Interview mit Martin Sperling

Martin Sperling

Als Experte für Prozessoptimierung und Digitalisierung hat Martin Sperling schon viele unserer Kundenprojekte begleitet. In unserem Interview unterhalten wir uns über seinen spannenden beruflichen Werdegang, die Entwicklung des eCommerce Marktes und auch über ganz private Themen.

ecom consulting: Was haben Sie gelernt/studiert und wohin ging Ihre berufliche Reise dann?

Martin Sperling: Ich habe Design an der HTW in Berlin studiert, zuerst Modedesign, dann Kommunikationsdesign. Ein Diplom habe ich tatsächlich in Modedesign. Allerdings hatte ich bereits während des Studiums angefangen, mich mit den ersten Grafikprogrammen und Computern zu beschäftigen. Ich machte einige Praktika in Werbe- und Design-Agenturen. Mein erster eigener Computer war ein Atari, kennt das noch jemand? Irgendwann kaufte ich mir meinen ersten Mac.

Relativ kurz nach meinem Studium arbeitete ich als Layouter, Grafiker, Illustrator und Reinzeichner in verschiedenen Werbeagenturen. Dann kam die erste Festanstellung bei einer Multimedia-Agentur. So hieß das in den Neunzigern und das war damals ungefähr so cool wie heute Startups.

Nebenher hatte ich noch einen Lehrauftrag an der FU Berlin. Dort gab ich Photoshop-Seminare. Bei einem dieser Kurse sprach mich ein Teilnehmer an, ob ich auch Webdesign machen könnte. Einige Zeit später stieg dessen Partner aus und ich stieg in die Zwei-Mann-Agentur ein. Bis zum Jahr 2016. Wir hatten inzwischen knapp 70 Mitarbeiter.

ecom consulting: Können Sie eine spannende Herausforderung Ihrer bisherigen Berufskarriere (und Ihre Aufgabe darin) beschreiben?

Martin Sperling: An spannenden Herausforderungen hatte ich in den letzten Jahren keinen Mangel. Eine Agentur aufzubauen und diese durch die ständig wechselnden Herausforderungen der Branche zu führen, ist eine davon. Dabei trafen wir die Entscheidung, die Agentur auf E-Commerce zu spezialisieren, schon Anfang der 2000er Jahre.

Als spannendes Kunden-Projekt fällt mir das Interims E-Commerce-Management bei Matratzen Concord ein. Die Herausforderung lag unter anderem in der ambitionierten Releaseplanung und damit verbundenen Zieldefinitionen. Dabei fand ich eine recht komplexe Systemarchitektur vor, woraus sich ebenfalls hohe Anforderungen an das Projekt ergaben. Und zwar vom Anforderungsmanagement bis zum Testing durch alle verbundenen Systeme. Zusätzlich gab es eine Reihe von Adhoc-Anforderungen, die priorisiert und implementiert werden mussten. Während meiner Arbeit dort wechselte auch der Großteil des E-Commerce-Teams. Das Projekt war sehr vielseitig und hat mir sehr großen Spaß gemacht.

ecom consulting: Seit wann arbeiten Sie mit dem Team von ecom consulting zusammen und was macht die Zusammenarbeit aus?

Martin Sperling: Seit Anfang 2016. Matratzen Concord war unser erstes gemeinsames Projekt. Auch wenn ich dort nicht direkt mit meinen Kollegen von ecom consulting zusammengearbeitet habe, konnte ich mich bei speziellen Fragen doch mit anderen ecom-Spezialisten austauschen. Von diesem erweiterten Know-how profitierte am Ende auch der Kunde.

ecom consulting: Welche speziellen Themen / Branchen betreuen Sie hauptsächlich?

Martin Sperling: Ich kümmere mich hauptsächlich um das Shopsystem selbst, sowie die Anbindungen an weitere Systeme. Meine Themen sind Umsetzungsstrategie, Anforderungsmanagement, Evaluation und Auswahl von Systemen und Dienstleistern, Projektplanung, Steuerung von Dienstleistern sowie Interims Management von E-Commerce-Projekten. Ich arbeite für unterschiedliche Branchen, B2B und B2C.

ecom consulting: Was fasziniert Sie an der Branche?

Martin Sperling: Die Vielseitigkeit. E-Commerce bietet so viele Facetten und Teildisziplinen, dass es niemals langweilig werden kann.

ecom consulting: Wie wird sich die eCommerce Branche Ihrer Ansicht nach in den nächsten 10 Jahren entwickeln?

Martin Sperling: 10 Jahre sind für die Branche ein riesiger Zeitraum. Da ist es eigentlich unmöglich, so weit voraus zu blicken. Große Herausforderungen sehe ich in der Positionierung kleinerer und mittlerer Shops gegenüber den großen Marktplätzen. Die Konzentrationsbewegung wird sich fortsetzen. Nischen-Spezialisten werden sich behaupten können, wenn sie ihre Kunden gut kennen und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Marken werden weiterhin vertikalisieren.

E-Commerce ist Teil der Digitalisierung. In Zukunft werden in allen Branchen sämtliche Unternehmensprozesse digital und automatisiert ablaufen. Dabei werden alle Daten, Produktionsdaten, Artikeldaten, Kundendaten, digitaler Content, Marketingdaten, usw. an jeder Stelle im Unternehmen abrufbar sein. Kunden werden individuell betreut, Services werden dabei digitalisiert und automatisiert. Wer da nicht mithalten kann oder will, wird vom Markt verschwinden.

ecom consulting: Jetzt möchten wir noch ein paar persönliche Dinge über Sie erfahren. Welche 5 Adjektive/Eigenschaften beschreiben Sie am besten?

Martin Sperling: Möchten Sie positive oder negative Eigenschaften hören? Ich versuche es mal mit positiven Eigenschaften: Umfangreiche Projekt-Erfahrung, Vielseitigkeit, Flexibilität, Teamfähigkeit und Ausdauer.

ecom consulting: Welche Sprüche / Weisheiten sind bei Ihnen zu Leitmotiven geworden?

Martin Sperling: Da ich ständig Neues lerne, habe ich noch kein festes Lebensmotto gefunden.

ecom consulting: Für welchen Sport (aktiv/passiv) oder welches Hobby begeistern Sie sich?

Martin Sperling: Für Passivsport kann ich mich nicht so sehr begeistern. Aktiv spiele ich Beachvolleyball. Außerdem Tauche ich und fahre Motorrad.

Wir freuen uns auf weiterhin viele spannende Projekte mit Martin Sperling!

 

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