunkt in den Bereichen Consumer Business, Retail (B2C und B2B) sowie Bau, Haus & Garten.

Die richtige Amazon-Strategie ist Herstellersache

Unser Hersteller-Experte Ralph Hübner sprach mit der IWB zum Thema Online-Vertriebsstrategie bei Amazon. Der Fall Birkenstock hat gezeigt, dass sich gerade Marken-Hersteller mehr mit dem Thema Online-Vertriebsstrategie befassen müssen und diese nicht den Händlern allein überlassen dürfen.

Wer selbst als Hersteller nicht auf Amazon verkaufen möchte, dessen Händler tun es sicher bereits. Oftmals haben Händler aber keine qualitativ hochwertigen Produktbilder oder ungenaue Beschreibungen. Als Folge werden hochwertige Markenartikel auf Amazon schlecht dargestellt und ungenügend beschreiben. Hier kommt der Hersteller selbst ins Spiel. Möchte er nicht direkt auf Amazon verkaufen, so ist der doch dafür verantwortlich seine Händler mit den entsprechenden Information zu versorgen. Nur so kann sichergestellt werden dass Markenprodukte auf Amazon genauso qualitativ hochwertig dargestellt werden wie es der Kunde von der Marke gewohnt ist.

Wenn Hersteller ihre Produkte nicht über Marktplätze wie Amazon verkaufen möchten und dies auch ihren Händler untersagen wollen, müssen sie eine selektive Vertriebsstrategie wählen. Ein solches Vertriebssystem muss allerdings europaweit sauber aufgesetzt sein, sonst erschöpfen sich Marken- oder Patentrechte schnell.

Amazon grundsätzlich zu vermeiden oder seinen Händler dieses Verkaufspotential zu überlassen ist allerdings nicht immer die beste Strategie. Im Zweifelsfall profitiert eine andere Marke davon, wenn Hersteller sich Amazon verweigern.

Eine Amazon-Strategie für Hersteller ist unerlässlich

Wer auch online erfolgreich verkaufen will, kommt um Marktplätze wie Amazon nicht herum. Es empfiehlt sich daher für Markenhersteller eine eigene Strategie für den Verkauf auf Amazon festzulegen. Da sich viele Hersteller im Amazon-Dschungel nicht auskennen, sollte der Rat eines externen Amazon-Beraters herangezogen werden. Beliebt ist inzwischen bei vielen Herstellern eine Kombination aus Vendor- und Seller-Strategie. So können z.B. Standardprodukte bei Amazon lagern und von Amazon verkauft werden, bei neuen oder speziellen Produkten kann der Hersteller selbst als Verkäufer in Aktion treten.  Bei Amazon ist diese Kombination allerdings nicht gern gesehen, da beide Produkte intern miteinander konkurrieren.

Den ganzen Artikel aus der IWB finden Sie hier.

 

 

Retouren – Wiederverwertung oder Müllpresse?

Oliver Lucas berichtet in der InternetWorld über das Thema Retourenmanagement. Amazon sorgte vor kurzem für Schlagzeilen, weil viele retournierte Artikel dort einfach im Müll landen. Ist die Müllpresse wirklich die kostengünstigere Alternative bei Retouren?

Alternative zur Müllpresse

Professionelle Aufkäufer verwerten zwar Retouren vieler Händler, allerdings verlangen sie auch entsprechend viel Geld dafür. Wenn die Marge zu klein wird, lohnt sich am Ende die Wiederverwertung nicht mehr.

Ein gutes Retourenmanagement fängt allerdings schon viel früher an. Gute Beratung beim Kauf, also ein gut geschultes Personal im Customer Care Center kann viele Retouren verhindern. Retouren entstehen nicht selten, weil der Kunde ein anderes Produkt kauft, als er eigentlich haben möchte. Zurückgesendete Artikel, die nicht mehr als A-Ware verkauft werden können, sollten zu einem günstigeren Preis über einen eigenen Outlet-Shop oder einen Drittanbieter vertrieben werden. B-Ware ist oftmals noch genauso funktionsfähig wie A-Ware, manchmal liegt der Unterschied nur in einer nicht mehr ganz einwandfreien Verpackung.

Natürlich gibt es immer einen Prozentsatz an Retouren, den man nicht wiederverwerten kann. Ziel eines jeden Händlers sollte es sein, diesen Prozentsatz so gering wie möglich zu halten. Das schafft man nur mit einem durchdachten Retourenprozess. Die Vermeidung von Retouren beginnt schon beim Kaufprozess selbst.

Den ganzen Artikel in der InternetWorld können Sie hier nachlesen.

eLogistics Conference in München

Am 17.07.2018 findet die eLogistics Conference in München statt. Hier treffen sich wieder Experten aus der Händler-, Hersteller- und Dienstleisterseite um über die neuesten Logistik-Trends im eCommerce zu sprechen. Im Fokus stehen dieses Jahr die Themen Laperoptimierung, letzte Meile und Sameday-Delivery. Nur wenn die Ware schnell und zuverlässig beim Kunden ankommt, wird dieser mit dem Unternehmen zufrieden sein. Wie man die Herausforderungen der Logistik meistert und die Kosten im Griff behält, verraten mehrere Experten auf der eLogistics Conference. Diskutiert werden zudem neue Ideen und Lösungen rund um die Themen Lagermanagement und Zustellung.

Oliver Lucas führt uns durch diesen Tag und stellt best practices bei der Auswahl des passenden Fulfilment-Dienstleisters vor.

Für interessierte Teilnehmer können wir einmalig an 10 Personen einen Rabatt von 50% für die Tickets anbieten. Melden Sie sich bei Interesse gerne bei uns.

Weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie hier.

Oliver Lucas auf der investigate: future commerce

Investigate:Future Commerce am 28. Juni 2018

Bei der Investigate: future commerce treffen sich eCommerce Experten aus verschiedenen Bereichen um über die Zukunft des eCommerce Marktes zu sprechen. Oliver Lucas ist als einer der Experten mit dabei.

Ziel der investigate: future commerce ist es konkrete Trends für die nächsten 3 Jahre im eCommerce Markt zu diskutieren und einzelne Trendthemen gezielt zu beantworten.

 

 

t3n Beitrag: 7 Power Tipps für eine erfolgreiche Online-Logistik

Unser Beitrag in der t3n erläutert im Detail, wie man seine Online-Logistik im Griff hat.

Mit diesen 7 Power Tipps erhöht man die Kundenzufriedenheit und senkt gleichzeitig die Lagerkosten:

  1.  Gib deiner Logistik eine aktive Stimme im Top-Management
  2. Plane deine benötigten Logistikkapazitäten sechs bis zwölf Monate im Voraus
  3. Plane dein Tagesgeschäft rollierend für zwei Wochen auf Tagesbasis
  4. Stimme Sortimentsanpassungen und Werbeaktionen vorab mit deiner Logistik ab
  5. Messe Produktivitäten in der Abwicklung je Bereich und optimiere diese Kennzahlen
  6. Beschäftige dich frühzeitig mit Möglichkeiten der Automatisierung und Robotics-Lösungen
  7. Bilde motivierte Mitarbeiter zu Springern über alle Funktionsbereiche aus

Den ganzen Beitrag gibt es in der aktuellen Online-Ausgabe der t3n.

eCommerce Grundlagen-Seminar am 21.06.2018 beim LBS

eCommerce richtig verstehen – und die logistischen Chancen nutzen!


Oliver Lucas hält beim LBS – Landesverband bayerischer Spediteure e.V. ein Grundlagenseminar zum Thema eCommerce und Logistik.

Das Seminar richtet sich an alle interessierten

  • Führungskräfte,
  • Logistikleiter/-innen
  • Projektleiter/-innen
  • Key-Account-Manager/-innen
  • Vertriebsmitarbeiter/-innen

Das Grundlagen-Seminar findet am 21.06.2018 von 9-17 Uhr bei der LBS in München statt.

Inhalt des Seminars

Die Digitalisierung wirkt sich sehr stark auf die Geschäftsmodelle in der Logistik aus. Das Seminar fokussiert auf die Kernthemen und die einzelnen Bausteine der eCommerce Prozesskette: Sie lernen die Zusammenhänge des digitalisierten Handel(n)s kennen. Erfahren Sie, wie erfolgreiche eCommerce-Geschäftsmodelle funktionieren und welche Chancen und Anforderungen sich daraus für Sie als Dienstleister ergeben.

Kurz und anschaulich erfahren Sie, was zu einer perfekten eCommerce-Abwicklung alles dazugehört, indem das Seminar die gesamte logistische Prozesskette von den operativen Abläufen über die kaufmännischen Prozesse bis hin zur Retourenbuchung betrachtet. Als Dienstleister schärfen Sie durch das Seminar Ihr Verständnis für eCommerce und gewinnen einen Überblick über die Kernthemen im Online Handel. Hieraus können Sie für Ihr Unternehmen die Chancen und nächsten Schritte Ihres eCommerce-Business als Anbieter oder Dienstleister einleiten.

  • Geschäftsmodelle und Vertriebsstrategien im eCommerce
  • „Killer”-Faktoren und Möglichkeiten der Diversifikation
  • Logistische Herausforderungen im eCommerce
  • Online vs. Offline Business
  • Multichannel- und Verzahnungsmöglichkeiten – und wie gehe ich damit als Dienstleister um?
  • Amazon als Vorreiter der Plattformwelt: Fluch oder Segen?
  • Anforderungen an Ihre Organisation

Seminar-Gebühren

€ 399,00 LBS-Mitglieder und Mitglieder eines DSLV-Landesverbandes
€ 519,00 Nichtmitglieder

Inkl. Seminarunterlagen, Tagungsgetränke, Kaffeepausen, Mittagessen und Tagesparkticket im „Parkstadt Center“ Schwabing. Wir berechnen nach § 4 Nr. 22 a) UStG keine MwSt.

Infos und Anmeldung direkt beim LBS.

Die Rendite liegt im Backend

Viele Onlinehändler stoßen in Wachstumsphasen an die Grenzen ihrer Systeme und Prozesse. Manuelle Workarounds im Backend sind die Folge. Haben sich Workarounds erst einmal eingespielt, wird diese Notlösung oft viel zu lange im Tagesgeschäft eingesetzt.

Rendite-Killer im Backend

Artikeldatenpflege per Excel-Liste oder Kundenkommunikation per E-Mail sind langfristig ein Renditekiller. Wer erfolgreich wachsen will, muss Prozesse und Systeme skalierbar machen. Wie man seine Datenkommunikation effizient gestaltet erklärt Martin Himmel in seinem Artikel in der t3n. Unter dem Motto „Mach nicht Dein Pferd schneller, sondern kauf Dir ein Auto“ erläutert er wie wichtig die richtigen Systeme im Backend für den Gesamterfolg des Unternehmens sind.

Zum t3n Artikel

TradeWorld: Tipps für Plattformbetreiber

Das Fachmagazin LOGISTIK HEUTE organisiert am 15.03.2018 auf der Trade World in Stuttgart das Forum „Plattformen in der Handelswelt“.

In Zeiten der Digitalisierung beschäftigen sich immer mehr Unternehmer mit dem Thema Plattform. Egal ob man selbst ein Plattformbetreiber wird oder nur als Partner dort verkauft, die internen Prozesse müssen darauf vorbereitet werden. Das bedeutet die Verknüpfung von Vertriebskanälen und die Digitalisierung von Daten sowie Prozessen.

Worauf man speziell im Logistikbereich achten sollte verrät Oliver Lucas um 14:05 – 14:25 Uhr mit seinem Vortrag

Ideale Logistikprozesse für einen skalierbaren Onlinehandel – Tipps und Tricks für Händler und Plattformbetreiber.

Details zur Veranstaltung finden Sie hier.

IHK Webinar – Die Zukunft des Einzelhandels

Oliver Lucas sprach beim IHK Webinar über die Zukunft des Einzelhandels. Welche Schritte müssen getätigt werden um im eCommerce & Online Handel durchstarten zu können? Der Onlinetrend verändert auch den Einzelhandel. Nach wie vor bleiben stationäre Geschäfte relevant, sie fungieren jedoch mehr und mehr zum Showroom. Geschultes Personal und eine persönliche Kundenbeziehung werden immer wichtiger, um die Kunden weiterhin in die Filialen zu locken. Aufgrund des veränderten Kaufprozesses ist es auch für stationäre Händler wichtig eine Online-Präsenz zu haben. Schließlich recherchieren viele Kunden vorher online, bevor sie eine Filiale besuchen. Nur wer die Customer Journey seines Kunden kennt, kann ihn an den relevanten Touchpoints abholen.

In der Praxis gestaltet sich das Thema Online-Handel für viele Einzelhändler als sehr schwierig. Zeit- und Personalmangel stellen oft die größten Probleme dar, wenn es um die Umsetzung des ambitionierten „online Verkaufen“ Projektes geht. Mitarbeiter und vor allem die Systeme sind oft nicht auf Echtzeit-Kunden vorbereitet. Doch ohne zentrale Artikeldaten, Echtzeit-Bestände und online-fähige POS-Systeme kann eCommerce nicht erfolgreich funktionieren. Ebenso wichtig ist das richtige Team an motivierten Mitarbeitern . Nur ein Team mit „Bock auf online“ und der nötigen Kompetenz wird den Online-Handel langfristig nach vorne bringen.

In diesem Webinar der IHK München & Oberbayern gibt Ihnen Oliver Lucas einen Überblick über die benötigten Kompetenzen, die finanziellen Dimensionen und die verschiedenen Möglichkeiten Online-Handel zu betreiben. Gemeinsam mit Christian Krömer von „Spielwaren Krömer“ lernen Sie die spannende Welt des Onlinehandelns näher kennen. Verschaffen Sie sich einen Eindruck, wie ein gesundes und durchdachtes Wachstum stattfinden kann, ohne Ihr Unternehmen mit logistischen Stolpersteinen zu überrollen.

Das ganze Webinar jetzt ansehen

Interview mit Tim Böker

Als Experte für Frontend Konzepte und User Interface Design hat Tim Böker von KOMMERZ schon viele unserer Kundenprojekte begleitet. In unserem Interview unterhalten wir uns über die Gründung von KOMMERZ, seine Zusammenarbeit mit ecom consulting und auch über ganz private Themen.

ecom consulting: Was haben Sie gelernt/studiert und wohin ging Ihre berufliche Reise dann?

Tim Böker: Bereits während meines Studiums in Kommunikationsdesign habe ich mich mit dem Thema User Interface Design beschäftigt. Die Firmengründung zusammen mit meinem Kollegen Sebastian passierte dann auch noch während des Studiums. Wir beide sind vom Studium direkt in die Selbständigkeit gestartet und haben unsere Spezialisierung auf das Thema User Interface Design weiterentwickelt.

ecom consulting: Können Sie eine spannende Herausforderung Ihrer bisherigen Berufskarriere (und Ihre Aufgabe darin) beschreiben?

Tim Böker: In unserer Branche ist es eine Herausforderung bei wichtigen Trends und Innovationen immer am Puls der Zeit zu bleiben.

ecom consulting: Seit wann arbeiten Sie mit dem Team von ecom consulting zusammen und was macht die Zusammenarbeit aus?

Tim Böker: Kennengelernt habe ich Oliver Lucas vor ca. 5 Jahren. Seitdem haben wir schon viele gemeinsame Projekte erfolgreich abgewickelt. Meistens ergibt sich dabei die Kombination ecom consulting = Backend-Beratung und Kommerz = Frontend Beratung. So ergänzen wir uns perfekt und können dem Kunden gemeinsam eine ganzheitliche eCommerce Beratung anbieten.

ecom consulting: Welche speziellen Themen / Branchen betreuen Sie hauptsächlich?

Tim Böker: Wir betreuen sowohl Kunden aus dem B2B als auch aus dem B2C Bereich, Hersteller genauso wie Händler und das alles branchenübergreifend.

ecom consulting: Was fasziniert Sie an der Branche?

Tim Böker: Bisher betrachten technische Agenturen und unsere Kunden das Thema eCommerce viel zu sehr aus technischer Sicht. Auch Shopentwickler denken oft nur an systemtechnische Anforderungen. Es macht Spaß und ist eine große Herausforderung dies alles endlich mal durch die Kundenbrille zu Betrachten und die Strategie entsprechend auszurichten.

ecom consulting: Wie wird sich die eCommerce Branche Ihrer Ansicht nach in den nächsten 10 Jahren entwickeln?

Tim Böker: In 10 Jahren werden wir komplett digitalisiert sein. Wir kaufen Artikel nicht mehr proaktiv in einem Online-Shop sondern geben per Sprachbefehl über Car Commerce die Anweisung bis zum Abendessen noch Eier und Milch nach Hause liefern zu lassen. Die Sprachsteuerung wird in den nächsten 2-3 Jahren verstärkt in unseren Alltag eingebunden sein. Es gibt dann kein on- und offline mehr, wir sind immer vernetzt.

ecom consulting: Jetzt möchten wir noch ein paar persönliche Dinge über Sie erfahren. Welche Adjektive/Eigenschaften beschreiben Sie am besten?

Tim Böker: Ich würde mich als spontan, begeisterungsfähig, teamfähig und leidenschaftlich bezeichnen.

ecom consulting: Welche Sprüche / Weisheiten sind bei Ihnen zu Leitmotiven geworden?

Tim Böker: Ich bin nicht so der Kalender-Sprüche Typ :-)

ecom consulting: Für welchen Sport (aktiv/passiv) oder welches Hobby begeistern Sie sich?

Tim Böker: Früher habe ich viel geboxt. Inzwischen fehlt mir leider die Zeit diesem Hobby regelmäßig nachzugehen.

Wir bedanken uns für das Interview und freuen uns auf weiterhin viele spannende Projekte mit Tim Böker!

Wachstumstreiber Online-Handel: Erfolg² dank optimierter Abläufe!

Kein Händler kommt heute noch am Internet-Verkauf vorbei. Der Anteil am Online-Handel wächst stetig und macht jetzt schon einen wichtigen Teil des Gesamtumsatzes im Einzelhandel aus. Um erfolgreichen Handel übers Netz zu betreiben, muss jedoch nicht immer zwangsläufig sofort ein eigener Shop her. Klar definierte Ziele, Abläufe und Prozesse hingegen sind ein Muss für jedes Unternehmen, das sich online positionieren will. Wie Händler ihr eCommerce-Wachstum fördern können, ohne vom eigenen Erfolg bzw. dem Wachstumsschub überrollt zu werden, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

E-Commerce: Plattform-Handel oder doch ein eigener Shop?

Wer in den Online-Handel einsteigen will, der muss nicht zwangsläufig einen eigenen Web-Shop planen. Denn hinter einem guten Online-Shop steckt weit mehr, als „nur“ das Sortiment online zu stellen. Wer sich erst langsam an die Möglichkeiten herantasten möchte, dem bieten Plattformen wie Amazon, Ebay, Zalando & Co. hervorragende Möglichkeiten, Bekanntheit und Reichweite effizient zu skalieren, neue Zielgruppen zu erschließen und natürlich einen zusätzlichen Absatzkanal zu erschließen.

Allerdings folgt der Online-Handel über fremde Plattformen bestimmten Regeln. Unter anderem müssen Händler sich dem direkten Vergleich mit der Konkurrenz stellen.
Ganz gleich ob auf Amazon oder Zalando: Anbieter erhalten sogenannte Scores als Bewertung. Das Ranking soll anzeigen, wie gut der Verkäufer die Prozesse vom Auftragseingang bis zur Zustellung im Griff hat. Angebote von Händlern mit geringen Scores werden auch entsprechend schlechter gelistet, was natürlich zulasten des Umsatzes geht. Die gute Nachricht ist: Jeder Anbieter hat es gewissermaßen selbst in der Hand, die Algorithmen der unterschiedlichen Plattformen positiv für sich zu nutzen. Dies erzielt er durch höchste Sorgfalt bei der Aufbereitung der Daten sowie effiziente Abläufe: Je besser Systeme, Prozesse, Organisation & Logistik aufeinander abgestimmt sind, desto reibungsloser wird die Abwicklung sein und damit desto höher die Kundenzufriedenheit.

Checkliste: Was müssen Anbieter beachten, um über Plattformen erfolgreich Online-Handel zu betreiben?
  1. Sorgen Sie für eine hohe Datenqualität
    Produktdaten und -beschreibung sollten akkurat gepflegt werden. Je besser diese Basis, desto besser läuft das System.
  1. Bewerben Sie ihre Produkte mit qualitativ hochwertigen Produktbildern
    Ansprechende Artikel-Fotos in Studioqualität sind genauso wichtig wie der hinterlegte Datenfeed. Online-Shopper sind es gewöhnt, dass sie gute Bilder geboten bekommen, und das Produkt vor dem Kauf genau in Augenschein nehmen können.
  1. Halten Sie Ihren Bestand immer aktuell
    Nichts ist frustrierender, als wenn ein Kunde einen Artikel findet, bestellt und dann die Nachricht erhält, dass das Produkt gerade nicht lieferbar ist. Vermeiden Sie diese schlechten Erfahrungen, indem Sie ihre Bestände gut verwalten und nur anbieten, was tatsächlich gerade lieferbar ist.
  1. Passen Sie Ihre Preise den Bedingungen an
    Ein einmal eingestellter Preis ist nicht für immer gültig, insbesondere im Online Handel.  Überprüfen Sie daher regelmäßig Angebot und Nachfrage, um Nachlässe anzubieten oder gegebenenfalls die Preise auch nach oben zu korrigieren, wenn es die Marktsituation erlaubt.
  1. Seien Sie zuverlässig und schnell bei der Auftragsabwicklung
    Kunden sind in Zeiten von Amazon Prime gewohnt, ihre Bestellungen umgehend geliefert zu bekommen. Auch wenn Sie vielleicht kein Same-Day-Delivery anbieten können, so bieten Sie in jedem Fall einen verlässlichen Service, der unter anderem eine schnelle Übergabe an den Paketdienstleister mit einschließt.

Systeme & Prozesse

Excel & Outlook sind gerade für kleinere Unternehmen oftmals lange die Software der Wahl, um Bestellungen im Online-Handel zu verwalten. Dies funktioniert vielleicht noch mit einer geringen Anzahl an Kunden und Bestellungen. Wer wachsen will, wird jedoch schnell nach effizienteren Systemen umschauen müssen. Denn spätestens ab 50 Sendungen täglich werden die üblichen Systeme sowie Prozesse versagen. Standardisierte Marktlösungen müssen nicht unbedingt teuer sein, schaffen aber eine große Erleichterung und eine allgemein effizientere Abwicklung, die Händlern und Käufern zu Gute kommt.

Checkliste: Wie Unternehmen ihre internen Abläufe analysieren und mit (Open Source) Systemen optimieren können 
  1. Analysieren Sie Zeitfresser
    Womit halten sich Mitarbeiter zu lange auf, was behindert sie in der schnellen Bearbeitung eingehender Bestellungen? Sie finden den Vorgang nicht im Postfach des Kollegen? Oder die Bestellliste nicht auf dem Laufwerk? Oder die Kundendaten sind nicht eindeutig? Beleuchten Sie Ihre internen Prozesse kritisch, nur dann können Verbesserungen eingeführt werden.
  2. Vermeiden Sie Systembrüche
    Beim Datentransfer von einem System ins andere (egal ob zwischen Excel Tabellen oder zwischen Systemen) können Daten schon einmal (versehentlich) modifiziert werden oder gar verloren gehen. Seien Sie daher auf der Hut bei der Übertragung der Daten.
  3. Identifizieren Sie die Fehlerquellen
    Auch hier gilt: Keine Angst vorm Fehlerteufel! Nur wenn man ihn entdeckt, kann er durch effizientere und verlässlichere Prozesse ersetzt werden.
  4. Definieren Sie die Hauptanforderungen für die erforderlichen Systeme
    Was muss ein System können, das zu Ihrem Business passt? Verschicken Sie auf absehbare Zeit tausende Pakete in der Woche? Haben Sie eine eigene Kommunikationsabteilung, die sich mit Marketing beschäftigt oder ist der Chef bei Ihnen die Allzweckwaffe? Je nachdem lohnt sich ein schlankes oder eben doch ein potenteres System. Behalten Sie bei Ihrer Beurteilung und Einschätzung auch die nahe Zukunft im Auge. Wohin wollen Sie wachsen? Dementsprechend flexibel sollten die ausgewählten IT-Systeme sein.
  5. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Angebote
    Es gibt vieles am Markt und einiges scheint ähnlich, ist es dann aber bei näherer Betrachtung doch nicht. Bevor Sie zu viel Zeit – und damit Geld – in die Recherche nach geeigneten Systemen stecken, suchen Sie sich professionelle Hilfe von unabhängigen Profis. Es gibt unabhängige eCommerce Beratungen, die Ihnen gegen ein überschaubares Budget einen fundierten Marktüber- bzw. -einblick geben und individuelle Empfehlungen aussprechen können. Bevor Sie also viele tausende Euro in ein System investieren, das nicht zu Ihnen passt, an das Sie anschließend jedoch gebunden sind, holen Sie sich lieber vorab Unterstützung bei der Auswahl.
  6. Entwickeln Sie eine Roadmap für das weitere Wachstum
    Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen? In welchen Bereichen, Märkten und Sortimenten wollen Sie wachsen, und wie? Was zeichnet Sie gegenüber Wettbewerbern in der Kundenwahrnehmung aus? Verstärken Sie diese Aspekte! Stellen Sie sich diese Fragen und diskutieren Sie sie intern mit allen Verantwortlichen. Das Ergebnis sollte eine Art Wanderweg werden, den alle Abteilungen und Mitarbeiter mit einander gehen wollen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. 

Logistik

… ist nicht nur allein die Übergabe der Ware an den Paketdienstleister. Bedenken Sie auch mögliche Retouren und Wiedereinlagerung ins Sortiment. Von der Bestellung über den Versandweg bis hin zum Retourenmanagement bietet ihnen die Versandabwicklung wertvollen Touchpoints mit dem Kunden. Nutzen Sie diese Schritte der Customer Journey zur Kundenbindung!

Checkliste: Voraussetzungen für einen reibungslosen Logistikprozess
  1. Taggleiche Bearbeitung aller Vorgänge
    Ganz gleich, ob Sie das Paket losschicken oder die Retoure wieder ins Sortiment eingliedern: Wichtig ist, dass alle Prozesse für den Kunden merklich schnell von statten gehen. Eine taggleiche Abwicklung sollte dabei Ihr Standard sein.
  2. Systemgestütztes Bestandsmanagement
    Es ist elementar, dass Sie ihren Bestand im Griff haben. Am besten mit einem dafür geeigneten System, damit verfügbare Artikel verlässlich online angezeigt werden und Retouren ebenfalls gemanagt werden können. Excel stößt hierbei schnell an seine Grenzen.
  3. Schaffen Sie ein positives Kundenerlebnis mittels der Verpackung
    Ein braun-grauer Pappkarton, in den der Artikel lieblos hineingepackt wurde, ist vielleicht funktional, aber kein geeignetes Vehikel, um Ihre Marke und Ihre Produkte emotional aufzuladen. Farbenfrohe, stylische und / oder gebrandete Verpackungen sind ein erster und wirksamer Hingucker. Die Mehrkosten dafür sind gar nicht so entscheidend, wenn stattdessen die Kundenbindung und die Weiterempfehlung dieses Erlebnisses steigt. Wenn der Inhalt dann auch noch nicht nur sicher, sondern schön verpackt, gegebenenfalls mit Gutscheinen oder Aufbau- und Pflegetipps gespickt ist, bieten Sie Ihren Kunden mit einfachen Mitteln einen Extra-Service, den er sicher in guter Erinnerung behalten wird. 
  1. Nutzen Sie die Versandkommunikation für sich!
    Viele Unternehmen übergeben das Paket und damit auch die Versandkommunikation dem Logistikdienstleister – und verschenken damit ungenutztes Potential. Nutzen Sie den begründeten Kundenkontakt und machen Sie mehr aus der Info, wann das Paket voraussichtlich beim Empfänger eintrifft. Schließlich können Sie auch hier über relevante, individuelle und liebevoll gestaltete Nachrichten den Kunden für sich begeistern.
  1. Do-it-yourself bei der Lagerlogistik
    Eine Eigenerbringung lohnt sich – zumindest zum Start. So bekommen Sie ein Gefühl für Abläufe und machen sich nicht abhängig von Dienstleistern, auch bei einem späteren Outsourcing. Binden Sie unbedingt gleich zu Beginn Track & Trace der Paketdienstleister an, um die Kontrolle über den Versand zu behalten.

Outsourcing

Professionalisierung ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Wie finde ich geeignete Partner und passende Dienstleister für weitere Schritte?
Einzelne Komponenten des Onlinehandels sollten stets in fachlich kompetenten Händen liegen. Gibt es für den einen oder anderen Schritt keinen Experten im Haus, sollten Händler entweder über eine Verstärkung des Teams oder Outsourcing nachdenken.

Checkliste: Worauf Händler bei der Auswahl ihrer Dienstleister achten sollten

 Drum prüfe, wer sich ewig bindet!

  1. Bei der Auswahl des Dienstleister…
    … spielen viele Aspekte eine Rolle. Achten Sie darauf, dass sowohl die Ausrichtung und Größe des Unternehmens zu Ihrem passt. Lassen Sie sich Referenzkunden aus Ihrer Branche nennen, um sicherzustellen, dass ihr zukünftiger Partner bereits Erfahrungen mit ähnlichen Kunden wie Ihnen hat. Damit profitieren Sie von bestehendem und spezifischem Know-how. 
  1. Vereinbaren Sie ein degressives Preismodell
    Um Ihr Business auch wirtschaftlich erfolgreich skalieren zu können, vereinbaren Sie von Anfang an ein Preismodell, das Rabatte auf längerfristige Zusammenarbeit bzw. höhere Abnahmekontingente vorsieht. 
  1. Legen Sie Service Level Agreements (Leistungsparameter) fest
    Sogenannte SLA bzw. Leistungsparameter dienen der der Definition und Überwachung und Optimierung der Leistungen Ihrer Partner. Legen Sie anspruchsvolle Ziele für Ihre Dienstleister fest und schaffen Sie damit die Grundlage, dass auch Sie auf amazon Niveau Fulfilment erebingen können. Bei SLA Unterschreitungen forderen Sie Optimierungen Ihrer Partner ein. 
  1. Bedenken Sie im Vorfeld Lösungsoptionen bei Nichterfüllung des Vertrages
    Um bei Unzufriedenheit bzw. Nichterfüllung der Leistungsparameter etwas in der Hand zu haben, sollten Sie auch darauf bestehen, Lösungsoptionen für solche Fälle im Vorfeld festzulegen – möglich ist vieles, von Rabatten bis hin zu Sonderkündigungsrechten. 
  1. Behalten Sie die Kosten im Blick
    Neue Systeme und Dienstleister kosten Geld. Damit diese Investitionen sich lohnen, sollten Sie von Anfang an sicherstellen, dass die Partnerschaften passen. Wenn Sie zweifeln, ziehen Sie vorab lieber eine unabhängige Beratung (zum Beispiel durch die IHK oder unabhängige Berater) in Betracht.

Interview mit Martin Sperling

Als Experte für Prozessoptimierung und Digitalisierung hat Martin Sperling schon viele unserer Kundenprojekte begleitet. In unserem Interview unterhalten wir uns über seinen spannenden beruflichen Werdegang, die Entwicklung des eCommerce Marktes und auch über ganz private Themen.

ecom consulting: Was haben Sie gelernt/studiert und wohin ging Ihre berufliche Reise dann?

Martin Sperling: Ich habe Design an der HTW in Berlin studiert, zuerst Modedesign, dann Kommunikationsdesign. Ein Diplom habe ich tatsächlich in Modedesign. Allerdings hatte ich bereits während des Studiums angefangen, mich mit den ersten Grafikprogrammen und Computern zu beschäftigen. Ich machte einige Praktika in Werbe- und Design-Agenturen. Mein erster eigener Computer war ein Atari, kennt das noch jemand? Irgendwann kaufte ich mir meinen ersten Mac.

Relativ kurz nach meinem Studium arbeitete ich als Layouter, Grafiker, Illustrator und Reinzeichner in verschiedenen Werbeagenturen. Dann kam die erste Festanstellung bei einer Multimedia-Agentur. So hieß das in den Neunzigern und das war damals ungefähr so cool wie heute Startups.

Nebenher hatte ich noch einen Lehrauftrag an der FU Berlin. Dort gab ich Photoshop-Seminare. Bei einem dieser Kurse sprach mich ein Teilnehmer an, ob ich auch Webdesign machen könnte. Einige Zeit später stieg dessen Partner aus und ich stieg in die Zwei-Mann-Agentur ein. Bis zum Jahr 2016. Wir hatten inzwischen knapp 70 Mitarbeiter.

ecom consulting: Können Sie eine spannende Herausforderung Ihrer bisherigen Berufskarriere (und Ihre Aufgabe darin) beschreiben?

Martin Sperling: An spannenden Herausforderungen hatte ich in den letzten Jahren keinen Mangel. Eine Agentur aufzubauen und diese durch die ständig wechselnden Herausforderungen der Branche zu führen, ist eine davon. Dabei trafen wir die Entscheidung, die Agentur auf E-Commerce zu spezialisieren, schon Anfang der 2000er Jahre.

Als spannendes Kunden-Projekt fällt mir das Interims E-Commerce-Management bei Matratzen Concord ein. Die Herausforderung lag unter anderem in der ambitionierten Releaseplanung und damit verbundenen Zieldefinitionen. Dabei fand ich eine recht komplexe Systemarchitektur vor, woraus sich ebenfalls hohe Anforderungen an das Projekt ergaben. Und zwar vom Anforderungsmanagement bis zum Testing durch alle verbundenen Systeme. Zusätzlich gab es eine Reihe von Adhoc-Anforderungen, die priorisiert und implementiert werden mussten. Während meiner Arbeit dort wechselte auch der Großteil des E-Commerce-Teams. Das Projekt war sehr vielseitig und hat mir sehr großen Spaß gemacht.

ecom consulting: Seit wann arbeiten Sie mit dem Team von ecom consulting zusammen und was macht die Zusammenarbeit aus?

Martin Sperling: Seit Anfang 2016. Matratzen Concord war unser erstes gemeinsames Projekt. Auch wenn ich dort nicht direkt mit meinen Kollegen von ecom consulting zusammengearbeitet habe, konnte ich mich bei speziellen Fragen doch mit anderen ecom-Spezialisten austauschen. Von diesem erweiterten Know-how profitierte am Ende auch der Kunde.

ecom consulting: Welche speziellen Themen / Branchen betreuen Sie hauptsächlich?

Martin Sperling: Ich kümmere mich hauptsächlich um das Shopsystem selbst, sowie die Anbindungen an weitere Systeme. Meine Themen sind Umsetzungsstrategie, Anforderungsmanagement, Evaluation und Auswahl von Systemen und Dienstleistern, Projektplanung, Steuerung von Dienstleistern sowie Interims Management von E-Commerce-Projekten. Ich arbeite für unterschiedliche Branchen, B2B und B2C.

ecom consulting: Was fasziniert Sie an der Branche?

Martin Sperling: Die Vielseitigkeit. E-Commerce bietet so viele Facetten und Teildisziplinen, dass es niemals langweilig werden kann.

ecom consulting: Wie wird sich die eCommerce Branche Ihrer Ansicht nach in den nächsten 10 Jahren entwickeln?

Martin Sperling: 10 Jahre sind für die Branche ein riesiger Zeitraum. Da ist es eigentlich unmöglich, so weit voraus zu blicken. Große Herausforderungen sehe ich in der Positionierung kleinerer und mittlerer Shops gegenüber den großen Marktplätzen. Die Konzentrationsbewegung wird sich fortsetzen. Nischen-Spezialisten werden sich behaupten können, wenn sie ihre Kunden gut kennen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Marken werden weiterhin vertikalisieren.

E-Commerce ist Teil der Digitalisierung. In Zukunft werden in allen Branchen sämtliche Unternehmensprozesse digital und automatisiert ablaufen. Dabei werden alle Daten, Produktionsdaten, Artikeldaten, Kundendaten, digitaler Content, Marketingdaten, usw. an jeder Stelle im Unternehmen abrufbar sein. Kunden werden individuell betreut, Services werden dabei digitalisiert und automatisiert. Wer da nicht mithalten kann oder will, wird vom Markt verschwinden.

ecom consulting: Jetzt möchten wir noch ein paar persönliche Dinge über Sie erfahren. Welche 5 Adjektive/Eigenschaften beschreiben Sie am besten?

Martin Sperling: Möchten Sie positive oder negative Eigenschaften hören? Ich versuche es mal mit positiven Eigenschaften: Umfangreiche Projekt-Erfahrung, Vielseitigkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit und Ausdauer.

ecom consulting: Welche Sprüche / Weisheiten sind bei Ihnen zu Leitmotiven geworden?

Martin Sperling: Da ich ständig Neues lerne, habe ich noch kein festes Lebensmotto gefunden.

ecom consulting: Für welchen Sport (aktiv/passiv) oder welches Hobby begeistern Sie sich?

Martin Sperling: Für Passivsport kann ich mich nicht so sehr begeistern. Aktiv spiele ich Beachvolleyball. Außerdem Tauche ich und fahre Motorrad.

Wir freuen uns auf weiterhin viele spannende Projekte mit Martin Sperling!

Erfolgreiche Ladengeschäfte im Online-Zeitalter

Zum Thema „Erfolgreiche Ladengeschäfte im Online-Zeitalter“ referierte Martin Himmel am 07.11.2017 in Landshut bei der IHK gemeinsam mit Digital-Experte Tim Böker. Die anschließende Umfrage der IHK Niederbayern unter den Teilnehmern zeigte es sehr positives Ergebnis. 92,3% waren von der Fachkompetenz von Herrn Himmel überzeugt und fanden die Themeninhalte verständlich und gut vermittelt.

Aktuelle Situation am Markt

Der Onlineanteil am Umsatz der Einzelhändler nimmt seit über 10 Jahren kontinuierlich zu. In Zeiten in denen bereits 90% der Deutschen regelmäßig bei Amazon kaufen und 45% ihre Produktsuche dort starten ist es für den Einzelhandel unerlässlich einen Präsenz im Online-Kanal zu zeigen (Quelle: pcw_Studie_Total_Retail_2017). Das stationäre Geschäft bleibt weiterhin für die Deutschen relevant, es fungiert jedoch mehr und mehr als Showroom bei dem gute Beratung und erstklassiger Service nicht mehr optional sind.

Diese Fakten sollten Besitzer von Ladengeschäften kennen

Mit Hilfe konkreter Fakten führte Martin Himmel interessierte Einzelhändler und Unternehmer durch die aktuelle Situation am Markt. Folgende Tatsachen sollten Ladenbesitzern bewusst sein:

  1. Sie können nicht nicht online sein (mindestens bei Google Maps und ggf. in Bewertungsportalen sind Sie es bereits)
  2. Das Informationsverhalten ändert sich radikal (Produktsuche beginnt schon bei Facebook, Bewertungen anderer Kunden auf Amazon werden immer relevanter)
  3. Auch digital gibt es 1A-Lagen (SEO Optimierungen und gezielte SEA Kampagnen helfen Kunden Ihre Marke / Produkt zu finden)
  4. Ohne Differenzierung funktioniert es online nicht
  5. Synergien zwischen online und offline nutzen (nur 8% der Deutschen recherchierten und kauften in 2015 nur online, zum Großteil ist es eine Kombination aus online recherchieren und offline kaufen, oder andersherum).
  6. Diese Synergien wollen auch die „Großen“ nutzen (siehe Google Shopping)
  7. Auch Verbände wachen auf (SABU z.B. präsentiert auf seiner regionalen Suchplattform für Schuhe die Ergebnisse vieler teilnehmender Händler). Allerdings greifen solche Maßnahmen auch nicht immer (Negativbeispiel: Online City Wuppertal).
  8. Stationär muss seine Stärken ausspielen damit Ladengeschäfte weiterhin interessant bleiben (Showroom und Einkaufserlebnis bieten; Service vor Ort und erstklassige Beratung; Online und Offline kombinieren durch Click & Collect Services).

Tipps wie Sie Ihr Ladengeschäft erfolgreich online vermarkten

Wer sich mit diesen Fakten und deren Auswirkungen auf das eigene Ladengeschäft auseinandersetzt, hat schon viel gewonnen. Mit konkreten Tipps und einigen Beispielen aus der Praxis zeigte Martin Himmel den Teilnehmern einen Weg um schnell auf den Online-Zug aufzuspringen.

  1. Erkennen Sie Ihren Mehrwert – Generell und Online.
  2. Verstehen Sie die Customer Journey Ihres Kunden. Wo startet Ihr Kunde seine Produktsuche? Was bewegt ihn zum Kauf? Besetzen Sie die relevanten Touchpoints.
  3. Nutzen Sie Online-Werbeformate. Kommen Sie dabei auf den Fahrersitz und erreichen Sie Cross-Channel.
  4.  Kümmern Sie sich um Ihre Unternehmenskultur. Schaffen Sie ein Team das „Bock auf Digital“ hat.
  5. Systeme müssen „onlinefähig“ sein.
  6. Analysieren und optimieren Sie Ihre Geschäftsprozesse.
  7. Starten Sie unperfekt, aber lernen Sie schnell. Skalieren Sie robust.
  8. Erfinden Sie das Rad systematisch nicht neu, aber integrieren Sie es sauber.

Unser Fazit

Erfolgreiche Ladengeschäft sind mit der richtigen Online-Strategie machbar. Wichtig ist es dabei, seine Kunden genau zu kennen. Nur dann kann man sie mit den richtigen Werbeformaten am richtigen „Ort“ abholen. Natürlich nur, wenn auch die Systeme und Prozesse mitspielen und entsprechend auf Online vorbereitet sind.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihr Ladengeschäft durch Online-Kanäle profitabel zu machen. Vereinbaren Sie jetzt ein kostenfreies Erstgespräch.

 

Fallstudie Delinero

Daniel Olesen-Fett

In dieser Fallstudie geht es um unseren Kunden DELINERO, der seit vielen Jahren in der eFood Branche aktiv ist. Eine geplante Verdopplung des Wachstums innerhalb von 2 Jahren zwang DELINERO Abläufe zu professionalisieren und einen geeigneten Logistikpartner für die Abwicklung zu finden.

Das sagt DELINERO über unsere Zusammenarbeit:

„ecom consulting hat unser Startup auf dem Weg der Professionalisierung von Prozessen sehr zielgerichtet unterstützt. Durch die gute Vorauswahl und Aufbereitung konnten wir uns fachlich und wirtschaftlich sehr effizient für den passenden Logistikpartner entscheiden. Die einhergehende Optimierung im Zusammenspiel von Backend und Frontend führt zu schlankeren Prozessen und reduziert unseren CPO im zweistelligen Centbereich.“

Daniel Olesen-Fett, Geschäftsführer, DELINERO <<

 

Über DELINERO

DELINERO ist Deutschlands größter Onlineshop für Premium-Lebensmittel aus ganz Europa. Unter dem Motto „Besser Essen“ überführt DELINERO seit 2012 die besten Qualitätsprodukte ausgesuchter Manufakturen in die Weiten des Internets. So können die Kunden von zu Hause aus kulinarisch durch Europa reisen. Seit Mitte 2015 komplett unter dem Dach von Gruner + Jahr, hatte DELINERO vor den nächsten Wachstumsschritt einzuleiten und die Auftragszahlen von 2016 auf 2018 zu verdoppeln. Um das zu schaffen wurde es notwendig Abläufe zu professionalisieren und kompetente Partner für die Logistik zu finden.

Die Zielgruppe von DELINERO sind zum überwiegenden Teil B2C-Kunden in Deutschland.

Details zu unserem Projekt

DELINERO war auf der Suche nach einem kompetenten Logistikdienstleister (LDL), mit dem das Unternehmen wachsen und das Geschäft weiter professionalisiert werden kann. Gestartet ist das Unternehmen mit einem Marktplatzmodell, das über eine eigene Logistik in Hamburg den Warenversand organisierte. Nun galt es, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen – mit einem starken Partner an der Seite.

Im zweiten Quartal 2017 stand ein Relaunch in Front- und Backend an. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch die Logistik an einen geeigneten Dienstleister abgegeben werden.

ecom consulting wurde beauftragt, die Ausschreibung zur Suche eines geeigneten Logistik-Partners zu übernehmen und dafür die relevanten Strukturdaten und logistischen Kernprozesse aussagekräftig aufzubereiten sowie entsprechende Ableitungen für die weitere Geschäfts-entwicklung zu erarbeiten. Ebenfalls galt es dabei, das Projekt-Setup in die parallele Umsetzung des Relaunches möglichst reibungslos zu integrieren.

Herausforderungen im Projekt

Bisher wurde die logistische Abwicklung von DELINERO selbst übernommen. Die räumlichen Beschränkungen des Lagers und das pragmatische Logistikhandling mit geringer IT- Unterstützung behinderten die Wachstumspläne. Es wurde entschieden, dass eine eigene Logistik weder einen USP noch Kerngeschäft für DELINERO darstellt und somit Investitionen in die Weiterentwicklung der eigenen Logistik wirtschaftlich nicht sinnvoll sind.

Der gewünschte Partner für DELINERO musste nicht nur kurzfristig, sondern auch bei zukünftigem Wachstum die Logistikprozesse mit den speziellen Anforderungen eines Online Food Anbieters optimal abbilden können.
Logistiker müssen für das Handling von Food Online-händlern in der Vereinnahmung und Lagerung die Mindesthaltbarkeitsdaten, Chargen, Bio Dokumentationen und Produktprüfungen durchgängig berücksichtigen. Gleichfalls gehören die Einhaltung von Kühlketten, teilweise in unterschiedlichen Kühlzonen, durch den gesamten Prozess und die Nachverfolgbarkeit aller Aufträge bis auf Chargenebene zu den Mindestanforderungen.

 

 

Insbesondere im Retourenmanagement sind weitergehende Prüfanforderungen von Food Artikeln zu erfüllen. Viele der Anforderungen werden über die IFS Zertifizierung in verschiedenen Stufen überprüft.  Auch die Lagerung / Haltbarkeit und die Vereinnahmung von Retourenware (v.a. bei Kühlware) ist ein Prozess, der vom Logistikpartner problemlos beherrscht werden sollte. Neben den spezifischen Anforderungen ist es ebenso wichtig, flexibel und schnell auf spontane Bestellschübe oder höhere Lagervolumina zu reagieren.

Die Komplexität des Projektes liegt zum einen darin, den geeigneten Partner mit Lebensmittel- und eCommerce Knowhow aus der Fülle an Logistikanbietern zu identifizieren. Gleichzeitig muss der Dienstleisterwechsel parallel zur Umstellung von Prozessen im Front- und Backend im Zuge eines großen Relaunches koordiniert werden. Auch müssen zur Vorbereitung des Outsourcings viele Prozesse im Bestellvorgang bei Lieferanten als auch der Auftragsübermittlung derart standardisiert und strukturiert werden, dass alle Aufgaben reibungslos an den externen Dienstleister übergeben werden können. So müssen sowohl Einkäufe bei den Lieferanten, die Kundenbestellungen im B2B Prozess als auch das Geschäftsfeld Abobox im Auftragsfluss systembasiert standardisiert werden.

Um einen möglichst effizienten und reibungslosen Übergang zu gewährleisten, hat sich DELINERO entschieden, auf die Erfahrung von ecom consulting als externe Logistik- und Fulfillment-Beratung zurückzugreifen.

Umsetzung

Ganz konkret haben wir DELINERO bei folgenden Projektschritten unterstützt:

  • Auswahl Longlist / Shortlist Logistikdienstleister (LDL)
  • Spezifikation / Beschreibung der (neuen) Prozesse
  • Identifizierung der spezifischen Anforderungen an den neuen LDL
  • Aufbereitung einer aussagekräftigen Ausschreibungsunterlage
  • Vorbereitung Pitch Termin
  • Aufbereitung kaufmännischer Vertragsparameter, inkl. Leistungsspezifikation und Service Level Agreement
  • Beauftragung LDL unter vertraglicher Berücksichtigung eines möglichen zukünftigen erneuten Wechsels
  • Anpassung einzelner Spezialprozesse (weg vom Workaround hin zur Neu-Definition)
  • Vorbereitung und Durchführung Kickoff und erste Implementierungsworkshops
  • Synchronisation des Meilensteinplanes von Relaunch mit Prozessoptimierung und Dienstleister-Wechsel

 

Das Ergebnis unserer Arbeit

  • Schnelle Projektumsetzung durch professionelle Unterstützung (4 Wochen von Beauftragung ecom consulting bis zur Auswahl des neuen Dienstleisters!)
  • Qualifizierte Vorauswahl der Anbieter: durch die langjährige Erfahrung im Bereich Logistik und Fulfillment kann ecom consulting geeignete LDL speziell für DELINERO identifizieren
  • Schlankere Prozesse (vom Wareneingang bis zur Retourenbuchung) im Lager sowie eine größtmögliche Automatisierung der Abläufe werden zukünftig für eine Reduzierung des CPO im zweistelligen % Bereich sorgen
  • Gerade beim Wechsel des LDL und der gleichzeitigen Einführung neuer Prozesse ist die Erfahrung von ecom consulting hilfreich, da zum frühestmöglichen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen und Weichenstellungen eingefordert werden. Das spart nicht nur wertvolle Projektzeit, sondern auch Geld.

Multichannel gehört die Zukunft

Beitrag von Oliver Lucas in der DVZ

Oliver Lucas hat mit der DVZ über das Thema Click & Collect gesprochen. Die Akzeptanz der Kunden für diesen Multichannel-Service ist bisher nicht sehr hoch. Lediglich 5,9 % aller Käufe sind derzeit Cross-Channel-Käufe und viele Kunden können mit dem Thema Click & Collect oder Multichannel schlichtweg nichts anfangen.

Das liegt vor allem daran, dass Unternehmen den Kunden den Nutzen und Mehrwert ihrer Services nicht deutlich genug kommunizieren. Oliver Lucas berichtet über unseren Kunden Media Markt / Saturn, der aktuell eine Click & Collect Abholquote von 40% verzeichnen kann. Dies wird erreicht, indem der Service und deren Vorteile aktiv an die Kunden kommuniziert wird.

Click & Collect richtig einsetzen

Ist der Kunde erst einmal in der Filiale, können Verkäufer mit Beratungskompetenz punkten und eventuell noch Zusatzprodukte verkaufen. Alles in allem haben Kunden von Unternehmen, die den Multichannel-Ansatz leben, einen positiveren, sympathischeren und innovativeren Eindruck als von Unternehmen, die nur einen Vertriebskanal nutzen.

Welche Prozesse man für einen funktionierenden Click & Collect Service im Multichannel-Umfeld benötigt, verrät Oliver Lucas im Artikel mit der DVZ. Angefangen beim Bestand, bis hin zur Bezahlmethode bei einer Rückgabe in der Filiale müssen alle Prozesse und Systeme reibungslos funktionieren, damit der Service für den Kunden zufriedenstellend ablaufen kann.

Im Optimalfall schafft es ein gut geschulter Verkäufer in der Filiale durch ein persönliches Gespräch einen skeptischen Kunden zu einem zufriedenen Kunden zu machen.

 

Internet World Kongress – ein Rückblick von Oliver Lucas

Der Internet World Kongress am 10./11. Oktober 2017 in München behandelte 2 Tage lang die wichtigsten Trends rund um die Themen Online-Marktplätze, digitaler Handel, Managing Growth und Web-Software. Als Redner und Moderator war ich bei einigen Sessions mit auf der Bühne und habe mit Geschäftsführern und Entscheidern über verschiedene Themen diskutiert. Meine Eindrücke habe ich für Sie zusammengefasst:

Tag 1 – Marken im digitalen Handel

It’s all about the Customer, stupid! – Sinnerschrader

Die Key Note von Matthias Schrader von sinnerschrader „It’s all about the Customer, stupid!“ referenzierte stark auf sein tolles Buch über transformationale Produkte. In seiner Philosophie wird der Kunde zum Schatten CEO: hierbei steht er einerseits im Zentrum von Product Management, Product Operations, Product Engineering und Product Design. Andererseits im Spannungsfeld von Brand, Business Model, Processes und Technology.

Mobile first – Erfahrungen von Asos

Die nachfolgende Key Note des CEO von Asos Brian McBride führte uns durch seine langjährigen Erfahrungen und fokussierte als Key Message die zwingende Notwendigkeit auf Mobile zu setzen vor Augen. Bei Asos wird die App 8mal häufiger genutzt als Desktop / Laptop mit einer Verweildauer von 70 Min. je Monat. Die Order Frequenz ist 50% höher und in der App werden je User doppelt so viele Produkte angeschaut. Im Kern des Handelns steht auch bei ihm der Kunde, den man auch via Social Media und Engagement Marketing bestens kennen sollte. Snapchat und Instagram haben für Asos hohe Relevanz, weshalb Asos selber 60.000 „pieces of content“ pro Monat erstellt, um seine Kunden engagiert und aktiv zu halten. Zu unserer Freude war seine letzte Folie „Operations and Fulfilment are Key“ – denn auf dem Level von Asos gilt ausschließlich Professionalität, Effizienz und Skalierbarkeit.

Die Customer Journey ist das neue Produkt

Der Vortrag unseres Partners Ralph Hübner zum Thema „Die Customer Journey ist das neue Produkt“ stellt den gesamten Erfahrungsprozess des Konsumenten im Such-, Kauf und Nutzungsprozess in den Vordergrund. Die entscheidende Produktaufgabe von Herstellern ist heute ein ganzheitliches Management von Produkt + Preis + Content + Logistik + Services + Bewertungen. Dementsprechend muss die gesamte Organisation, zumindest aber die Geschäftsleitung, der Vertrieb, das Marketing, das Produktmanagement und der Service, ihren Innovations- und Leistungsfokus an der Journey ausrichten. Der klassische Produktmanager wird zum Customer-Journey-Manager. Ralph Hübner berät aktuell viele Marken und Hersteller, die gerade vor diesen strategischen Herausforderungen stehen. Mittels einer Customer-Journey Analyse hilft er ihnen die digitalen Vertriebsstrategien zu optimieren. Eine fundierte Plattform- und insbesondere amazon Strategie ist heute für Hersteller Pflicht!

PUMAs Eroberung der Marktplätze

In der nächsten Session habe ich mit Felix Jahn, dem Head of eCommerce von PUMA über PUMA’s eCommerce Entwicklung und insbesondere deren Engagement auf Marktplätzen gesprochen. PUMA war im Jahr 2016 sehr erfolgreich und konnte den Umsatz gerade im Sportschuhbereich deutlich erhöhen. Gerade bei den Einzelhändlern wie z.B. Intersport hat es PUMA allerdings schwer und kommt nicht an Marken wie Adidas oder Nike heran. Auch aus diesem Grund sind Online Marktplätze für PUMA sehr relevant. Ein eigenes Team in der PUMA Organisation kümmert sich ausschließlich um die optimale Präsenz auf digitalen Marktplätzen wie z.B. Zalando, Amazon, schuhe.de. PUMA hat erkannt, dass die Kunden bei der Produktsuche oft auf Marktplätzen unterwegs sind, noch bevor sie sich gezielt für eine Marke entschieden haben. Die richtige Präsenz von PUMA soll helfen, die Verkäufe in 2017 noch weiter zu steigern. Konkrete Zahlen zu Online Anteilen ließ er sich jedoch nicht entlocken – lediglich „sehr positive Wachstumszahlen“ lassen eine erfolgreiche Umsetzung vermuten. Entscheidender Faktor für das Online Wachstum ist ein starkes internes Online Team, welches die Onliner Spielregeln durschaut und „Bock auf neue Themen“ hat.

Der Next Generation Customer Centricity Ansatz von myEnso

Mit myEnso startete vor wenigen Wochen ein neuer Online Anbieter für Lebensmittel. Der Gründer und Geschäftsführer Norbert Hegmann erläuterte seine Beweggründe, über „Next Generation Customer Centricity“ in diesen Markt einzusteigen. Kunden können sich über einen Genossenschafts-Ansatz am Unternehmen beteiligen und promoten weitere Kunden. Diese Kunden wählen relevante Lebensmittel selber aus. Das Angebot soll sehr breit werden – bis zu 100.000qm Logistikfläche mit einer modernen Infrastruktur (Roboter bewegen die Fachbodenregale zum Kommissionierplatz) sind bereits ausreichend vorhanden. Es bleibt abzuwarten, wie die Wachstumspläne umgesetzt werden können und ob hier ein neuer veritabler Wettbewerber zu rewe.de, allyouneedfresh und amazon fresh entsteht.

Ein preisgekrönter Webshop ist noch kein Selbstläufer – die Story von Donkey Products

Mit Florian Berger von Donkey Products habe ich anschließend zum Thema „Ein preisgekrönter Webshop ist noch kein Selbstläufer“ gesprochen. 2008 gründete Florian Berger die Marke Donkey Products. Der Online-Shop wurde mit mehreren Branchenpreisen gekrönt, u.a. mit dem Internet World Business Shop-Award. Doch der erhoffte Erfolg blieb trotz erfolgreicher Marke und preisgekröntem Shop aus. Letztlich musste leidlich erlernt werden, dass nach dem Shop Launch die eigentliche Arbeit mit einem nachhaltigen Kümmern um Traffic, Conversion und fortlaufende Optimierung gleich weitergeht. Ein schöner Shop alleine ist kein Selbstläufer für den Erfolg – von seiner Agentur und bestehenden Partnern wurde Donkey hierauf jedoch leider nicht ausreichend vorbereitet. Nach einer längeren Durststrecke wurde die Strategie angepasst, indem regionale Anbieter für Geschenkartikel auf der Plattform ihre Artikel neben den Donkey Products anbieten können. Somit profitieren nun Kunden, Hersteller und der eShop selber vom „Lokalhelden“ Ansatz.

VAUDE wird digital

Im Vortrag von Manfred Meindl wurde die Digitalisierungsstrategie von VAUDE vorgestellt. Vaude setzt im eCommerce auf den Partner Ansatz und hat seit vielen Jahren commerce connector im Einsatz. Nicht alle Händler sind in der eigenen Digitalisierung top aufgestellt, aber auch der Outdoor-Markt wird online immer stärker. Ein Highlight ist die Verteilung der Marketing Budgets – für 2018 spielt Print in den Planungen keine Rolle mehr. Durch „online only“ verspricht man sich eine stärkere Fokussierung auf Zielgruppen. Ein Feldtest in Schleswig-Holstein hat beispielsweise erstaunliche Effekte in der Erhöhung der Markenbekanntheit und somit auch der Umsätze ergeben. Die Strategie scheint sich somit zu bestätigen.

Tag 2 – Managing Growth

Unternehmensbeteiligungen managen – im Gespräch mit OTTO, pixi und Hampelton

Zum Thema „Make or buy“ diskutierte ich am 2. Tag des Internet World Kongresses mit Miro Parizek, Gründer von Hampleton Partners, Gregor Walter, pixi Software GmbH und Christoph Stancke, Senior Project Manager bei der OTTO Group. Hier ging es zentral um die Fragestellung, wie durch Unternehmensbeteiligungen Wachstum in der digitalen Transformation gemanaged werden kann. OTTO hat sich in den letzten Jahren zu einem veritablen Investor entwickelt, der seine diversen Beteiligungen aktiv managed – ohne dabei die unternehmerischen Initiativen der vorigen Eigentümer bremsen zu wollen. Die Ergebnisse sind positiv und mittelfristig wird OTTO weiter auf der Käuferseite agieren. Gregor Walter berichtete vom Verkauf von pixi an descartes (kanadisches IT Unternehmen), welcher durch Hampleton eingeleitet und organisiert wurde. Auch nach dem Verkauf kann pixi seine Ideen gut voranbringen und behält ausreichend Handlungsspielraum. Der persönliche und strategische Fit war neben Kaufpreisdiskussionen der wesentliche Hebel für einen erfolgreichen Deal. Die internationale Komponente durch Hampleton hat letztlich zu besseren Interessenten geführt.

Die eigene „bankability“ erhöhen – Dt. Handelbank, Alphanet und 99chairs berichten

Weiteres Wachstum erfordert auch immer eine solide Finanzierung. Über die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung sprach ich mit Daniel Kreis, CEO der Deutschen Handelsbank, Marco Hierling, CEO Alphapet Ventures GmbH und Frank Stegert, CEO 99chairs GmbH. Die Deutsche Handelsbank konzentriert sich als Fremdkapitalgeber auf wenige Produkte und hat sich damit auch bei Startups einen guten Ruf erworben. Ein erfolgreicher Case ist die Zusammenarbeit mit Alphapet, wo schließlich sogar eine zusätzliche Akquisition mit eingeleitet und unterstützt wurde. Alphapet steht damit in hervorragender Startposition um weiter zu wachsen, die eigene „bankability“ hilft in vielen strategischen Facetten, sodass der eigene Handlungsspielraum (Finanzierung working capital, Internationalisierung, Expansion, Akquisitionen etc.) deutlich vergrößert wird. Auch bei 99chairs spielten Kapitalrunden eine große Rolle fürs Wachstum – mittlerweile wird neben Fremdkapital auch mit der Nutzung von Fördermitteln gearbeitet. Ein learning der Session: an erfolgreiche Finanzierungsrunden stets Fremdkapitalrunden anschliessen, um die gleichen Unterlagen zu nutzen und insgesamt solide aufgestellt zu sein. Banken werden dabei immer mehr als Partner und nicht nur als reiner Kapitalgeber gesehen, alle profitieren von einer vorsorglichen Planung der Liquidität.

Wachstumsschmerzen im Prozessbereich – Erfahrungen von Media Saturn und vitafy

Gemeinsam mit unseren Kunden Christian Böhm von vitafy und Marcus Reuter von Media Markt /Saturn diskutierte ich zum Thema Wachstumsschmerzen in Unternehmen und die Auswirkungen auf den Logistik-Bereich. Dabei ging es zentral um die Frage, ab welchem Punkt ein Unternehmen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen bzw. ein zentrales Datenmanagement einführen muss. Media Markt / Saturn kämpft mit extremen Auftrags-Peaks z.B. im Weihnachtsgeschäft oder am Cyber Monday. Diese Peaks sind eine Belastung für die gesamte Prozesskette vom Auftragseingang über die Lagerprozesse bis zur Kundenbetreuung. Vitafy hingegen hat mitten in einer extremen Wachstumsphase den Logistik-Dienstleister wechseln müssen und musste dafür erst viele Lagerprozesse optimieren und automatisieren. In Wachstumsphasen stellt sich generell die Frage, ob die bestehende inhouse Logistik-Infrastruktur ausgebaut werden soll oder ob das Outsourcen zu einem externen Fulfilmentanbeiter sinnvoller ist.

Fachkräftemangel im eCommerce? LudwigBeck, norisk und HAYS berichten

Zum Thema Fachkräftemangel im eCommerce sprach ich anschließend mit Fabian Goehler, Geschäftsführer LudwigBeck, Dominik Haupt, Geschäftsführer norisk GmbH und Frank Schabel, Marketingleiter HAYS. Der Bedarf an qualifizierten eCommerce Fachkräften ist nach wie vor da. Die meisten Firmen versuchen die eigenen Leute weiter zu entwickeln und auf das Thema eCommerce gezielt zu schulen. Gerade im Bereich der Hersteller und Händler werden spezialisierte Fachkräfte für einzelne Bereiche kaum benötigt sondern eher die „eierlegende Wollmilchsau“ – eine Fachkraft die sich in jedem Bereich rund um das Thema eCommerce auskennt. Arbeitnehmer legen auf Grund der eigenen Planungssicherheit immer mehr Wert auf ein sicheres Arbeitsverhältnis. Etablierte Unternehmen sind daher generell gefragter als Arbeitgeber als Start-Ups.

Tag 2 – Everywhere Commerce

Mobile Customer Journey – ein Google-Mitarbeiter gibts Tipps

Über das Thema „Mobile – be fast, be seen, be smart“ sprach am 2. Tag des Internet World Kongresses Dominik Wöber, Head of Performance Solutions bei Google. Viele Unternehmen haben die Bedeutung der mobilen Customer Journey ihrer Kunde noch nicht erkannt. Mit langsamen oder mobil nicht optimierten Seiten werden Kunden verprellt. Wie stellen Firmen sich am besten in der „Mobile-First-Ära“ auf? In einfacher Herleitung wurden konkrete takeaways, wie die Bildoptimierung, die regionale-mobile Ausspielung und die Nutzung von Standard Services für schnelle Ladezeiten erläutert. Für google ist die mobile Kompetenz der Anbieter und Seiten mittlerweile das Nr. 1 Kriterium für die Bewertung der Suchergebnisse.

Mobile Online Shopping – eine Erfolgsgeschichte von Adidas

Eine Aktion in die ganz andere Richtung versuchte Adidas mit seinem Fußballschuh GLITCH. Stephan Schambach, Gründer und CEO von Newstore und Marc Makowski, Director Business Development von Adidas berichteten über die Erfahrungen aus der Aktion. Zusammen mit Micro-Influencern hatte Adidas einen Fußballschuh kreiert, dessen Launch jegliche konventionelle Marketing-Massnahmen ignorierte und der trotzdem eine riesige Nachfrage generierte. Kunden konnten den Schuh ausschließlich über die mobile „Glitch“-App ordern – und auch nur auf Einladung. Der Hype war so groß, dass Zugangscodes für die App auch über eBay gehandelt wurden. Die technische Basis hierfü lieferte Stephan Schambach mit seiner neuen Omnichannel Lösung newstore, die besonders auf location spezifische Kundeninteraktion in einer Omnichannel Welt ausgerichtet ist.

Allyouneedfresh und Amazon`s Alexa vereint

Weitere neue Shopping-Entwicklungen präsentierte Max Thinius der allyouneed Fresh GmbH. Dort können online nicht nur Lebensmittel gekauft werden, es gibt im Vergleich zu einem offline-Supermarkt auch eine riesige Auswahl an veganen, vegetarischen und laktosefreien Lebensmitteln. Die Bestellung ist einfach und unkompliziert. Die Einkaufsliste kann bequem per Sprachbefehl von Alexa erstellt werden. Der Nutzer muss die Bestellung momentan allerdings noch selbst ausführen. Allyouneedfresh reagiert mit der Kooperation von Amazons Alexa auf die geänderten Bedürfnisse der Kunden beim Kauf von Lebensmitteln. Schon in naher Zukunft wird sich die Art des Einkaufs weiter verändern. Das Potential des Online-Lebensmittelmarktes wird noch immer stark unterschätzt. In einem kurzweiligen Plausch konnte ich mit Max Thinius diverse Themen des zukünftigen Online- und Einkaufsverhaltens durchdeklinieren.

Unser Fazit

Die Moderation der Sessions auf dem Internet World Kongress hat mir sehr viel Spaß gemacht und viele interessante Themen rund um den Online-Handel behandelt. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein dürfen und sind schon gespannt, welche Themen dann auf der Agenda stehen.

 

Marketing Power Conference: Fit für das Amazon Zeitalter

Let´s focus on Digital

Unter dem Motto „Let´s focus on Digital“ beschäftigt sich die Marketing Power Conference am 17./18.10.2017 wieder mit den neuesten Trends rund um das Thema Marketing im digitalen Zeitalter.

Martin Himmel erläutert in seinem Vortrag „Machen Sie ihr Unternehmen fit für das Amazon Zeitalter“ wie sich das Einkaufsverhalten der Kunden durch Amazon verändert hat. 90% der Deutschen kaufen bereits bei Amazon ein, 45% davon starten ihre Produktsuche dort. Doch auch das stationäre Geschäft ist weiterhin wichtig, 54% der Deutschen kaufen nach wie vor mindestens 1x wöchentlich im stationären Handel ein. (Quelle: pwc_Gesamtstudie_Total_Retail_2017)

Um mit dem digitalen Wandel und den durch Amazon hervorgerufenen Änderungen im Kaufverhalten mithalten zu können ist es wichtig, die richtigen Prozesse und Systeme im eigenen Unternehmen zu verankern.

Infos zur Marketing Power Conference 2017

Neben spannenden Fachvorträgen von IT- und Marketingspezialisten sowie zahlreicher Geschäftsführer bietet die Marketing Power Conference auch ausreichend Zeit für aktives Networking.

Die Marketing Power Conference ist eine kostenfreie Veranstaltung. Tickets und weitere Informationen gibt es hier.

 

Pack ma`s digital – IHK Webinar: Tipps und Erfahrungen für Ihren erfolgreichen Online Handel

Webinar am 26. Oktober 2017

Referenten:

Oliver Lucas, Geschäftsführender Gesellschafter der ecom consulting GmbH

Christian Krömer Geschäftsführer Spielwaren Krömer GmbH & Co. KG

Moderator:

Bernhard Kux, IHK für München und Oberbayern

Multichannel ist heutzutage ein Muss für all jene Händler, die sich langfristig am Markt positionieren wollen. Gewusst wie, ist eCommerce ein lukrativer Absatzkanal. Um erfolgreichen Online-Handel zu betreiben, muss jedoch nicht zwangsläufig sofort ein eigener Shop her. Woran hingegen kein Unternehmen vorbei kommt, sind klar definierte Ziele, Abläufe und Prozesse. Oliver Lucas, Geschäftsführer bei der unabhängigen Beratungsfirma ecom consulting, verrät Tipps und Tricks, wie Händler ihr Wachstum dank eCommerce fördern können ohne davon überrollt zu werden. Neben ihm wird Christian Krömer von Spielwaren Krömer, einem sehr erfolgreichen Multi-Channel-Händler, von seinenErfahrungen aus der Praxis berichten.

Für weitere Informationen und Erfahrungen aus erster Hand nehmen Sie am Webinar „Tipps und Erfahrungen für Ihren erfolgreichen Online Handel“ am 26. Oktober, 16:00 – 17:00 Uhr teil. Dort haben Sie auch die Möglichkeit direkt Fragen an die Referenten zu stellen.

Veranstaltungsort: online

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Online-Anmeldung ist jedoch notwendig. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.ihk-muenchen.de/webinar-tipps-onlinehandel

Wirtschaftsinformatik Projekt mit der technischen Hochschule Ingolstadt

Wir freuen uns auf ein gemeinsames Projekt mit den Studenten der Technischen Hochschule Ingolstadt im Bereich Wirtschaftsinformatik / Digital Commerce unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Stummeyer.

Das Projekt

Bei unserem Projekt geht um Systeme für Zeiterfassung, Abrechnung und Controlling bei Dienstleistungsunternehmen. Als Beratungsunternehmen beschäften wir uns gerade selbst mit dieser Thematik.

Die Rahmenbedingungen für das Projekt wurden in einem gemeinsamen Kick-off Termin mit den Studenten und Prof. Dr. Stummeyer definiert. Im Verlauf des Wintersemesters werden die Studenten selbständig Projektergebnisse erarbeiten und uns über die Projektfortschritte auf dem Laufenden halten. Dies passiert in enger Abstimmung mit uns und Prof. Dr. Stummeyer.

Wir freuen uns über das Engagement der Studenten und sind schon sehr gespannt auf das Projektergebnis.

Unser Kick-off Termin mit den Studenten

Digitaler Handel im DIY-Segment

Ralph Hübner und Martin Himmel sprechen in der aktuellen Ausgabe des Baumarktmanagers über die Herausforderungen der DIY-Unternehmen in Zeiten des digitalen Handels.
Bisher war die Konkurrenz im DIY-Segment aus dem Internet mit nur 5,8% Marktanteil eher gering. Für die nächsten Jahre soll der Online-Anteil 8-10%  vom Gessamtumsatz betragen. Amazon ist bereits in den DIY-Markt eingestiegen und vertreibt für B2C und B2B Kunden viele Artikel rund um das Thema Heimwerken.

Der Einstieg in den Online-Markt

Wie kann man als Unternehmen im DIY-Segment in den Online-Markt einsteigen? Am besten erstellt man zuerst ein Cross-Channel-Konzept, in dem man definiert welche Kanäle für das eigene Unternehmen relevant sind und wie diese bedient werden sollen. Mittels einer Customer Journey Analyse findet man heraus, wie der Kaufprozess der Kunden aussieht und über welche Touchpoints Kunden Kontakt aufnehmen. Dabei kann es signifikante Unterschiede zwischen Heim- und Profihandwerkern geben.  Die DIY-Unternehmen müssen lernen, wie auf den unterschiedlichen Kanälen kommuniziert wird und welche technischen Anforderungen z.B. an die Produktdaten bei den unterschiedlichen Kanälen bestehen. Gerade bei der Technik sollte man nicht an falscher Stelle sparen. Ohne die richtige IT-Infrastruktur und sauberes Datenmanagement kann man Kanäle nicht ordentlich bedienen.

Für Neueinsteiger im DIY-Segment macht es durchaus Sinn, sich bei diesen Themen von einem Profi helfen zu lassen. Berater erstellen Cross-Channel-Konzepte, Customer Journey Analysen und finden die passende IT-Systemlandschaft für jedes Unternehmen. So kann sichergestellt werden, dass man für den Markteinstieg bestens gerüstet ist.

Gesamter Artikel aus dem Baumarktmanager

Den gesamten Artikel finden Sie in der September-Ausgabe des Baumarktmanagers.

Einen kurzen Auszug aus dem Artikel finden Sie hier:

Baumarktmanager

 

Die DIY-Branche wird digital

Ralph Hübner bei den Kölner Gesprächen

Am 28.09.2017 treffen sich Händler und Hersteller der Baumarkt- und Gartenbranche um über die Herausforderungen des digitalen Handels zu sprechen.

Branchenkenner und eCommerce Experte Ralph Hübner informiert bei den Kölner Gesprächen um 10:15 Uhr zum Thema „Customer Journey ist das neue Produkt“.

Weitere Informationen zum Event finden Sie hier.

 

Kölner Gespräche

Online-Plattformen

Amazon hat vorgemacht wie man eine erfolgreiche Online-Plattform aufbaut und betreibt. Inzwischen dient Amazon den Kunden nicht nur zum Shoppen, sondern auch als Recherchequelle für Preise und Kundenbewertungen vieler Produkte. Neben Amazon und Zalando wollen jetzt auch viele andere in das Plattformgeschäft einsteigen. Der Lebensmittelhändler Rewe plant derzeit einen Marktplatz für Küche und Haushalt, Galeria Kaufhof hat eine eigene Onlineplattform mit Tradebyte umgesetzt.

Online-Plattformen bringen neue Kundengruppen durch erweiterte Sortimente und attraktivere Angebote. Dabei spielt die Integration von Lieferanten per Dropshipment eine wichtige Rolle. Auf diese Weise können externe Lagerflächen in den Verkaufsprozess integriert werden. Viele Produkte können damit direkt vom Hersteller zum Endkunden geliefert werden und müssen nicht den Umweg über eine Lagerung des Plattformbetreibers gehen.

Wer seine Waren über Marktplätze verkaufen möchte, sollte sich vorher im Detail über die Abwicklung, Kosten und Potentiale informieren. Wer selbst Plattformbetreiber werden will, sollte sich unbedingt vorher über folgende Punkte Gedanken machen:

Anforderungen für den Betrieb einer Online-Plattform

1. Grundvorraussetzung: eine hohe Relevanz in der angestrebten Nische bzw. Zielgruppe

Bevor Sie eine eigene Plattform ins Leben rufen, sollten Sie sicher sein, dass Ihr Unternehmen eine hohe Relevanz in der gewünschten Nische hat. Ansonsten kommen Sie in einen betriebswirtschaftlichen Teufelskreis: keine Kunden, keine Händler, keine spannenden Produkte, keine Kunden.

2. Definition der Plattform: Mittler oder Händler?

Überlegen Sie sich vor dem Betrieb genau wie Sie sich positionieren wollen. Als Mittler oder als Verkäufer von Waren? Je tiefer Sie die Lieferanten integrieren, desto höher sind die organisatorischen Anforderungen an den Kundenservice, das Finanzmanagement und die Prozesskompetenz.

3. Ziehen Sie zu Beginn eine Plattform „light“ in Betracht

Zu Beginn einer Plattform ist es wirtschaftlich sinnvoll, Lieferanten via Dropshipment zu integrieren. So können Partner mit einem externen Lagerort mit in die eigenen Prozesse und Verkaufskanäle eingebunden werden. Anschließend kann die Plattform nach und nach erweitert und um Produkte, Sortimente und Händler ergänzt werden.

4. Sorgen Sie für ein ausgefeiltes Prozess-Monitoring mit Lieferanten-Bewertungsmöglichkeit

Bei einer Online-Plattform spielt das Thema Qualität eine sehr große Rolle. Patzt einer der Lieferanten, strahlt das automatisch auf den Plattformbetreiber aus. Negative Kauferfahrungen machen schnell die Runde und vertreiben Kunden schneller als positive Erfahrungen neue Kunden bringen. Eine gutes Prozess-Monitoring in Kombination mit umfassenden Lieferanten-Bewertungsmöglichkeiten ist unumgänglich. Es hilft Ihnen dabei, die Prozesse auf Seiten der Lieferanten im Auge zu behalten und im Zweifelsfall die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen bevor viele negative Kundenerlebnisse die Zielgruppe vertreibt.

5. Schaffen Sie ein flexibel erweiterbares IT-Architektur-Design

Je mehr Lieferanten integriert werden, desto komplexer werden auch die Produktdatenstämme. Alle Systeme müssen darauf vorbereitet sein, ein breites und tiefes Sortiment verwalten zu können. Das ist häufig bei gängigen Shopsystemen ein kritischer Punkt. Ein sauberes und flexibel erweiterbares IT-Architektur-Design ist daher ein Muss. Ohne zentrales Produktdatenmanagement beginnen manuelle Sonderprozesse und das Arbeiten am System vorbei. Die Folge sind unübersichtliche Datenstrukturen bis hin zu fehlerhaften Daten. Diese wirken sich letztlich durch falsche Bestände oder mangelnde Produktdaten direkt auf das Kauferlebnis des Kunden aus.

6. Sichern Sie sich rechtlich ab

Die rechtlichen Anforderungen an den Betrieb einer Plattform sind sehr hoch. Dies liegt u.a. daran, dass Dritte Verkäufer der Waren sind. Themen wie Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung, Treuhand und Haftungsthemen für Produktdaten müssen unbedingt vorab geklärt und vertraglich zwischen Lieferanten/Händler und dem Plattformbetreiber festgehalten werden.

7. Überprüfen Sie die Datenanlieferung

Für viele Produktsortimente bestehen in der Zwischenzeit rechtliche Vorgaben, was die Angaben zum Produkt angeht. Durch ausgeklügelte Prüfungsworkflows ist sicherzustellen, dass diese Vorgaben auch von den Datenlieferanten eingehalten werden. Dabei ist ein automatisierter Prüfmechanismus von Vorteil. Einzelne Stichproben zur Prüfung der angelieferten Datenqualität werden nicht immer auf mangelnde oder fehlerhafte Daten hinweisen.

8. Behalten Sie die Kosten im Blick

Die Deckung der Kosten müssen durch die monatlichen und transaktionsbasierten Gebühren der Händler sowie der Werbekostenzuschüsse der Hersteller gedeckt sein. Eine sorgfältige Planung mit Luft für Marketingsmaßnahmen auf Käufer- und Verkäuferseite ist unerlässlich um eine wirtschaftlich rentable Plattform betreiben zu können.

9. Bieten Sie „Category Killer“

Spezialisierte Einzelhändler, die durch ein sehr umfangreiches Sortiment sowie die Preisgestaltung innerhalb einer bestimmten Kategorie massive Marktdurchdringung erlangen bezeichnet man als Category Killer. Durch solche Maßnahmen gewinnen diese Händler einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Auf Artikelebene betrachtet sind das die „Bestseller-Produkte“, die Sie in hohem Umfang zu günstigen Konditionen verkaufen und sich damit einen Namen machen können.

Weitere Details zum Thema Online-Plattformen erhalten Sie in unserem Artikel in der aktuellen Ausgabe der Logistik-Heute.

Ein kurzer Auszug aus dem Artikel gibt Ihnen einen weiteren Einblick in das Thema:

Logistik_Heute_20170922

E-Commerce BBQ

E-Commerce BBQ am 01. September 2017 in Bielefeld

Oliver Lucas moderiert das diesjährige E-Commerce BBQ in Bielefeld. Dort können sich Experten und Interessierte in verschiedenen Workshops und Vorträgen rund um die neuesten Trends im eCommerce informieren.

Dabei werden alle Themen von Online-Marketing bis zur Retouren-Logistik behandelt. Lernen Sie von den Experten wie Sie Ihr Online Business profitabel und erfolgreich führen.

Beim anschließenden Networking auf der BBQ-Party bleibt ausreichend Zeit interessante eCommerce Themen mit Gleichgesinnten zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Jetzt Tickets sichern

Erfahren Sie hier mehr über das Event oder buchen Sie gleich Ihr Ticket.

Fallstudie Vitafy

In dieser Case Study geht es um unseren Kunden Vitafy.de, der über seinen Online Shop Nahrungs(ergänzungs)mittel und Vitamine verkauft. Vitafy ist in den letzten 2 Jahren extrem stark gewachsen und war an dem Punkt angekommen, an dem vorhandene Systeme und Prozesse an ihre Grenzen stoßen.

Wir haben Vitay geholfen, das Online Business zu professionalisieren indem wir Prozesse und Systeme optimiert und den passenden Logistikpartner für die Abwicklung gefunden haben.

So beschreibt Vitafy unsere Zusammenarbeit:

Vitafy

 „Für unser Hyper-Growth Unternehmen war die fachliche Expertise von ecom consulting zur Professionalisierung von Geschäftsprozessen und Logistik sehr hilfreich. Den gemeinsam ausgewählten Dienstleister können wir nun dank klarer Prozessdefinition und klaren Vorgaben besser steuern. Durch eine Vielzahl an Maßnahmen im Projekt konnten wir unsere Effizienz stark verbessern und unsere Logistikkosten senken.“

Christian Böhm, Co-Founder und COO 

Über Vitafy

Vitafy ist ein Hyper Growth Unternehmen mit annähernd 100 Mitarbeitern und Sitz in München. Vitafy sieht sich als Partner des Kunden für ein vitales Leben und bietet als Online Pure Player alles rund um Fitness, Abnehmen und gesunde Ernährung an. Dazu gehören sowohl Nahrungsergänzungsmittel für bestimmte Fitnessbereiche, als auch zur Unterstützung beim Abnehmen. Kunden können sich im Vitafy Magazin über die neuesten Trends rund um Fitness, Abnehmen, Pflege und Gesunde Ernährung informieren. Zusätzlich verantwortet Vitafy u.a. das Produktmanagement und Logistikhandling für Sophia Thiel und MachDichKrass by Daniel Aminati.

Projektbeschreibung

In der starken Wachstumsphase mit über 100% Wachstum p.a. von 2014 bis 2016 hat sich das Unternehmen auf Sortimentsausbau und Marketing konzentriert. In der Auftragsabwicklung wurde noch zu wenig prozessorientiert gearbeitet. In der anfänglichen Unternehmensphase mit niedrigem Auftragsvolumen war dies noch kein Störfaktor.

Das weiter geplante Wachstum von >50% p.a. wurde jedoch durch manuelle Prozesse, viele Workarounds und mangelnde Professionalisierung bzw. Automatisierung gehemmt. Aus diesem Grund wollte Vitafy den Logistik-Dienstleister professioneller einbinden und alle Prozesse und Abläufe auch intern optimieren.  Die Hemmnisse für weiteres Wachstum sollten komplett beseitigt werden.

Als Zielsetzung sollen manuelle Eingriffe sowohl bei Vitafy als auch beim Logistikpartner nur noch in Ausnahmefällen notwendig sein. Workarounds sollen ganz abgeschafft werden. Vitafy entwickelt sich dadurch zu einem effizienten Anbieter mit einer professionellen und möglichst automatisierten Auftragsabwicklung sowie einer skalierbaren Logistik.

Herausforderungen im Projekt

Die große Herausforderung im Projekt war die relativ kurze Vorlaufzeit und der fix definierte Termin zum angestrebten Wechsel des Logistikdienstleisters im Dezember 2016. Dieser musste zwingend vor der für Vitafy umsatzstärksten Zeit des Jahres im Januar, in der die guten Neujahrsvorsätze zum Abnehmen und Fitnessprogramm einen hohen Umsatz bewirken stattfinden. Eine exakte Planung und professionelle Abstimmung mit allen Projektpartnern war deshalb umso wichtiger, denn die Einbindung des neuen Logistikpartners musste nach Beauftragung innerhalb von 2 Monaten abgeschlossen sein. Übliche Projektlaufzeiten hierfür liegen fast immer bei mindestens 3 bis zu 5 Monaten.

Mit unserer Unterstützung sollten innerhalb weniger Wochen die Soll-Prozesse definiert und dokumentiert werden. Ein Haupt-Strukturierungsansatz war die Unterteilung des gesamten Business in verschiedene Auftragsarten, welche bis dato systemseitig nicht klar abgegrenzt waren. Für jede Auftragsart musste die logistische Folgeabarbeitung in Punkto Verpackung, Beilegersteuerung, Kartonagen, Frachtführer etc. definiert sein. Vitafy unterscheidet Kundengruppen je Land, ebenfalls führen unterschiedliche Anforderungen bei B2B und B2C zu einer getrennten Handhabung. Im B2B Bereich spielen z.B. die Mindest-Restlaufzeiten des MHD eine wesentlich dominantere Rolle als im B2C. Gleichfalls erfordern Verpackungseinheiten, Trays für den Lebensmitteleinzelhandel und Bundles ein anderes Datenhandling und führen letztlich zu komplett neuen und eigenständigen Prozessen.

Auftragsfluss

Die Dokumentation der Soll-Prozesse erfolgte durch Flussdiagramme sowie einer detaillierten Beschreibung dazu. Ein Zwischenstand für den Auftragsfluss von Vitafy sah als Flussdiagramm dann z.B. folgendermaßen so aus:

Auftragsfluss

 

Die Definition der Soll-Prozesse musste bereits den geplanten internationalen Rollout für Schweiz und China ab Anfang 2017 berücksichtigen. Hierbei müssen z.B. spezifische Produktdaten per Schnittstelle an das Zollamt übermittelt und ebenso Retourendaten elektronisch gemeldet werden. Dies erfordert exaktes und fehlerfreies Artikeldatenmanagement, damit die Live-Schaltung funktioniert und der Endkunde in der Schweiz seine Pakete zeitnah bekommt. Der chinesische Markt bietet für Vitafy ein großes Umsatzpotential, welches sowohl über Direct Shipping als auch per Marktplatzanbindung gehoben werden sollte. Damit der Endkunde in China seine Ware aus Deutschland innerhalb von wenigen Tagen erhalten kann, müssen Daten, Schnittstellen und Logistikabläufe zwischen mehreren Dienstleistern sauber abgestimmt sein.

Den richtigen Logistikdienstleister finden

Mittels eines Benchmark-Modells wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Vitafy der passende neue Logistikdienstleister gefunden. Dafür haben wir zuerst eine Longlist potentieller Partner identifiziert, um diese im folgenden Auswahlprozess genauer zu betrachten. Für die wirtschaftliche Einordnung mussten alle Anbieter auf dasselbe strukturierte Zahlengerüst in Form einer Angebotsmatrix ihre Transaktionskosten anbieten. Dadurch waren die Angebote komplett fair vergleichbar. Bei einem Pitchtermin durften die Teilnehmer der Shortlist sich und ihr Umsetzungskonzept kurz vorstellen, um somit auch den notwendigen persönlichen Fit der handelnden Personen abzuprüfen. Die Partner Auswahl erfolgte einerseits nach Wirtschaftlichkeit, andererseits nach vorher gemeinsam definierten Bewertungskriterien. Diese waren z.B. Lebensmittelkompetenz, Zertifizierungen, Projektmanagement-Kompetenz und Erfahrungen in der Internationalisierung. Auch der Faktor der persönlichen Chemie im Pitch spielt eine nicht unwesentliche Rolle.

Um den geplanten Go Live Termin einhalten zu können, wurden Vertragsverhandlungen und Projektstart parallelisiert und über einen Letter of Intent abgesichert. Die Implementierung, die Spezifikation des Tagesgeschäftes sowie der Umzug der über 5.000 verschiedenen Artikel und über 300.000 Artikelstück wurden mit dem ausgewählten Logistikdienstleister (LDL) in Workshops rasch definiert, um die enge Zeitschiene einzuhalten.

Ohne die Einbeziehung eines externen Partners und Projektkoordinators wie ecom consulting wäre es Vitafy nicht möglich gewesen, innerhalb von 2 Monaten die Prozesse neu aufzusetzen und den Logistikpartner in die bestehenden Abläufe und Systeme zu integrieren.

Projektumsetzung und Lösungsansatz

Wir haben Vitafy bei folgenden Projektschritten unterstützt:

  • Betrachtung der aktuellen Ist-Prozesse im Detail
  • Gemeinsames Erarbeiten eines Lastenheftes mit graphischer und schriftlicher Dokumentation der Soll-Prozesse
  • Anpassung einzelner Spezialprozesse (weg vom Workaround hin zur Neu-Definition)
  • Briefing der Anpassungen für die interne IT Entwicklung
  • Identifizierung der spezifischen Anforderungen an den neuen LDL
  • Benchmark Modell zur Entscheidung für den zukünftigen LDL
  • Aufbereitung einer aussagekräftigen Angebotsmatrix als Ausschreibungsunterlage
  • Vorbereitung Pitch Termin mit 4 Shortlist Anbietern
  • Unterstützung bei der Vertragsgestaltung mit dem neuen LDL
  • Erstellung und Abstimmung neue Anlieferrichtlinien
  • Vorbereitung und Durchführung Kickoff und Implementierungsworkshops
  • Projektmanagement und inhaltliche Prozessklärungen mit internen und externen Projektpartnern (zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Themen diskutieren und entscheiden)
  • Priorisierung und De-Priorisierung einzelner Maßnahmen zur Sicherung des Go Live Termins
  • Umzugsplanung vom alten zum neuen LDL: IT seitige Cut over Planung, Auslagerungslogik, Warentransfer und Vereinnahmung

Das Ergebnis unserer Arbeit

Durch die Zusammenarbeit mit ecom consulting hat sich Vitafy viel Zeit und Geld gespart:

  • Die Professionalisierung der Abläufe sorgt für eine gute Organisation und eine effiziente Steuerung des neuen Dienstleisters
  • Viele Workarounds konnten abgeschafft und durch automatisierte Prozesse ersetzt werden.
  • Die Fehleranfälligkeit der Abwicklung konnte stark reduziert werden
  • Die Produktivität der Abwicklung wurde intern und extern erheblich erhöht
  • Der Bedarf für die explizite Einsteuerung der B2B Anforderungen im Auftragsmanagement ist festgelegt
  • Der Übergang vom alten auf den neuen Dienstleister verlief durch die Unterstützung von ecom consulting weitgehend reibungslos und innerhalb der vorgesehenen Zeitschiene
  • Durch die Professionalisierung von internen und externen Abläufen, die Neuvergabe der Logistik sowie die Anpassung von Versandkonditionen konnten die Fulfilment Kosten je Auftrag insgesamt deutlich gesenkt werden
  • Die bestehenden Systeme sind nun so ausgelegt, dass sie ein stabiles Fundament für zukünftige Ausweitungen der Geschäftsfelder, des Sortimentes und die Internationalisierung bilden (geplant: Schweiz und China)

 

Digitalisierung im stationären Handel

Martin Himmel im Gespräch mit der Telecom Handel

In der Juniausgabe der Telecom Handel wird das Thema Digitalisierung im stationären Handel von Experten beurteilt. Martin Himmel erläutert im Interview welche Möglichkeiten stationäre Händler heute haben und wie sie genutzt werden können.

Das Fazit: Jeder Händler sollte beim Thema Digitalisierung auf dem Fahrersitz sein und das Steuer selbst übernehmen. Dazu gehört die klare Differenzierung vom Wettbewerb und die Nutzung aller digitalen Möglichkeiten. Viele stationäre Händler sehen das Internet noch als reine Verkaufsplattform, dabei sind die Möglichkeiten vielfältig. Über Blogbeiträge, mobile Werbung, Social Media etc. können sich Händler als Kompetenzträger in der Region etablieren.

Ein kurzer Einblick in das Interview:

Digitalisierung

Marktplätze als digitale Mittler

Beitrag zum Thema Marktplätze in der check-in

Auf der Suche nach dem idealen Produkt, der individuellen Dienstleistung und dem perfekten Preis nutzen immer mehr Menschen das Angebot sog. digitaler Mittler (Marktplätze). Wer ein attraktives Angebot hat, kann davon profitieren, sagen E-Commerce-Experten. Wer dagegen nicht professionell genug ist, verliert.

Lesen Sie hier den ganzen Beitrag von Oliver Lucas zum Thema Marktplätze in der aktuellen Ausgabe der check-in.

Marktplätze

Stationär plus digital

IHK Magazin Ausgabe Juni 2017

Das IHK Magazin beschäftigt sich in der Juni Ausgabe mit dem Thema „Stationär plus digital“. Wie auch einem klassischen stationären Händler der Einstieg ins Online Geschäft gelingt erfahren Sie auf den Seiten 66/67 des IHK Magazins von Oliver Lucas.

Beitrag IHK Magazin

Wie wichtig ist der verkaufsoffene Sonntag?

Offline vs. Online-Handel

Martin Himmel nimmt in der Internet World Business Stellung zum Thema: Offline- vs. Online-Handel: Wie wichtig ist der verkaufsoffene Sonntag?

Lesen Sie hier das ganze Statement von Martin Himmel:

Verkaufsoffener Sonntag

Zukunftsforum Handel 2017 der IHK München

09:30 – 13:00 Uhr Zukunftsforum Handel der IHK München

Wir sind beim Zukunftsforum Handel dabei und diskutieren mit Teilnehmern und Experten über die Chancen der Digitalisierung für den stationären Handel.

Welche Perspektiven hat der Handel durch die zunehmende Digitalisierung und wie können sich Händler den neuen Herausforderungen stellen?

Die Teilnahme beim Zukunftsforum Handel ist kostenlos. Hier gehts zur Anmeldung: ihk-muenchen.de/zukunftsforum-handel

Zukunftsforum_Handel

Programm

09:00 Uhr Einlass und Registrierung
09:30 Uhr Begrüßung
Peter Kammerer
Stv. Hauptgeschäftsführer, IHK für München und Oberbayern
09:45 Uhr Expertengespräch: Handeln in der digitalen Ära

  • Oliver Lucas
    ecom consulting GmbH
  • Dr. Markus Schöberl
    Amazon EU S.à r.l.
  • Dr. Ernst Stahl
    ibi research an der Universität Regensburg GmbH

10:30 Uhr Online-Shop, Marktplatz & Co. – Wie läuft aktuell der Online-Einkauf ab?
Dr. Thomas Bolz
ibi research an der Universität Regensburg GmbH
11:15 Uhr Vorhang auf! E-Commerce-Startups präsentieren sich –
Austausch beim Imbiss
12:15 Uhr Werkstattgespräche: Unternehmen stellen ihr E-Commerce-Konzept vor
(3 Gespräche à 20 Min parallel, 1 Wechsel möglich)

  • Lars Schade
    Mercateo AG
  • Christiane Hoss-Nurminen
    Bettenrid GmbH
  • Catrin Graf
    Graf Dichtungen GmbH

13:00 Uhr Schlusswort & Networking

Moderation: Peter Höschl

 

Der Online Lebensmittel Markt – unerkanntes Potential oder Verlustgeschäft?

Bisher werden im Lebensmittelmarkt in Deutschland nur knapp ein Prozent der Branchenumsätze online erwirtschaftet. Tendenz steigend. Andere Länder sind da bereits weiter: In Großbritannien liegt der E-Commerce-Anteil am Lebensmitteleinzelhandel bei fünf Prozent. In Frankreich sind es 3,5 Prozent. Allerdings ist dort auch die Flächendeckung der Supermärkte geringer als in Deutschland.
Doch auch wenn der Bedarf an einem Online-Lebensmittelhandel in Deutschland vielleicht geringer ist als in vielen anderen EU-Ländern, da ist er trotzdem – wie nicht zuletzt die eCargo-Bike-Fahrer in München und Berlin beweisen, die für Amazon Prime Now Lebensmittelbestellungen ausfahren. Zwar ist die Hemmschwelle, Lebensmittel online einzukaufen, noch größer als bei anderen Produkten, denn der Deutsche sieht gerne vorher genau, ob die Banane an manchen Stellen schon braun ist. Doch diese Skepsis wird durch den hohen Convenience-Aspekt kompensiert werden.
Berufstätige, die es zu regulären Öffnungszeiten nur schwer in den Supermarkt schaffen, sind für Online-Supermärkte eine hochaffine Zielgruppe. Dasselbe gilt für Mütter, für die es oft einfacher ist, bei Amazon Fresh die nötigen Lebensmittel zu bestellen als selbst zum Supermarkt zu fahren. Ist der erste Schritt getan und hat das Einkaufserlebnis überzeugt, wird man schnell zum Wiederholungstäter. Schließlich hätte vor zehn Jahren auch kaum jemand geglaubt, dass Konsumenten online Schrauben, Brillen oder Gartenhäuser kaufen. Bequemlichkeit und mangelnde Zeit drängen die Kunden ins Netz. Denn niemand hat Lust, am Samstag zur Rushhour mit Massen an Gartenbaufreunden im Baumarkt für eine Packung Schrauben Schlange zu stehen, wenn diese auch online mit zwei Klicks bestellt und morgen geliefert werden kann.
Doch die Mehrheit der deutschen Supermärkte und Discounter scheint nicht an diesen Zielgruppen interessiert zu sein. Einzig REWE traut sich auf neues Terrain und bietet in 75 Städten einen Lieferservice für Lebensmittel an. Die Unternehmenstochter REWE Digital zählt mittlerweile 500 Mitarbeiter, weitere 2.000 Beschäftigte arbeiten in der Logistik. Auch wenn das Online-Geschäft stetig wächst (zuletzt auf 100 Mio. € Umsatz), ist die Online-Sparte noch defizitär. Konzernchef Alain Caparros nimmt das in Kauf und will in Sachen Online-Vertrieb genug Erfahrung sammeln, um gewappnet sein, wenn Konkurrenten wie Amazon Fresh das Feld betreten. Beim aktuellen Umsatzwachstum von fünf Prozent und einem Gewinn von zuletzt 463 Mio. € kann REWE es sich leisten vorübergehend die Online-Sparte mitzufinanzieren. Langfristiges Ziel ist es natürlich, auch in diesem Bereich durch mehr Umsatzwachstum die Investitionen zu skalieren und schwarze Zahlen zu erreichen.

Wie funktioniert eFood eigentlich?

Im Vergleich zu anderen Branchen hat der eFood Markt einige Hürden zu überwinden. Die Lagerung der Artikel ist aufwändiger und teurer als bei Bekleidung oder Büchern. Viele Artikel müssen gekühlt gelagert und in speziellen Kühlverpackungen versendet werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum und die jeweiligen Chargen müssen systemtechnisch hinterlegt und ständig überwacht werden, die Nachverfolgbarkeit aller Warenbewegungen ist zu gewährleisten.
Die hohen Logistikkosten und die generell geringen Margen im Lebensmittelbereich lassen den eFood-Markt auf den ersten Blick nicht sehr attraktiv erscheinen. Bedenkt man jedoch, dass jeder Deutsche täglich Lebensmittel benötigt und fast die Hälfte seiner monatlichen Ausgaben für Lebensmittel verwendet, wird das Potential offensichtlich. Zudem lässt sich ein Teil der Logistikkosten an den Kunden übertragen. Gerade im Food-Kontext ist gut erklärbar, dass Produkte zum Ladenpreis nicht versandkostenfrei geliefert werden können. Darüber hinaus gibt es kreative Möglichkeiten, das eigene Angebot attraktiv und dennoch kostendeckend zu gestalten, beispielsweise über Mindestwarenkörbe, Gratisartikel ab einem bestimmten Warenwert oder der kostenlosen Auslieferung von jeder zweiten Bestellung. Das Killerargument für den Einstieg in den Online-Lebensmittelhandel ist aber: Wenn man es nicht selber tut, werden es andere machen. Einer davon scharrt schon mit den Hufen: Amazon Fresh.

Amazon Fresh startet bald in Deutschland

Der E-Commerce-Riese Amazon hat bereits an vielen Stellschrauben gedreht, um die Operation Online-Supermarkt zum Erfolg zu bringen: Mit einem Jahresumsatz von 141 Milliarden Dollar bietet der E-Commerce-Riese Amazon seiner Tochter Amazon Fresh ausreichend finanzielle Sicherheit und kann auch längere Verlustphasen gut überbrücken. Das Unternehmen verfügt über Know-How in Sachen Logistik und Lagerhaltung und kann von Synergieeffekten profitieren, wenn normale Amazon-Bestellungen mit Lebensmittellieferungen gebündelt werden. Auch die geplante Kooperation mit der DHL ist ein gelungener Schachzug.
Sicher wird es auch bei Amazon eine Weile dauern bis eine konstante Auftragszahl erreicht wird und die Prozesse im Lager und der Zustellung fehlerfrei laufen. Doch Amazon hat genügend Zeit, um Services zu testen, Fehler zu machen und nach und nach Prozesse zu optimieren. Gewinne sind natürlich auch bei Amazon gern gesehen, sind aber nicht zwingende Voraussetzung für den Erhalt der Sparte. Im Vergleich zu Deutschlands Supermarktketten hat Amazon zudem andere Beweggründe, um in den Online-Lebensmittelmarkt in Deutschland einzusteigen: Die Generierung von Kundendaten sowie die Nutzung von Synergieeffekten mit anderen Online-Bereichen stehen im Vordergrund.
Wie erfolgreich Amazon Fresh tatsächlich in Deutschland wird, lässt sich natürlich nicht voraussagen. Sicher ist aber, dass hierdurch die Aufmerksamkeit für Online-Lebensmittel steigt und die Online-Marktanteile schnell wachsen.

Schlaf schön weiter, lieber Lebensmittel-Einzelhandel

Und was macht der deutsche Lebensmitteleinzelhandel – mit Ausnahme von REWE? Er schläft und träumt vom Filialgeschäft oder redet sich selbst ein, dass der Food-Markt online sowieso keine Zukunft hat, weil die Flächenabdeckung der Filialen so groß ist, dass niemand ernsthaft erwägt Lebensmittel online zu kaufen.
Ob diese Selbstsuggestion auch zum Kundenverhalten passt? Die Unternehmensberatung Oliver Wyman beziffert in einer Studie das perspektivische Marktpotenzial im deutschen Lebensmittel-Onlinehandel auf sechs bis acht Milliarden Euro. Mithin besteht hinreichend Phantasie für Wachstum. Dieses Marktpotential geht natürlich zu Lasten der Einzelhändler, denn der Bedarf wird sich nicht ändern, nur der Kanal über den die Lebensmittel erworben werden. Der ein oder andere Supermarkt wird mit dem neuen Konkurrenzdruck nicht klarkommen, Verluste schreiben und letztlich Filialen schließen müssen. Mittelfristig stehen zigtausende stationäre Arbeitsplätze auf dem Spiel. Und: Durch die Schließungen entsteht weiteres Marktpotential, das von Online-Händlern abgedeckt werden kann.
Am Ende werden die verluststarken Supermärkte behaupten, Amazon Fresh hätte Ihnen die Kunden weggenommen und den deutschen Lebensmitteleinzelhandel kaputt gemacht. Soweit muss es nicht kommen. Wer rechtzeitig auf die geänderten Bedürfnisse seiner Kunden reagiert, muss keine Verluste schreiben oder Kunden verlieren. Dazu ist es aber notwendig, sich zeitnah und ernsthaft und mit dem notwendigen Invest mit dem Thema eFood Abwicklung zu beschäftigen und für sich selbst zu überlegen, ob und zu welchen Konditionen / mit welchen Produkten ein Markteintritt möglich ist.

ecom consulting bei der Next Generation Food

Ecom consulting ist Mit-Veranstalter der Branchenveranstaltung „Next Generation Food“, welche dieses Jahr am 17. Oktober in Berlin statfindet. Dieser Think Tank ist das jährliche Familien-Treffen der (E-)Food-Branche, an dem Ideengeber, Branchen-Kontaktbörse und Zukunftsweiser zusammentreffen, um miteinander zu diskutieren und voneinander zu lernen. Dieses Jahr gibt es ein Zusatzevent rund um Food Tech und Food Trends am 23.05. in Berlin.
Geschäftsführer und Gründer Oliver Lucas beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Thema eFood in Deutschland und berät aktuell mehrere Lebensmittel Kunden zum Thema Logistik und Fulfilmentprozesse im eFood.

 

Quellen:

http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/So-gefaehrlich-ist-Amazon-fuer-Supermaerkte-article19761260.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Der-Rewe-Chef-laesst-einfach-los-id41026236.html

 

Warum E-Mails im Kundenservice zum Renditekiller werden

Am 3. August 1984 um 10:14 MEZ empfing Michael Rotert von der Universität Karlsruhe die erste Internet-E-Mail in Deutschland. Seitdem hat die elektronische Post die private und berufliche Kommunikation revolutioniert und den Austausch von Informationen und Dokumenten weltweit monumental beschleunigt.

Gerade für Online-Händler kann die Kundenkommunikation über einen Kundenservice per E-Mail aber auch zum Produktivitäts- und Renditekiller werden. Denn oftmals sind die unternehmensinternen Prozesse, die anlaufen, wenn ein Kunde eine E-Mail schickt, nicht wirklich effizient.

40 Minuten Bearbeitungszeit pro Kundenanfrage sind keine Seltenheit

Ein Beispiel: Ein Kunde fragt per Mail bei seinem Händler an, wo denn seine aktuelle Bestellung gerade steckt. Ohne zentrales CRM mit dahinterliegendem Ticket-Management fängt jetzt das Chaos an: Die Hotline hat keine Information und schreibt ihrerseits den Vertriebsinnendienst. Der wiederum wendet sich anschließend an das Lager. Bei entsprechender Unternehmensgröße kommt so schnell eine Kette von acht E-Mails zusammen. Bei einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von fünf Minuten pro Mail sind so für eine Anfrage schon 40 Minuten Arbeitszeit verbrannt. Dieser Aufwand, der letzten Endes die Rendite killt, wird von vielen Unternehmen unterschätzt.

Doch die vergeudete Arbeitszeit ist nur ein negativer Aspekt. Denn was passiert, wenn ein Part dieser Prozesskette gerade im Urlaub oder krank ist oder die Mail schlicht übersieht? Keiner der Prozessteilnehmer kann den Status seiner Anfrage bei seinem Kollegen einsehen oder wird automatisiert benachrichtigt, wenn ein Problemfall gelöst ist. Der einzige, dem auffällt, dass er noch immer kein Feedback erhalten hat, ist im Zweifelsfall der Kunde. Dieser fühlt sich – zu Recht – nicht wertgeschätzt, wenn er eine Woche lang keine Antwort erhält. Und dann beginnt der ganze Kreislauf wieder von vorn.

Ein schnelles Pferd ist noch kein Auto

Bei wenigen Sonderfällen pro Jahr können derartige Workarounds vielleicht noch toleriert werden. Doch wenn Kunden in Hochphasen wie Weihnachten Produkte retournieren oder Ware fehlerhaft ist, gelangen Händler, die derartige Fälle per E-Mail lösen und dabei den Überblick behalten wollen, schnell an ihre Grenze. Natürlich wird es nun Unternehmen geben, die von sich selbst behaupten, ihre E-Mail-Prozesse nahezu perfektioniert zu haben. Doch bei genauem Hinschauen haben sie nur ihr Pferd schneller gemacht, sich aber kein Auto gekauft.

Das Auto wäre in diesem Fall ein kleines CRM oder Ticketmanagement-System wie OTRS, OS Ticket oder SugarCRM, die es bereits als Open-Source-Lösung gibt und die in der Regel in maximal vier bis sechs Projekttagen implementiert sind. Sie stellen von Anfang bis Ende sicher, dass Aufgaben den passenden Mitarbeitern zugeteilt werden und erlauben nicht nur eine übergeordnete Umsetzungskontrolle, sondern auch eine Selbstkontrolle. So heißt es nach der erfolgreichen Einführung von Ticketsystemen ganz schnell nicht mehr: „Schreib mir eine E-Mail und wir telefonieren dazu!“, sondern „Schreib mir ein Ticket, ich kümmere mich darum.“

Überblick: Warum E-Mails in der Kundenkommunikation suboptimal sind

– E-Mails haben keine Statusfunktion. Alles, was älter als zwei Tage ist, rutscht aus dem Augenmerk des Empfängers. Und der Workaround mit Fähnchen oder „Gelesen“/“Ungelesen“
– Status kann schnell zum unübersichtlichen Chaos werden
– E-Mails lassen sich keinen Gruppen („Logistik“) zuweisen, sondern immer nur direkten Personen, von denen man nur hoffen kann, dass sie sich darum kümmern
– E-Mails bieten keine komplette Hierarchie darüber, wer wann was an der Anfrage gemacht hat. Es können keine internen Notizen zu einem Vorgang hinzugefügt werden und Nachrichtenverläufe werden nicht übersichtlich dargestellt
– E-Mails können nur schwer priorisiert werden. „Hoch“, „mittel“ und „niedrig“ bieten keine Eskalationsregel
– E-Mails erlauben keine sauberen Reportings darüber, wie oft ein Kunde oder eine bestimmte Ware ein Problem hat

Oliver Silberhorn neu im Team

Ab April 2017 unterstützt Oliver Silberhorn uns bei Kundenprojekten in den Bereichen IT-Prozesse und eCommerce Systemlandschaften.

Als Medieninformatiker bringt Oliver viel Erfahrung im Bereich Programmierung, IT, Prozesse und Systemlandschaften mit. Damit kann er uns tatkräftig bei vielen Kundenprojekten unterstützen. Gerade bei der Zusammenführung von Daten aus unterschiedlichen Systemen oder der Einführung neuer Systeme ist IT-Expertise gefragt.

Als Teamleiter in der Entwicklungsabteilung von eFulfilment hat er zudem viele Erfahrungen in der eCommerce Branche und mit eCommerce Prozessen und Systemen gesammelt. Mit der Kombination aus IT-Expertise und eCommerce Marktkenntnis ergänzt er unser Team perfekt.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Oliver Silberhorn

Oliver Silberhorn

 

Click & Collect Beitrag im E-Commerce Magazin

Das E-Commerce Magazin hat sich in seiner letzten Ausgabe intensiv mit dem Thema Click & Collect Service beschäftigt. Laut aktuellen Ergebnissen ist das Angebot bei vielen Einzelhändlern noch verbesserungswürdig. Mitarbeiter kennen sich oft nicht mit den genauen Prozessen aus, brauchen lange um die bestellte Ware im Lager zu finden oder bieten keinen zusätzlichen Service an. Trotzdem wird Click & Collect immer beliebter bei der Verbrauchern. Zeit also, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen!

Ausschnitt aus dem E-Commerce Magazin

Einen Ausschnitt von Martin Himmels Beitrag im E-Commerce Magazin können Sie hier sehen:

Beitrag E-Commerce Magazin

Mehr über Click & Collect

Wer darüber hinaus noch mehr über Click & Collect, die wichtigsten Fakten zur Einführung sowie die häufigsten Stolperfallen wissen möchte, findet diese zusammengefasst in unserem Whitepaper zum Thema Click & Collect.

Wimmelbild für Kinder in Not

Sehr gerne haben wir uns bei der Initiative „99% Digital – gemeinsam für Kinder in Not“ beteiligt. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Digital-Experte Marcus Diekmann, der gemeinsam mit 29 Partnern ein Wimmelbild rund im das Thema Digital gestalten ließ.

Das Wimmelbild gibt es jetzt als Poster!

Zu erweben ist das Wimmelbild als Poster über die Website von Kommerz.

Wimmelbild

ecom consulting auf der Internet World Messe

Am 07. und 08. März ist es wieder soweit: Bei der Internet World Messe in München treffen sich alle Interessierten, Dienstleister und Unternehmen um sich über das Thema eCommerce auszutauschen.

Auch ecom consulting ist dabei. Am 08. März 2017 um 10:40 Uhr hält Oliver Lucas einen Vortrag zum Thema: „So gewinnen Sie die Multichannel Rallye! In fünf Schritten zu mehr Verkäufen online und offline“ in der Infoarena V. Dort geht es den ganzen Vormittag um das Thema „vom stationären zum Multichannel“. Eine gute Gelegenheit für Neueinsteiger und Interessierte sich mit dem Thema eCommerce Markteintritt zu beschäftigen.

Die Internet World ist seit Jahren ein wichtiger Treffpunkt für die gesamte eCommerce Branche. Zwischen Neueinsteigern und langjährigen Teilnehmer findet reger Wissensaustausch statt. Dienstleister und Kunden können zueinander finden und viele neue Partnerschaften ergeben sich. Kurzum, die Internet World bietet für alle eine tolle Gelegenheit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und die neuesten Trends im eCommerce zu diskutieren.

Wir freuen uns auf viele neue Kontakte und interessante Gespräche!

Oliver Lucas

Unsere Gründungsgeschichte

DIE IDEE

Ein Produkt oder eine Dienstleistung kann noch so innovativ und hochwertig sein: Wenn die
Kommunikation zwischen Dienstleister und Kunden hakt, ist das erste Sandkorn im Getriebe.
Diese Beobachtung hatte Oliver Lucas als Geschäftsführender Gesellschafter beim
Fulfilment-Anbieter Dohmen, auf Kundenseite bei der Lufthansa und auch auf Agenturseite als
Head of eCommerce bei der UDG United Digital Group gemacht. Eine Art Übersetzer müsste her –
so der Gedanke –, der beide Seiten, deren Nöte und Möglichkeiten kennt und eine Brücke baut.
Die Idee war geboren.

DIE FORMFINDUNG

Zunächst gründet Oliver Lucas ecom consulting im Jahr 2011 als „One-man Show“.
Martin Himmel, der von 2005 bis 2013 die Middleware Plattform eFulfilment mit aufgebaut
und weiterentwickelt hat, steigt 2015 als Partner bei ecom consulting ein.
Die Experten für Online-Handel kennen sich aus einem Projekt bei eFulfilment und aus der
anschließenden Agenturzeit bei UDG: Dort hatten sie die gesamte eCommerce Prozesskette
vom Konzept, der Systemauswahl, über Online Marketing und User Experience bis hin zum
Fulfilment zusammen für kleinere und größere Kunden geplant und umgesetzt.
Beide sind daher mit sämtlichen Prozessen, Schnittstellen und Herausforderungen im
eCommerce auf Kunden- und Agenturseite bestens vertraut, bringen aber unterschiedliche
Expertisen und Sichtweisen mit: Während Oliver Lucas‘ Schwerpunkt auf Fulfilment liegt, ist
Martin Himmel Spezialist für IT-Systeme, Prozesse, Datenflüsse und Systemauswahl – die
perfekte Mischung für eine ganzheitliche Beratung.

GEGENWART UND ZUKUNFT DER ECOM CONSULTING GMBH

Himmel und Lucas schließen sich daher 2015 zusammen und gründen ecom consulting in
der heutigen Form: eine agile Beratungsfirma, spezialisiert auf Fulfilment, eCommerce und
Prozessberatung. Der Kern an festen Mitarbeitern soll innerhalb der nächsten Jahre
wachsen – ebenso wie das jetzt schon große Netzwerk an freien Experten, welche die
Projekte je nach individuellem Kundenbedürfnis unterstützen.

Wie Sie Ihre eCommerce Logistik nicht gegen die Wand fahren

Große Verkaufsaktionen werden häufig von den Marketing-Abteilungen ohne Einbeziehung der Logistik geplant und umgesetzt. Der Logistiker kämpft dann mit starken Auftragsspitzen und gelangt dadurch in den Auftragsrückstand. Durch die Überlastung passieren zusätzlich manuelle Fehler. Letztlich ist der gesamte logistische Ablauf im Lager gestört. Es wird immer schwieriger zum Normalzustand zurückzukommen. An dieser Stelle sucht jeder Beteiligte oft die Schuld beim Anderen.

Dasselbe passiert wenn Einkäufer ohne Einbeziehung der Logistik die Produktpalette verändern, z.B. eine erhöhte Stückzahl für einzelne SKUs ordern. Oft hat der Logistiker vorher keine Chance die Lagerkapazität zu erhöhen. Als Folge landen die Artikel einfach auf dem nächstbesten Lagerplatz. Die Lagerkapazität ist bald an der Grenze und sorgt schließlich für eine ineffiziente Abarbeitung der Aufträge.

So machen Sie es besser!

Wie Sie diese und weitere Fehler vermeiden und gemeinsam mit dem Logistiker Prozesse und Kosten optimieren können erfahren Sie in unserem Gastbeitrag bei OXID eSales

Kostenloses Webinar am 07.12.2016 um 15 Uhr

Nehmen Sie an unserem kostenlosen Webinar mit Martin Himmel am 07.12.2016 um 15 Uhr teil!

Lernen Sie mehr über die Systeme und Prozesse, die für ein erfolgreiches Omnichannel unerlässlich sind. Wie fügen sich PIM, CRM, ERP, Warenwirtschaft, Middleware, Kassensysteme, Shopsysteme, etc. zu einem sinnvollen Ganzen im Backend zusammen?

Welche Schritte sind notwendig um diese Systeme und Prozesse sauber aufzusetzen? Welche Anforderungen ergeben sich an bereits genutzte Systeme?

Lernen Sie an Hand aktueller Kundencases wie man mit der wachsenden Komplexität der Systeme und Prozesse am besten umgeht.

Melden Sie sich jetzt an und sichern Sie sich einen Platz im kostenlosen Webinar.

Online-Direktvertrieb: Wenn Marken online verkaufen

Endkunden und Hersteller kommen sich immer näher. Früher lief der Kontakt fast immer über einen Handelspartner. Durch die zunehmende Digitalisierung ist es für Hersteller notwendig geworden ihre Produkte im Online-Vertriebskanal gezielter zu platzieren. Viele Hersteller verkaufen ihre Produkte bereits über einen eigenen Online-Shop direkt an den Endkunden und umgehen damit die bisherigen Handelspartner. Dies verändert die Beziehung zu den Handelspartner und stellt die gesamte Prozesskette auf den Kopf.

Nicht jeder Hersteller möchte selbst an den Endkunden verkaufen. Schon eine Unterstützung der Handelspartner bei deren Online-Verkäufen z.B. durch die automatische Übermittlung online-optimierter Produktdaten ist hilfreich.

Welche Stufen der Digitalisierung für Hersteller gibt es? Wie können diese umgesetzt werden? Martin Himmel erläutert dies ausführlich in einem Beitrag in der W&V.

Auszug aus dem Artikel zum Online-Direktvertrieb

Hersteller, die den Schritt in Richtung Direktvertrieb an den Kunden wagen, haben einen großen Vorteil: Sie erhalten wesentlich tiefere Insights über ihre Kunden und deren Interessen. Doch der Weg dorthin ist steinig. Denn in der Regel ist der Endkunde für Hersteller ein völlig unbekanntes Wesen, das ein komplett anderes Einkaufsverhalten an den Tag legt, als Hersteller von ihren Händlern gewöhnt sind. So kaufen Endkunden beispielsweise Einzelprodukte statt Paletten, sie wollen ihre Bedürfnisse in Echtzeit erfüllt haben, sie denken nicht in Saisonen und sie retournieren Produkte und erwarten eine Beratungshotline, die idealerweise länger als zu Büro-Öffnungszeiten besetzt ist.

Next Generation Food 2016: Wo die Zukunft der FMCG-Branche greifbar wird

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Es war wieder einmal DAS Familientreffen der E-Food-Branche: Der „Think Tank Next Generation Food“, veranstaltet von Chefkoch.de, ecom consulting, eFood-Blog, inspirato KONFERENZEN und PLAYINNOVATION, wurde seinem Anspruch als Ideengeber, Kontaktbörse und Zukunftsweiser zum vierten Mal in Folge mehr als gerecht. In der Kalkscheune in Berlin Mitte trafen sich am 5. Oktober knapp 200 Entscheider, Visionäre, Gründer, Food-Blogger, E-Commerce-Spezialisten, etablierte Player, Handelsexperten und Vertreter von Wirtschaft und Politik, um voneinander zu lernen, wohin sich der Lebensmittelmarkt der Zukunft entwickelt. Neben Handelsfragen, und Themen rund um Food-Tech und Food 4 Future, blieb auch in diesem Jahr wieder Raum für spannende Unternehmergeschichten wie der von Alexandro Pape, der sich als Sternekoch mit innovativen Ideen und cleverem Marketing seinen eigenen Markt als „Genuss-Universum“ rund um „Sylter Meersalz“ schafft. Mit dem Event, das 2013 von ecom consulting mitgegründet wurde, werden somit vielfältige Impulse gesetzt.

Next Generation Food 2016

Bezüglich Food Commerce zeigte sich: Noch immer ist der eFood-Markt den ersten Kinderschuhen nicht entwachsen. Laut GfK liegt der aktuelle Marktanteil vom E-Commerce am gesamten deutschen FMCG-Markt bei gerade einmal einem Prozent. Spannend allerdings war die Aufdröselung der Zahlen von Dr. Robert Kecskes, Senior Insight Director bei der GfK. Demnach investieren die Heavy Online Buyer heute schon 14 Prozent ihrer FMCG-Ausgaben in Online-Käufe. Bei den Medium Buyern sind es lediglich 1,7 Prozent. Das zeigt: Je mehr Erfahrung Internet-Nutzer beim Online-Einkauf sammeln, desto selbstverständlicher kaufen sie auch FMCG im Web. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Analyse der E-Commerce-Warenkörbe. Während Medium Buyer eher Gelegenheitskäufe im Web tätigen und vor allem Körperpflegeprodukte oder Wein und Sekt online kaufen, legt der Heavy Buyer verstärkt auch Gemüse und Obst in den Online-Warenkorb. Wer mit seinem Online-Store erfolgreich sein will, muss laut Kecskes drei Dinge tun: Attraktiv wirken. Attraktiv sein. Und attraktiv bleiben. Dieser Dreiklang gilt natürlich branchenübergreifend – aber gerade FMCG bietet das Potential für eine langfristige Kundenbeziehung, so dass über die spezifische Ausprägung von „attraktiv bleiben“ der nachhaltige Markterfolg entschieden wird.

Wo sich der Markt für Online-Lebensmittel in zehn Jahren befinden wird – darüber gibt es in Deutschland kaum Planungssicherheit. Sicher ist nur: Er wächst. Spätestens, wenn Amazon Fresh in Deutschland startet – wobei laut Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber die Frage nach dem „Wann“ noch immer nicht zu beantworten ist – wird ein Ruck durch die Branche gehen. Laut einer Blitzumfrage unter den Teilnehmern gehen für 2020 fünf Prozent von ihnen von fünf Prozent Marktanteil aus, 45 Prozent tippen auf unter zehn Prozent, weitere 40 Prozent schätzen den Online-Marktanteil auf über zehn Prozent – nur jeder Zehnte könnte sich einen Anteil von über 20 Prozent vorstellen.

Dr. Benjamin Rasch, Senior Vice President, DHL Paket Deutschland, warf in seiner Keynote noch einmal einen Fokus auf das aktuelle Marktgeschehen. Demnach liegt das aktuelle Wachstum an Sendungen im Online Lebensmittelhandel bei +35 Prozent gegenüber Vorjahr – und somit deutlich über dem restlichen eCommerce Markt. Doch dieses Wachstum scheinen derzeit vor allem Online-Pure-Player zu stemmen. Die effiziente Lebensmittel-Logistik – nicht nur auf der letzten Meile – bleibt ein entscheidender Faktor, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Für etablierte Konzerne ist die digitale Transformation eine weiterhin große Aufgabe. Tina Beuchler, Digital Director bei Nestlé Deutschland und somit inhaltlich eine Art CDO (Chief Digital Officer), berichtet von vielfältigen Programmen und Schulungen, um die Organisation stärker auf die digitalen Themen auszurichten. Hier ist Geduld gefragt – nach eigenem Bekunden würde Beuchler für Nestlé auf der digitalen Transformationsskala von 0 bis 100 Prozent bisher nur eine Zielerreichung von acht Prozent sehen. Es gibt noch viel zu tun – vor allem im kulturellen Bereich und im Miteinander der Themen und Funktionsbereiche. Doch es gibt Hoffnung: inzwischen coachen die jungen Digital Natives die Geschäftsführung in einem Mentorenprogramm. Über ähnliche Aufgaben berichtete Kai Christiansen von Paulaner, wobei es weniger darum geht, dass Produktangebot zu digitalisieren, sondern die Organisation und interne Abläufe im Sinne einer digitalen Transformation stärker auf digitale Usancen und Möglichkeiten auszurichten.

Die jungen Herausforderer zeigten beim abschließenden Startup-Pitch, mit welchen Ideen sich alte Hasen im Geschäft in Zukunft messen lassen müssen: Cantinio.com, eine Plattform, die Mittagsessen-Specials aller umliegenden Restaurants bündelt, der Nahrungsergänzungshersteller Nutringo und My Food Hero buhlten um die Gunst von Prof. Wolf Michael Nietzer von Food Angels, Jens Drubel von Allyouneedfresh.com, DHDL-Berater Felix Thönnessen und Fabio Ziemßen vom Efood-Blog.com. Überzeugen konnte schließlich Cantinio.com. Der Preis: Ein Mediapackage von Chefkoch.de, ein Thermomix und eine Startup-Beratung von DHDL-Berater Felix Thönnessen.

Eingebettet in zwei Abendveranstaltungen der Berlin Food Week kam auch das Networking der Teilnehmer untereinander nicht zu kurz. Das gut eingespielte Veranstalter und Moderatoren Team ist sich bereits sicher: Nächstes Jahr wird es mindestens genauso gut.

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Wenn Hersteller zu Händlern werden

Unser aktueller Artikel in der Internet World Business behandelt das Thema der zunehmenden Digitalisierung und die dadurch bedingten Veränderungen bei der Beziehung zwischen Kunde und Hersteller. Im Folgenden möchten wir den Artikel noch einmal für Sie auf das Wesentliche zusammenfassen.

Den Kontakt mit den Kunden hatte bisher immer der Händler. Inzwischen kaufen gerade markenaffine Kunden, die gezielt nach einem Produkt im Internet suchen, gerne direkt auf der Hersteller-Website. Ganz ohne Umweg über den Handel. Aktuell macht der Umsatz der Hersteller-Shops nur einen geringen Teil am Online-Gesamtumsatz aus, aber die Tendenz ist klar.

Schritt 1: Digitalisierung light

Herstellern bietet sich die Möglichkeit über die sog. „Digitalisierung light“ (vorerst) auf einen eigenen Online-Shop zu verzichten, jedoch den Händler aktiv durch aufbereitete Produktdaten mit Attributen und Bildern / Produktvideos zu unterstützen. Kunden können sich so besser informieren und die Produkte zudem über Vergleichsportale / Produktberater besser finden. Es gilt außerdem: Je besser der Kunde sich über Produkte informieren kann, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Retoure!

Schritt 2: Direktvertrieb

Der nächste Schritt des Direktvertriebs an den Endkunden bietet dem Hersteller viele Vorteile. Endlich ist er in der Lage mehr über seine Kunden und deren Bedürfnisse herauszufinden. Allerdings gilt es auch dessen Bedürfnisse bei einer Online-Bestellung zu befriedigen: Endkunden erwarten einen optisch ansprechenden Online-Shop mit gängigen Features, schnelle Lieferung und einen über die normalen Büro-Öffnungszeiten erreichbaren Kundenservice. Für den Hersteller ist dann meistens die Einführung eines PIM-Systems unerlässlich um der Komplexität der geforderten Produktdaten gerecht zu werden und diese entsprechend erfassen und aufbereiten zu können. Ein PIM ist zudem in der Lage verschiedene Kanäle individuell mit Produktdaten zu bespielen, so dass auch die Händler von den neu erfassten Produktdaten profitieren können.

Doch wie im Artikel dargestellt, birgt dieser Sachverhalt einige Unsicherheiten und bringt teilweise völlig neue Prozess- und Geschäftsstrukturen mit sich: Damit das Projekt der Digitalisierung beim Hersteller funktionieren kann, muss die gesamte Prozesskette neu definiert und die Organisation entsprechend umstrukturiert werden. Nur wenn die neuen Prozesse auch gelebt werden, kann der Start ins Online-Business ein Erfolg werden! Die Digitalisierung ist und bleibt also Chefsache.

Mehr dazu erfahren Sie hier in unserem Artikel in der Internet World Business.

Martin Himmel als Dozent an der DHWB

Unser Partner Martin Himmel unterstützt schon länger die Nachwuchsförderung. Bisher war er schon als externer Prüfer und Gutachter an der dualen Hochschule Baden Württemberg Mosbach tätig. Ab dem Wintersemester 2016 wird er zudem als Dozent im Studiengang Wirtschaftsinformatik zum Thema „Verteilte Systeme / Webprogrammierung“ lehren.

 

Retourenkosten vermeiden – Interview mit iBusiness

Mit den richtigen Prozessen Retourenkosten vermeiden und Retourenquoten senken

Die meisten Shopbetreiber befassen sich noch zu wenig mit dem Thema Retourenmanagement. Dabei steckt gerade dort enormes Einsparpotenzial!

Mit der richtigen Strategie lassen sich viele Retouren bereits im Vorfeld vermeiden, z.B. durch umfassenden Produktinformationen auf den Artikeldetailseiten. Dazu gehören auch professionelle Produktfotos und ausreichende Beschreibungen, vor allem bei technischen Geräten. Weitere Serviceangebote wie z.B. ein Live-Chat erleichtern es dem Kunden sich bei Fragen vor dem Kauf an den Shopbetreiber zu wenden. Dadurch werden unnötige Retouren vermieden und zugleich die Kundenzufriedenheit erhöht.

Retouren lassen sich – gerade im Fashion Segment – natürlich nicht komplett vermeiden. Es ist jedoch wichtig die Gründe für die Retouren genau zu analysieren. Dabei hilft ein gut durchdachter Retourenprozess und eine flexibles Reporting. Im Fashion-Bereich können z.B. die Angaben bei der Artikelbeschreibung „fällt eher kleiner aus“ weiteren potenziellen Kunden dabei helfen die richtige Größenwahl zu treffen. Viel retournierte Artikel sollten genauer geprüft und ggf. ganz aus dem Sortiment genommen werden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist der richtige Umgang mit B-Waren. Vor allem im Elektronik Segment können wiederaufbereitete Waren unter der Rubrik „refurbished“ für einen guten Preis weiterverkauft werden.

Für welche Shopbetreiber es sich lohnt den kompletten Retourenprozess oder auch nur die Wiederaufbereitung von B-Waren an externe Dienstleister auszulagern und noch viele weitere Details zum Thema Retourenkosten vermeiden und Retourenquoten senken erfahren Sie in diesem Artikel der iBusiness in dem u.a. Martin Himmel, einer der beiden Mitgründer von ecom consulting, zu diesem Thema interviewt wurde.

Dropshipment – Intensivierung der Hersteller-Händler-Beziehung 

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Gastbeitrag von Ralph Ch. Hübner, Suberg Strategy Consultants, zum Thema Dropshipment

Die meisten Unternehmen aus dem DIY-Segment investieren derzeit in Digitalisierungs- oder E-Commerce-Projekte. Das Thema „Dropshipment“ rückt hierbei verstärkt in den Fokus. Zu Recht, wie wir finden. Das Nutzenspektrum des Dropshipment ist vielfältig – und vor allem: Es ist das womöglich beste Instrument, um die Hersteller-Händler-Beziehung in eine echte „digitale Zusammenarbeit“ zu überführen.

Dropshipment gibt es schon lange? Ja, und nein. Gemeint ist hier nicht das seit Jahrzehnten praktizierte Beliefern einzelner Händleroutlets. Es geht um die echtzeitfähige Datenvernetzung von Hersteller und Handel, damit Folgendes praktizierbar wird: der Händler zeigt in seiner (fast kostenlosen) Online-Verkaufsfläche das gesamte Herstellersortiment, während Bestandsführung und Versand zwischen Hersteller und Handel produkt- bzw. auftragsbezogen koordiniert wird. Daraus entstehende Vorteile:

Abdeckung neuer Konsumentenbedürfnisse: Im Internet erwarten die Konsumenten jederzeit die komplette Vielfalt der Herstellersortimente verfügbar zu haben. Sortiments- und „Saisonlücken“ muss es im Netz nicht geben. Wissen Sie, wie viele Paar Ski im Sommer online geordert werden?

Verbreiterung des Produktangebots: Oftmals liegt die Ware am falschen Ort oder wird unnötig mehrfach verpackt und umgelagert. Schwere, sperrige und gefahrgeneigte Güter werden vom Handel erst gar nicht ins Online-Sortiment genommen. Diese Produkte sowie Randsortimente können nun durch Dropshipment bei allen angeschlossenen Händlern sicht- und verfügbar gemacht werden. Zudem werden „Projekteinkäufe“ mittels Konfiguratoren leichter realisierbar.

Verbesserte Datenbasis zum Kundenverhalten: Abverkauf-Trends, Peaks und Retouren erzeugen täglich neue Erkenntnisse und damit eine unmittelbare Reaktionsfähigkeit für Hersteller und Handel. Dieses Wissen kann umsatzsteigernd eingesetzt werden, sei es bei der Sortimentsgestaltung, für Aktionen oder für die Werbeeffizienz  – sowohl in regionalen Ausprägungen als auch landesweit.

Praktizieren DIY-Hersteller und -Handel dieses „neue“ Dropshipment, dann ist dies wahrscheinlich sogar ein Paradigmenwechsel: Die bisherige Beziehungsform „Jahresgespräch mit Listungsfeilschen“ wird ersetzt durch eine permanente Symbiose, in der Zielgruppen in ihren Veränderungen verstanden und die gewünschte Warenvielfalt angeboten werden kann. Zudem gewinnen Produkt-Testläufe eine neue Aussagekraft, ohne lokale Verzerrungseffekte und vor allem ohne die Kosten stationärer Umbauten und Lagerkosten.

Die Erfolgsformel von amazon war stets: „maximales Sortiment, optimale Verfügbarkeiten und bestes Lieferkonzept“. Ein beträchtlicher Teil des amazon-Erfolges beruht dabei auf dem Dropshipmentmodell. Nur ein Bruchteil der Waren liegt bei Amazon selbst. Erst Dropshipment verlängert hier das Regal in Breite und Tiefe und optimiert die Lager- sowie Logistikgestaltung. Hier können Hersteller und Handel des DIY nicht nur etwas lernen, sondern mit eigenem Dropshipment auch erfolgreich Paroli bieten.

Was ist zu tun? Es gilt, Allianzen „der Mutigen und Willigen“ zu bilden. Nach einem kurzen Check der vorhandenen IT-Systeme und Logistik ist zu entscheiden, mit welchen Sortimenten und Partnern erste Piloterfahrungen gesammelt werden sollen. Outsourcing ist hier übrigens ein durchaus probates Mittel. Viele Dienstleister haben sich beispielsweise auf die Abwicklung kleinteiliger Endverbraucher-Logistik spezialisiert und in anderen Branchen bewiesen, dass Dritte hier tatsächlich eine kosteneffiziente Alternative darstellen.

Die wirkliche Attraktivität eines „Dropshipment-Projekts“ sehen wir jedoch nicht darin, dass einzelne Schritte  in der Lieferkette optimiert werden. Vielmehr ist der wahre Nutzen im Aufbau des Modells zu sehen:

a) IT-Systeme und Logistik werden echtzeit- und damit zukunftsfähig

b) Datenmanagement und Reaktionsfähigkeit erreichen ein neues Level

und c) das Wichtigste, Handel und Hersteller erreichen eine vollkommen andere Kooperationsintensität. Sie werden zu Partnern in der täglichen (und nächtlichen) Marktbearbeitung, sie stellen dabei den Konsumentenbedarf in den Fokus.

Wenn die Formel „mehr Sortimente und bessere Verfügbarkeiten erzeugen Mehrumsatz“ noch gilt, dann sollte sich Dropshipment lohnen, für Hersteller und Handel.

Zum Thema eCommerce in der Baumarktbranche gibt es hier auch einen sehr lesenswerten Artikel.

 

Dropshipment Modell

Grafik: Dropshipment-Modell vereinfachte Darstellung

Ralph Hübner Suberg Strategy Consultants

Ralph Ch. Hübner, Suberg Strategy Consultants, München

 

 

Suberg Strategy Consultants ist als Unternehmensberatung auf Wachstumsprojekte in den Bereichen Strategie, Marketing und Vertrieb spezialisiert. Ralph Hübner ist SSC-Partner und Experte für Online- und Digitalisierungsthemen.

Der Artikel erschien in der Ausgabe 4/2016 des Baumarktmanager.


Kooperationspartnerschaft ecom consulting & Suberg Strategy Consultants (SSC)

Die Berater von ecom consulting und SSC arbeiten seit vielen Jahren und in verschiedensten Projekten eng zusammen. Durch die klare Aufteilung der Kompetenzschwerpunkte und die reibungslose, weil vielfach erprobte Zusammenarbeit realisieren wir für unsere Kunden schnell umsetzungsfähige Konzepte. Mit unserem Kooperationsansatz wird vermieden, dass von einer Seite Maßnahmen vorgeschlagen werden, die auf der anderen Seite aufgrund bestehender Markt- und Organisationstrukturen oder gegebener IT-Systeme nicht umsetzbar sind.

Gerade bei der heutigen Komplexität, die insbesondere im E-Commerce unausweichlich gegeben ist, können und wollen Unternehmen nicht mit „zig“ Dienstleistern parallel agieren – jedoch ist genau dies noch immer oft der Fall. Mit unserem Ansatz bieten wir „Lösungen aus einer Hand“ und übernehmen auch gerne die Verantwortung, egal ob in der Schnittstellen- und Steuerungsfunktion oder auch bei der operativen Umsetzung.

ESSC Final

Beispiel eines typischen Projektablaufs:

Zu Beginn analysiert zunächst SSC die markt- und vertriebsstrategischen Potenziale und zeigt mögliche Handlungsoptionen auf, die gemeinsam mit dem Kunden diskutiert und bewertet werden. Im Rahmen eines Basis-Checks stellt sodann die ecom consulting die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Prozesse, Systeme und Ressourcen fest.

Im nächsten Schritt – bei der Ausarbeitung vielversprechender Konzeptansätze – wird dann die System- und Prozess-Kompetenz von ecom consulting eng eingebunden, damit erst gar keine „PowerPoint-Rohrkrepierer“ entstehen können.

Ist die Entscheidung für eine strategische Initiative gefallen, dann übernimmt die ecom consulting die Ausarbeitung des Aufbau- und Umsetzungsplanes, in vielen Fällen auch als „Projektsteuerer“ die Gesamtleitung bis „go live“. Permanente Rückkoppelungseffekte mit SSC, das heißt mit unterstützenden Maßnahmen in Vertrieb und Marketing sichern ab, dass die technischen Lösungen auch den Weg in den Markt finden. Die Gestaltung von neuen eCommerce- bzw. Dropshipment-Modellen wird durch dieses Set-up für Unternehmen auch bei unverändert laufendem Alltagsgeschäft realisierbar. Im Rahmen der Einführungsphase übernehmen wir auf Wunsch auch operative Leistungen wie Schulungen der Mitarbeiter für die neuen Systeme oder der Begleitung des Vertriebs, damit „das Neue nicht ganz so überraschend“ bei Handel oder Endkonsumenten ankommt.

Kontaktieren Sie uns gerne bei weiteren Fragen!

 

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Kosten von Retouren: die ganze Wahrheit und Vermarktungsstrategien für B-Ware

Die Internet World hat eine interessante Statistik zum Thema eCommerce-Logistik herausgegeben. Empfehlenswert zu lesen, aber aus unserer Sicht ist die Bewertung der Retourenkosten nicht vollständig: viele Onlinehändler wären froh, wenn es nur 10 Euro wären. In Wahrheit sind diese nahezu immer viel höher – und hierin schlummert mitunter das größte Potenzial zur Senkung von Retourenkosten. Betrachtet  man den Retourenprozess nämlich ganzheitlich, steckt viel mehr dahinter, als der erste Blick (und die erste Statistik) vermuten lässt.

Genau betrachtet fallen vor allem die folgenden mittelbaren und unmittelbaren Retourenkosten an.

Diese Kosten werden in der Kalkulation oft berücksichtigt:

  • Retourendokumente
  • Retourenlabel
  • ggf. Bewertungsabschlag, falls nicht mehr als A-Ware verkaufbar

Diese Kosten werden oft vergessen:

  • Prozesskosten im Wareneingang
  • Nicht zurückgeforderte Transaktionskosten, insbesondere bei Marktplätzen
  • Entsorgungskosten für Packmaterial
  • Aufbereitungskosten um A-Ware erzielbar zu machen
  • Lager- und Vermarktungskosten für B-Ware
  • notwendige Erweiterungen der IT-Architektur
  • u.v.m.

Die Folgen: Retourenkosten senken und die richtige Vermarktungsstrategie für B-Ware.

Aus Erfahrung heraus können wir sagen, dass gerade in den Vermarktungskosten für die B-Ware sowie den Prozesskosten im Wareneingang ein nicht unerhebliches Potenzial zur Kostensenkung schlummert. Viele Unternehmen haben schlichtweg keine B-Waren-Strategie und lassen diese Waren im Lager liegen, bis einmal im Jahr ein Verwerter beauftragt wird, die Ware abzuholen. Das bindet Ressourcen und Lagerfläche und kostet damit bares Geld. Zuvor versucht das eine oder andere Unternehmen, die Ware über einen Personalverkauf loszuwerden. Das funktioniert erfahrungsgemäß am Anfang gut, die Begeisterung lässt aber oft im Laufe der Zeit nach. Zusätzlich dazu birgt dies nicht unerhebliche buchhalterische Risiken, da die Ware oft zu einem wesentlich geringeren Preis abverkauft wird (Stichwort: geldwerter Vorteil).

Dabei gibt es – nicht zuletzt durch Marktplätze – viel effizientere Strategien um B-Ware abzuverkaufen. Die Preissensitivität des Internets lässt sich hier gut zum eigenen Vorteil nutzen. Doch egal, welche Strategie Sie wählen: bedenken Sie, dass vor allem die Wareneingangsprozesse, die Lagerhaltung und insbesondere die IT-Architektur auf den weiteren Verkauf ausgelegt sein müssen. Gerade das stellt für viele Unternehmen den Knackpunkt dar – häufig aus Unerfahrenheit.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch zum Thema Retourenkosten und B-Waren-Vermarktung

PIM System Beratung: Warum sich ein PIM-System auszahlt.

In unserer Tätigkeit als eCommerce Beratung stellt sich oft die Frage nach Sinn, Zweck und unternehmerischem Mehrwert von PIM Systemen. Dies möchten wir mit dem folgenden Artikel beleuchten. Gleichzeitig möchten wir zumindest einen Einblick in den Wert von (Produkt-)Content geben. Der Artikel beantwortet die Fragen, für wen sich ein PIM-System lohnt und worauf bei Auswahl und Einführung zu achten ist. Des Weiteren möchten wir darstellen, weshalb es nicht mit der Auswahl eines PIM-Systems getan ist – nicht zuletzt, weil sich ganz neue Möglichkeiten für Ihr Unternehmen ergeben. Weiterlesen

Next Generation Food 2015

 

Think Tank Next Generation Food (Berlin)

Auch dieses Jahr sind wir wieder Mitveranstalter des ThinkTank next Generation Food 2015 am 29.September 2015 in Berlin.

Eine spannende und hochkarätige Veranstaltung erwartet Sie.

Die Top-Themen dieses Jahr:

  1. Food-Trends: So wird Deutschland künftig essen
  2. Food Concepts: neue Geschäftsmodelle
  3. Food Commerce: Die Food-Offensive beginnt
  4. Food Marketing: Social Media redet mit
  5. Food Tech: die technische Revolution kommt
  6. Food Lifestyle: Essen als Bekenntnis

Natürlich werden auch wir unsere Food-Expertise einbringen:

  • Oliver Lucas wird als Moderator die Veranstaltung wesentlich mitgestalten und als Kompetenzträger und kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
  • Martin Himmel wird auf dem Food-Bar-Camp einen Vortrag mit dem Titel „FIT FÜR E-FOOD OPERATIONS“ halten.

Gerne stehen wir für Gespräche rund um die Veranstaltung zur Verfügung.

Make or Buy?

„Make or Buy? Die richtige Mischung macht‘s!
Eine gute Strategie berücksichtigt die geplanten Wachstumsschritte“

(Buchbeitrag „eCommerce lohnt sich nicht“, 05/12)